{"id":8106,"date":"2021-11-10T13:28:50","date_gmt":"2021-11-10T12:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=8106"},"modified":"2021-11-10T13:28:50","modified_gmt":"2021-11-10T12:28:50","slug":"impfen-statt-schimpfen-impfbus-unterwegs-im-kreis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=8106","title":{"rendered":"Impfen statt schimpfen: Impfbus unterwegs im Kreis"},"content":{"rendered":"<p>Mobile Impfteams unterst\u00fctzen die Hausarztpraxen bei der Impfkampagne. Darauf hat der Landkreis am Mittwoch (10. November) hingewiesen. <!--more--><br \/>\nGerade vor dem Hintergrund der steigenden Fallzahlen bleibt eine Schutzimpfung gegen das Corona-Virus das beste Werkzeug gegen die Pandemie. Neben Haus- und Fach\u00e4rzten bieten auch mobile Impfteams in Zust\u00e4ndigkeit des Kreisgesundheitsamts die M\u00f6glichkeit, sich den sch\u00fctzenden Piks geben zu lassen. Bei den Impfaktionen mit mobilen Teams sind Erst-, Zweit- und Drittimpfungen m\u00f6glich.<br \/>\nHaupts\u00e4ule der Impfkampagne sind nach Schlie\u00dfung der Impfzentren jetzt die niedergelassenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte. Unterst\u00fctzt werden sie durch das Gesundheitsamt. M\u00f6glichkeiten zur Erst-, Zweit-, aber auch Drittimpfung bietet das Gesundheitsamt regelm\u00e4\u00dfig bei Impfaktionen mit mobilen Teams.<br \/>\nMit diesen mobilen Teams m\u00f6chte das Gesundheitsamt vor allem schwer erreichbaren und besonders gef\u00e4hrdeten Personengruppen Impfangebote machen beispielsweise in Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und Asylunterk\u00fcnften. Aber auch Impfaktionen f\u00fcr alle Impfwilligen ab 12 Jahren in allen Gemeinden und St\u00e4dten des Kreises stehen immer wieder auf dem Plan. Ziel ist es, niedrigschwellige Aktionen bei den Menschen vor Ort anzubieten.<br \/>\nBei den mobilen Impfaktionen ist keine Terminvereinbarung n\u00f6tig, jeder Impfwillige kann in den jeweils angegebenen Zeiten ohne Termin vorbei kommen. Interessierte sollten ihren Personalausweis, ihr Impfbuch und &#8211; sofern vorhanden &#8211; ihre Krankenkassenkarte mitbringen.<br \/>\nJugendliche von 12 bis 15 Jahren m\u00fcssen von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Bei den Impfaktionen werden die Impfstoffe von BioNTech und Moderna angeboten. Welcher Impfstoff geeignet ist, wird nach individueller Beratung durch den Impfarzt festgestellt.<br \/>\nF\u00fcr die mobilen Impfangebote setzt das Gesundheitsamt auch einen Impfbus ein, Eer ist jeden Montag, Dienstag und Samstag im Einsatz. Der dazugeh\u00f6rige Tourenplan wird zur Zeit t\u00e4glich erweitert und angepasst.<br \/>\nDer Tourenplan des Impfbusses umfasst alle Gemeinden und St\u00e4dte des Landkreises Marburg-Biedenkopf sowie die Stadt Marburg. Der Bus f\u00e4hrt \u00fcberwiegend kleine Gemeinden wiederkehrend im Wechsel zu den anderen mobilen Teams an. So k\u00f6nnen auch Zweitimpfungen nach vier Wochen vor Ort oder einer benachbarten Gemeinde angeboten werden.<br \/>\nDie Standzeiten des Busses sind pro Gemeinde zwei bis drei Stunden, um mehreren Gemeinden an einem Tag ein Impfangebot machen zu k\u00f6nnen. Das Team besteht aus zwei Verwaltungskr\u00e4ften, zwei medizinischen Fachangestellten und zwei \u00c4rzten.<br \/>\nDer Bus verf\u00fcgt \u00fcber zwei Impfkabinen und einen Platz f\u00fcr das \u00e4rztliche Beratungsgespr\u00e4ch. In einem Wartebereich stehen vier Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung ebenso wie f\u00fcr die Ruhezeit nach der Impfung. Ausreichend Raum bietet der Bus auch f\u00fcr die Vorbereitung der Impfungen unter anderem dem Aufziehen der Spritzen.