{"id":8412,"date":"2021-12-20T12:44:58","date_gmt":"2021-12-20T11:44:58","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=8412"},"modified":"2021-12-20T12:44:58","modified_gmt":"2021-12-20T11:44:58","slug":"testen-ist-am-besten-praeventionswochen-in-kitas-nach-den-weihnachtsferien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=8412","title":{"rendered":"Testen ist am besten: Pr\u00e4ventionswochen in Kitas nach den Weihnachtsferien"},"content":{"rendered":"<p>Nach den Weihnachtsferien finden Pr\u00e4ventionswochen in den Marburger Kitas statt. Die Stadt ruft dabei zum Testen auf. <!--more--><br \/>\nMarburger Kitas rufen zu Pr\u00e4ventionswochen nach den Weihnachtsferien auf: Die Stadt und die freien Tr\u00e4ger bieten allen interessierten Eltern kostenlose Tests f\u00fcr Kita- und Krippenkinder an. Die Test-Aktion dauert zwei Wochen.<br \/>\nDie Eltern k\u00f6nnen die Tests fast \u00fcberall noch vor Weihnachten mitnehmen. Die Kitas, die schon geschlossen sind, teilen die Tests direkt nach den Ferien aus. F\u00fcr die Familien ist die Teilnahme an den Pr\u00e4ventionswochen freiwillig.<br \/>\n&#8222;Anders als in den Schulen gibt es f\u00fcr die kleineren Kinder in Kitas und Krippen keine Verpflichtung zu Corona-Tests&#8220;, erkl\u00e4rte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier. &#8222;Viele Eltern von kleinen Kindern machen sich gro\u00dfe Sorgen. Wir wollen mit den Pr\u00e4ventionswochen dem vielfachen Wunsch nach mehr Sicherheit gerne nachkommen.&#8220;<br \/>\nAngelehnt ist der Aktionszeitraum an das Konzept der Schulen, in denen die ersten Wochen nach den Ferien verst\u00e4rkt getestet wird. &#8222;Dieses Prinzip wollen wir nach der Weihnachtszeit in Marburg erstmals auch f\u00fcr die Kitas anbieten&#8220;, erl\u00e4uterte Dinnebier.<br \/>\nDie Pr\u00e4ventionswochen finden in Absprache mit der Marburger Corona-Expertengruppe Kinderbetreuung statt. In der Runde beraten sich seit \u00fcber einem Jahr Vertreterinnen und Vertreter der Stadt und der freien Tr\u00e4ger, Mediziner*innen, Jugendamt und Elternschaft regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Kinderbetreuung und den Kita-Betrieb unter Pandemie-Bedingungen.<br \/>\nDie Pr\u00e4ventionswochen gelten einheitlich in Marburger Kitas und Krippen mit ihren rund 3.000 betreuten Kindern, egal ob sie in st\u00e4dtischer oder freier Tr\u00e4gerschaft sind.<br \/>\nAlle Eltern, die mitmachen wollen, erhalten in ihrer jeweiligen Einrichtung Test-Kits f\u00fcr jedes Kind. Getestet werden soll an je drei Tagen pro Aktionswoche. Die Tests sind f\u00fcr die Eltern kostenfrei.<br \/>\nDie Finanzierung \u00fcbernimmt die Stadt mit Zusch\u00fcssen des Landes. Verteilt werden spezielle Lolli-Tests, die auch f\u00fcr kleine Kinder geeignet und einfach anzuwenden sind. Jedem Test liegt eine bebilderte Anleitung bei, wie die Tests angewendet werden.<br \/>\nMit im Elternpaket liegt auch die dringende Bitte, die Kita-Tests auch tats\u00e4chlich in die ersten beiden Kita-Wochen nach den Ferien zu nutzen &#8211; und beispielsweise nicht schon f\u00fcr Ausfl\u00fcge oder Verwandtenbesuche \u00fcber Weihnachten. Die bereitgestellten Tests dienen ja auf Wunsch der Elternschaft explizit der erh\u00f6hten Sicherheit in den Einrichtungen. Das Formular zur Teilnahme an den Aktionswochen ist in den Einrichtungen in mehreren Sprachen erh\u00e4ltlich.<br \/>\nDie Eltern k\u00f6nnen dann nach den Ferien ihre Kinder morgens vor dem Besuch der Einrichtung in ihrer gewohnten Umgebung zu Hause testen. Der Test &#8211; und das Ergebnis &#8211; vor dem Gang in die Kita soll das Sicherheitsgef\u00fchl und die Sicherheit f\u00fcr die anderen Kinder, ihre Eltern sowie das Kita-Personal verbessern.<br \/>\n&#8222;Wir hoffen au\u00dferdem, dass durch die eigenst\u00e4ndige Testung zu Hause mehr Eltern mitmachen&#8220;, erl\u00e4uterte Dinnebier ein weiteres Ziel. Denn: W\u00e4hrend des Pilot-Versuchs der Stadt im vergangenen Fr\u00fchjahr in mehreren Einrichtungen war nur etwa die H\u00e4lfte der Marburger Eltern bereit, schriftlich in die Testung ihrer kleinen Kinder in der Kita einzuwilligen.