{"id":8162,"date":"2021-11-16T16:01:27","date_gmt":"2021-11-16T15:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=8162"},"modified":"2021-11-16T16:01:27","modified_gmt":"2021-11-16T15:01:27","slug":"impfstoff-und-ideen-stadt-rechnet-mit-570-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=8162","title":{"rendered":"impfstoff und Ideen: Stadt rechnet mit 570 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Deutlich h\u00f6her als erwartet fallen die Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer aus. Sie rechnet mit rund 570 Millionen Euro. <!--more--><br \/>\nDie Bescheide sind noch vorl\u00e4ufig. Trotzdem sind , die Zahlen \u00fcberw\u00e4ltigend: Um rund 370 Millionen Euro steigen die Gewerbesteuerertr\u00e4ge der Stadt Marburg f\u00fcr 2021.<br \/>\nDas ist weit mehr als der gesamte st\u00e4dtische Haushalt inklusive Investitionen f\u00fcr das laufende Jahr. Mit <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=8143\">200 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer als bisher<\/a> rechnet Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies f\u00fcr 2022.<br \/>\nVom immensen Geldregen profitiert die gesamte Region Die Stadt gibt nach ersten Sch\u00e4tzungen 70 Prozent davon als Umlagen an den Landkreis und das Land weiter.<br \/>\n&#8222;Dass es so viel wird, hatten wir nicht erwartet&#8220;, sagte Spies zur Mitteilung aus dem Finanzamt. Vor knapp zwei Wochen hat der K\u00e4mmerer erfahren, in welcher Gr\u00f6\u00dfenordnung sich die Einnahmen verbessern werden.<br \/>\n&#8222;Marburg ist ja als traditionsreicher Biotech-Standort mit innovativen Pharma-Unternehmen gro\u00dfe Schwankungen bei der Gewerbesteuer gewohnt&#8220;, erkl\u00e4rte Spies. Sie k\u00f6nnen in beide Richtungen gehen mit enormen Ausschl\u00e4gen nach oben und nach unten. Die Dimension der aktuellen Ank\u00fcndigung sprengt aber selbst f\u00fcr Marburger Verh\u00e4ltnisse den Rahmen &#8211; und alle bisherigen Verfahren.<br \/>\n&#8222;Das ist gro\u00dfartig, eine wirklich tolle Nachricht&#8220;, freute sich der K\u00e4mmerer. Im gleichen Atemzug erkl\u00e4rte Spies: &#8222;Wenn sich ein ganzer Jahreshaushalt pl\u00f6tzlich mehr als verdoppelt, muss man ganz tief durchatmen und die Sache n\u00fcchtern angehen.&#8220; Das hei\u00dft: sorgf\u00e4ltig pr\u00fcfen, die weitere Handhabung kl\u00e4ren, intern wie extern, mit beteiligten Beh\u00f6rden sprechen von der lokalen bis zur Landesebene. &#8222;Und wir m\u00fcssen sehr viel rechnen.&#8220;<br \/>\nSchlie\u00dflich ist das Hessische Kommunale Finanzausgleichsgesetz kompliziert, der neue Steuerbescheid passt in keine Schablone. Fest steht nur: Wer \u00fcberdurchschnittlich viel einnimmt in der Familie hessischer St\u00e4dte und Gemeinden, muss auch \u00fcberdurchschnittlich viel an die anderen abgeben. Und er bekommt selbst nichts mehr raus aus dem Solidarit\u00e4ts-Topf.<br \/>\nAuf diese Weise profitiert die ganze Region vom Oberzentrum an der Lahn: Nach derzeitigem Stand wird Marburg rund 70 Prozent der Mehreinnahmen als Umlagen an den Landkreis Marburg-Biedenkopf und das Land Hessen abgeben. Von den 570 Millionen Euro f\u00fcr 2021 und 2022 gingen also 400 Millionen Euro ab.<br \/>\n&#8222;Das sind die Regeln; und das finden wir auch fair&#8220;, betonte Spies: &#8222;Den Erfolg, den die Menschen aus der ganzen Region hier am Standort Marburg schaffen, auch mit allen zu teilen.&#8220;<br \/>\n\u00dcberwiesen werden diese Umlagen an Kreis und Land wie immer zeitverz\u00f6gert erst ab 2023. Die Mittel daf\u00fcr sollen und m\u00fcssen aber jetzt schon beiseitegelegt werden.