<br \/>\nZwei Verwaltungskr\u00e4fte sind dar\u00fcber hinaus f\u00fcr &#8222;Check In&#8220; und &#8222;Check Out&#8220; verantwortlich. Der DRK Kreisverband Marburg-Gie\u00dfen und die Johanniter Unfallhilfe Mittelhessen, unterst\u00fctzen das Gesundheitsamt bei den Aufgaben des mobilen Impfens.<br \/>\nDarunter f\u00e4llt auch der Einsatz des Impfbusses. Wenn das Fahrzeug einmal nicht mehr als Impfbus ben\u00f6tigt wird, steht es dem Katastrophenschutz des DRK-Kreisverbandes zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nAuffrischimpfungen &#8211; auch Dritt- oder &#8222;Boosterimpfungen&#8220; genannt &#8211; haben das Ziel, den Impfschutz f\u00fcr Personen bei Bedarf noch einmal zu optimieren. Gem\u00e4\u00df den Empfehlungen der St\u00e4ndigen Impfkommission (STIKO) werden Auffrischimpfungen prinzipiell f\u00fcr Personen ab einem Alter von 70 Jahren sowie f\u00fcr Bewohnerinnen und Bewohner oder Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen f\u00fcr \u00e4ltere Menschen empfohlen. Auch f\u00fcr Pflegepersonal und andere Besch\u00e4ftigte in Einrichtungen der Pflege sowie f\u00fcr Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt gibt es eine entsprechende Empfehlung.<br \/>\nMenschen mit erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr einen schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung sowie Personen mit starker Immunschw\u00e4che wird eine Booster-Impfung ebenfalls empfohlen. F\u00fcr die genannten Personengruppen gilt, dass die Auffrischimpfungen fr\u00fchestens sechs Monate nach der vorherigen Grundimmunisierung erfolgen sollten.<br \/>\nZudem ruft das Gesundheitsamt Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson &amp; Johnson geimpft wurden, zu einer Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) auf. Diese Impfung dient ebenfalls der Optimierung des Impfschutzes und ist hier im Abstand von vier Wochen nach der Impfung mit Johnson &amp; Johnson m\u00f6glich. Denn beim Vergleich der Schutzwirkung der Impfstoffe nach vollst\u00e4ndiger Impfung zeige sich nach Angaben der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung, dass die meisten Infektionen trotz Impfung f\u00fcr Personen gemeldet werden, die einmalig mit dem Impfstoff von Johnson &amp; Johnson geimpft wurden.<br \/>\nF\u00fcr Personen, die vor oder nach einer Grundimmunisierung eine laborbest\u00e4tigte Corona-Infektion durchgemacht haben, wird derzeit keine Auffrischimpfung empfohlen. Das gilt unabh\u00e4ngig von dem verwendeten Impfstoff.<br \/>\n&#8222;Prinzipiell dienen die Booster-Impfungen insgesamt dazu, einem nachlassenden Immunschutz entgegenzuwirken&#8220;, erkl\u00e4rte Amts\u00e4rztin Dr. Birgit Wollenberg. &#8222;Solche Auffrischimpfungen sind auch bei anderen Krankheiten wie beispielsweise Tetanus \u00fcblich. Zudem werden die Empfehlungen zur Drittimpfung kontinuierlich von der STIKO anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse gepr\u00fcft.&#8220;<br \/>\nBei der Frage, wer Anspruch auf eine Booster-Impfung hat, halte man sich strikt an die STIKO-Empfehlungen. Auch weil eine Virus-Infektion trotz Impfung m\u00f6glich ist, bleibt die Impfung ein entscheidendes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie.<br \/>\n&#8222;Ziel einer Impfung ist es ja auch, schwere Verl\u00e4ufe, Tod und Langzeitfolgen so weit wie m\u00f6glich zu reduzieren&#8220;, betonte Wollenberg. &#8222;Hierzu leistet die Impfung einen wichtigen Beitrag.