<br \/>\nDie Stadtr\u00e4tin hat f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung der Eltern auch Verst\u00e4ndnis: Anders als bei Schulkindern k\u00f6nnten sich die Kleinen ja nicht selbst testen, das m\u00fcssen Erwachsene mit ihnen tun &#8211; geschultes externes Personal oder speziell eingewiesene Erzieher*innen. Das wecke einige Unsicherheiten bei den Eltern, die dann lieber gar keine Einwilligung geben.<br \/>\n&#8222;Au\u00dferdem zeigt unsere Erfahrung, dass es praktisch unm\u00f6glich ist, Gruppen von kleinen Kindern in einer Kita der Reihe nach durchzutesten&#8220;, berichtete Angela Stefan. Sie ist die Leiterin des Fachdiensts Kinderbetreuung. &#8222;Egal wie spielerisch und einf\u00fchlsam das Personal vorgeht, es gibt immer Kinder, denen der Lolli-Test nicht schmeckt, die in der Situation nicht gen\u00fcgend Spucke produzieren k\u00f6nnen, damit er \u00fcberhaupt funktionieren kann, oder schlicht keine Lust darauf haben und genau dann unbedingt lieber spielen wollen.&#8220;<br \/>\nDass bei einer Test-Aktion in einer Kita-Gruppe manche drank\u00e4men und andere nicht, je nachdem, welche Eltern unterschrieben haben, mache die Situation f\u00fcr Kinder und Testende nicht einfacher. Deshalb haben sich die Expertengruppe und die Eltern auch f\u00fcr die Variante &#8222;Testung vor der Kita f\u00fcr die Kita&#8220; ausgesprochen. Ein positives Schnelltest-Ergebnis zu Hause bedeutet dann aber nicht automatisch eine Corona-Infektion.<br \/>\nIst der Kinder-Test positiv, verst\u00e4ndigen die Eltern ihre Einrichtung sowie das Gesundheitsamt. Dann folgt ein PCR-Test zur Best\u00e4tigung des Ergebnisses; und die ganze Familie wird f\u00fcr das weitere Verfahren vom Gesundheitsamt betreut. &#8222;Aber: &#8222;Bei den Schnelltests ohne konkreten Anlass und ohne Symptome hatten wir noch nie eine PCR-Best\u00e4tigung&#8220;, berichtete Stefan.<br \/>\nAnders sieht das bei den sogenannten &#8222;anlassbezogenen Testungen&#8220; aus. Sie werden in den Marburger Einrichtungen standardm\u00e4\u00dfig von geschultem Personal durchgef\u00fchrt, wenn es in einer Gruppe den Verdachtsfall auf eine Corona-Infektion gibt. Aber auch dann ist die Teilnahme freiwillig, &#8222;und auch dann geben in der Regel nur rund die H\u00e4lfte der Eltern ihre Einwilligung&#8220;, berichtete die Fachdienstleiterin.<br \/>\nIn den beiden Pr\u00e4ventionswochen sollen m\u00f6gliche asymptomatische Corona-Infektionen, die sich Kinder in der Ferienzeit zugezogen haben, entdeckt werden. &#8222;Wir hoffen, dass viele Eltern mitmachen und sich dadurch ihre eigene Familie, die anderen Kinder und Eltern sowie das Personal in den Einrichtungen sicherer f\u00fchlen und sicherer sind&#8220;, appellierte Stadtr\u00e4tin Dinnebier. Mitte Januar kehren die Einrichtungen zu bew\u00e4hrten Kita-Alltag unter Pandemie-Regeln zur\u00fcck mit weiterhin getrennten Gruppen, bestm\u00f6glicher Einhaltung der Hygiene-Regeln, 3-G-Bestimmungen f\u00fcr das Personal sowie Testung bei Anlass und Verdacht.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den Weihnachtsferien finden Pr\u00e4ventionswochen in den Marburger Kitas statt. Die Stadt ruft dabei zum Testen auf.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[173,583,3724],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2bG","jetpack-related-posts":[{"id":8575,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=8575","url_meta":{"origin":8412,"position":0},"title":"Akzeptierte Aktion: Testwochen in Kitas gehen weiter","date":"18. Januar 2022","format":false,"excerpt":"Die Testwochen in Marburger Kitas gehen weiter. 80 Prozent der Eltern begr\u00fc\u00dfen das freiwillige Angebot der Stadt. 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