<br \/>\n&#8222;Das einzukalkulieren ist wichtig f\u00fcr die Haushaltsberatungen&#8220;, warnte der Oberb\u00fcrgermeister. Die politischen Gremien in Marburg stecken mittendrin in der Debatte \u00fcber den Haushalt 2022. Die Stadtverordnetenversammlung (StVV) will ihn noch vor Weihnachten beschlie\u00dfen.<br \/>\nIm ersten Entwurf stand noch ein Minus von knapp 18 Millionen Euro. Der Zeitplan soll gehalten werden. Ddas Defizit jedoch ist klar vom Tisch.<br \/>\nGanz im Gegenteil bleibt viel Geld \u00fcbrig &#8211; f\u00fcr Investitionen f\u00fcr die gro\u00dfen Zukunftsaufgaben. Das gilt auch trotz der notwendigen R\u00fcckstellungen f\u00fcr die Umlagen. Und trotz eines Puffers f\u00fcr die Zeit, wenn sich der Wind aus Richtung Pharma-Standort wieder dreht.<br \/>\nDeshalb mahnte Spies bei aller Freude dringend zur Besonnenheit: &#8222;Wir d\u00fcrfen jetzt auf keinen Fall in einen Rausch verfallen und Luftschl\u00f6sser bauen.&#8220; Die Wunschliste, die in den vergangenen Tagen bei ihm eingegangen sei, was man mit den vielen Millionen alles tun k\u00f6nne, &#8222;kostet jetzt schon dreimal mehr als wir tats\u00e4chlich in Aussicht haben&#8220;, berichtete der Oberb\u00fcrgermeister.<br \/>\nKlar ist aber, dass ein Geldregen heute kein Garant f\u00fcr die Entwicklung von morgen ist, geschweige denn perspektivisch f\u00fcr die Zukunft. &#8222;Wir wollen die aktuellen Verbesserungen als einmaliges Ereignis behandeln. Ob sich Ver\u00e4nderungen verstetigen, werden wir erst nach mehreren Jahren verl\u00e4sslich einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen&#8220;, betonte der K\u00e4mmerer.<br \/>\nMit deser nachhaltigen Herangehensweise sei Marburg bislang gut gefahren. &#8222;Wie schnell sich Situationen \u00e4ndern k\u00f6nnen, haben wir ja gerade in der Corona-Krise gelernt&#8220;, erkl\u00e4rte Spies. Aber &#8222;wir haben jetzt die Mittel f\u00fcr einen echten Schub, um Marburg sozial, \u00f6kologisch und wirtschaftlich nachhaltig fit f\u00fcr die Zukunft zu machen.&#8220;<br \/>\nAls zentrale Themen nannte er den Klimaschutz mit energetischer Geb\u00e4udesanierung im gro\u00dfen Stil, die Verkehrswende inklusive Ausbau des \u00d6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV), bezahlbaren und umweltvertr\u00e4glichen Wohnraum, soziale Gerechtigkeit, gute Schulen und Digitalisierung, Wirtschaftsf\u00f6rderung und schlie\u00dflich die weitere Entwicklung des bedeutenden Biotech- und Pharma-Zentrums in Marbach und G\u00f6rzhausen. &#8222;Wir sind sehr, sehr froh, dass der traditionsreiche Pharma-Standort in Marburg eine so erfolgreiche Entwicklung nimmt&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Spies abschlie\u00dfend.<br \/>\n&#8222;Marburg muss nicht erst ein Standort von Weltrang werden, wir sind schon einer&#8220;, betonte Spies. &#8222;Deshalb wissen wir auch um unsere Verpflichtung, daf\u00fcr zu sorgen, dass die ans\u00e4ssigen Unternehmen hier langfristig weiterhin die bestm\u00f6glichen Rahmenbedingungen f\u00fcr ihren Erfolg haben.&#8220; Dazu geh\u00f6re die konsequente Umsetzung des Masterplans Pharmastandort, denn &#8222;in Marburg haben wir l\u00e4ngst ein Zukunftskonzept f\u00fcr den Standort.&#8220;<br \/>\nDazu geh\u00f6rten auch sehr gute Standort-Bedingungen f\u00fcr andere Gewerbetreibende, f\u00fcr Gr\u00fcnder*innen, Start-ups und f\u00fcr Innovation. Dazu geh\u00f6re die Philipps-Universit\u00e4t mit ihrer exzellenten Forschung, eine moderne und zukunftsf\u00e4hige Infrastruktur nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch in Verbindung zum Umland, gute und faire Lebensbedingungen und eine sichere, nachhaltige Entwicklung f\u00fcr die Menschen in Marburg und der ganzen Region.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutlich h\u00f6her als erwartet fallen die Einnahmen der Stadt aus der Gewerbesteuer aus. 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