&#8220;<br \/>\nDie Wahrscheinlichkeit, dass eine Person sich trotz vollst\u00e4ndiger Impfung infiziere, sei signifikant vermindert. Dar\u00fcber hinaus sei die Virusausscheidung bei infizierten Personen mit Impfung k\u00fcrzer als bei ungeimpften Personen mit Infektion. &#8222;Gerade vor dem Hintergrund, dass Millionen von Menschen die Impfungen gut vertragen haben, steht hier der Nutzen deutlich \u00fcber dem Risiko&#8220;, bekr\u00e4ftigte Wollenberg.<br \/>\nSeit dem 1. Oktober 2021 wurden bis Dienstag (9. November) insgesamt 4.591 Impfungen gegen das Corona-Virus durch mobile Impfteams in Zust\u00e4ndigkeit des Gesundheitsamts Marburg durchgef\u00fchrt. Davon entfallen 1.136 auf Erstimpfungen, 895 auf Zweitimpfungen sowie 2.560 auf Auffrischungsimpfungen. Eine \u00dcbersicht \u00fcber die bisher geplanten Impfaktionen des Gesundheitsamts mit mobilen Teams<br \/>\n&#8211; darunter auch mit dem Impfbus &#8211; findet sich auf <a href=\"http:\/\/www.lkmb.de\/impfaktion\">www.lkmb.de\/impfaktion<\/a> unter dem Stichwort &#8222;Impfaktionen: Termine&#8220;.<br \/>\nNoch bis April 2022 werden die mobilen Teams im Einsatz sein, solange \u00fcbernehmen Bund und L\u00e4nder die Kosten f\u00fcr die mobilen Teams. Danach gehen die Impfungen komplett in die Hand der niedergelassenen \u00c4rztinnen und \u00c4rzte \u00fcber.<br \/>\nWollenberg appellierte auch an vollst\u00e4ndig geimpfte Personen, trotzdem weiter die g\u00fcltigen Hygieneregeln einzuhalten: &#8222;Auch geimpfte Personen k\u00f6nnen das Virus noch verbreiten und somit andere Menschen infizieren. Deshalb ist auch weiter Vorsicht geboten, um sich und andere zu sch\u00fctzen. Nat\u00fcrlich gerade auch im Hinblick auf die Gefahr f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Menschen wie beispielsweise immungeschw\u00e4chte Personen.&#8220;<br \/>\nDaher sei es trotz Impfung auch weiter sinnvoll sich testen zu lassen, wenn man Symptome hat oder ein Selbsttest positiv ausf\u00e4llt. Dann ist der Corona-Test f\u00fcr Betroffene auch weiterhin kostenlos. Die Corona-Hotline des Landkreises Marburg-Biedenkopf ist unter der Telefonnummer 06421\/8895-1000 zu erreichen.<br \/>\nDort steht das Gesundheitsamt montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 14 Uhr f\u00fcr Fragen und Anliegen rund um das Thema Corona zur Verf\u00fcgung. Fragen zum Thema Impfen nimmt das Gesundheitsamt &#8211; wie gewohnt &#8211; weiterhin montags bis sonntags von 8 bis 16.30 Uhr unter der Telefonnummer 06421\/480-9284 entgegen. Dar\u00fcber, und \u00fcber die E-Mailadresse Impfteam-Corona@marburg-biedenkopf.de, k\u00f6nnen zudem Einrichtungen, die Interesse an einer mobilen Impfaktion haben, Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mobile Impfteams unterst\u00fctzen die Hausarztpraxen bei der Impfkampagne. Darauf hat der Landkreis am Mittwoch (10. 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Daneben bittet der Kreis um einen respektvollen Umgang mit der Mitarbeitenden\u2026","rel":"","context":"In &quot;Soziales&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":11716,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11716","url_meta":{"origin":8106,"position":3},"title":"Schwer vernetzt: Mobile Impfteams auf Tour","date":"19. Januar 2023","format":false,"excerpt":"73.000 Corona-Impfungen hat der Kreis innerhalb von 14 Monaten durchgef\u00fchrt. Im kleinerem Rahmen impft er weiter. Die alte Dame ist zun\u00e4chst noch etwas verunsichert. \"Sie bekommen jetzt gleich ihre Impfung\", beruhigt Juliane Schrakamp. 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