{"id":7969,"date":"2021-10-19T14:32:34","date_gmt":"2021-10-19T12:32:34","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7969"},"modified":"2021-10-19T14:32:34","modified_gmt":"2021-10-19T12:32:34","slug":"viele-ehrenaemter-ulrich-stiehl-mit-bundesverdienstkreuz-geehrt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7969","title":{"rendered":"Viele Ehren\u00e4mter: Ulrich Stiehl mit Bundesverdienstkreuz geehrt"},"content":{"rendered":"<p>Ulrich Stiehl hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. Damit werden 45 Jahre Engagement f\u00fcr Behinderte geehrt. <!--more--><br \/>\nDas Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ist Ulrich Stiehl in Anerkennung seiner um Volk und Staat erworbenen Verdienste verliehen worden. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies \u00fcberreichte die hohe Auszeichnung im Namen von Bundespr\u00e4sident Frank Walter Steinmeier und w\u00fcrdigte das langj\u00e4hrige ehrenamtliche Engagement des Marburgers f\u00fcr seine Mitmenschen und insbesondere f\u00fcr schwerbehinderte Personen.<br \/>\n&#8222;Vieles, was unsere Gesellschaft ausmacht, w\u00e4re ohne das herausragende ehrenamtliche Engagement der B\u00fcrger*innen in der Universit\u00e4tsstadt Marburg nicht m\u00f6glich&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Spies. Stiehl sei einer dieser herausragenden B\u00fcrger.<br \/>\nSeit rund 45 Jahren engagiert sich Stiehl in der Betreuerarbeit von Menschen mit geistiger Behinderung. &#8222;Menschen wie Sie st\u00e4rken unser soziales Gemeinwesen und zeigen eine unsch\u00e4tzbare Vorbildfunktion&#8220;, sagte Spies.<br \/>\nfStiehl wurde 1940 in Kupp im Kreis Oppeln &#8211; damals in Schlesien- geboren. Im Alter von vier Jahren fl\u00fcchtete die Familie nach Pr\u00fcm in die Eifel, wo Stiehl 1960 die Allgemeine Hochschulreife erwarb.<br \/>\nNach seiner Wehrpflicht und einem forstlichen Praktikum begann er mit dem Studium der Forstwissenschaften an der Universit\u00e4t in Hann. M\u00fcnden sowie Freiburg im Breisgau. Er schloss das Forstreferendariat ab und wurde 1968 Forstbeamter.<br \/>\nStiehl engagierte sich aber nicht nur in seinem Beruf, sondern insbesondere auch ehrenamtlich f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Bereits im Jahr 1979 war er ma\u00dfgeblich an der Gr\u00fcndung einer Elternmitarbeit f\u00fcr eine anthroposophische Einrichtung in Echzell-Bingenheim beteiligt und geh\u00f6rte dem Vorstand von 1982 bis 1986 an.<br \/>\n&#8222;Es sind Menschen, die geh\u00f6rt und verstanden werden wollen&#8220;, sagte Stiehl selber \u00fcber seine Beweggr\u00fcnde sich f\u00fcr Menschen mit Behinderung einzusetzen. Er m\u00f6chte Verst\u00e4ndnis schaffen f\u00fcr behinderte Menschen und integrierte sie daher in all seine sozialen und kulturellen ehrenamtlichen T\u00e4tigkeiten und somit in die Gesellschaft und schaffte damit bleibende Ver\u00e4nderungen. Ihm ist es dabei immer wichtig gewesen, dass diese Menschen mit besonderen F\u00f6rderschwerpunkten genauso angesehen werden, wie sie sind.<br \/>\nAb 1999 ist Stiehl auch in der Diakonischen Einrichtung Hephata in Schwalmstadt im Angeh\u00f6rigen- und Betreuerbeirat aktiv. In der Zeit von 2008 bis 2016 \u00fcbernahm er dort die Funktion als Vorsitzender und anschlie\u00dfend das Amt des Schriftf\u00fchrers. Der Schwerpunkt seiner dortigen Arbeit liegt in der ausreichenden Versorgung sowie der Assistenz und der Unterst\u00fctzung behinderter Menschen im Krankenhaus.<br \/>\nStiehl versteht sich hier als Vermittler bei Konflikten zwischen der Einrichtung und Angeh\u00f6rigen. Dabei werden Themen wie Freizeitgestaltung der Bewohner, Hygiene, W\u00e4sche sowie Ern\u00e4hrung behandelt.<br \/>\nZudem gr\u00fcndete Stiehl den F\u00f6rderverein des Angeh\u00f6rigen- und Betreuerbeirats und geh\u00f6rte dem Vorstand von 2007 bis 2012 an. Der F\u00f6rderverein bietet dem Beirat finanzielle Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung seiner Ideen und Veranstaltungen.<br \/>\nSchlie\u00dflich weitete Stiehl sein Engagement 2006 auch auf Bundesebene in der Angeh\u00f6rigenunterst\u00fctzung aus. Er war Gr\u00fcndungsmitglied des Bundesverbands von Angeh\u00f6rigen- und Betreuervertretungen in diakonischen Wohneinrichtungen und \u00fcbernahm bis 2015 die Aufgaben des Schriftf\u00fchrers. Bis Mitte September war er Vorsitzender dieser bundesweiten Vereinigung.<br \/>\nZiel des Bundesverbands ist die Vernetzung der einzelnen Landesverb\u00e4nde und Beir\u00e4te. Martin Petzold vom Vorstand des Bundesverbands w\u00fcrdigte seinen langj\u00e4hrigen Kollegen in einer Ansprache: &#8222;Ich sch\u00e4tze deine Geradlinigkeit und deine Haltung zur Inklusion und wei\u00df aus den vielen Jahren der Zusammenarbeit: Wenn jemand diese Auszeichnung verdient hat, dann du.&#8220;<br \/>\nDes Weiteren ist Stiehl Gr\u00fcndungsmitglied des Landesverbands der Angeh\u00f6rigen- und Betreuervertretungen von christlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe in Hessen und Rheinland-Pfalz und geh\u00f6rt auch hier seit 2009 zum Vorstand. Daneben ist er seit 2005 Mitglied im Vorstand der Gesellschaft f\u00fcr Ethik und Medizin Marburg. Die Gesellschaft kl\u00e4rt ethische Fragen im Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung und zeigt L\u00f6sungsans\u00e4tze, besonders im Bereich der Medizin auf.<br \/>\nZu seinem Engagement im sozialen Bereich kommen noch seine Aktivit\u00e4ten im kulturellen Bereich hinzu. Zwischen 1974 und 1994 war Stiehl in der Schlossgruppe Hungen engagiert, die das Schloss Hungen sanierte. Das Ziel dieses Projekts war einerseits eigenen Wohnraum zu schaffen, aber auch einen Begegnungsort einzurichten.<br \/>\nHeute gibt es dort neben 23 Wohnungen auf 350 Quadratmetern Gemeinschaftsr\u00e4ume, die neben der Nutzung durch die Eigent\u00fcmer*innen auch f\u00fcr \u00f6ffentliche Veranstaltungen genutzt und gemietet werden k\u00f6nnen. Bis heute ist Stiehl im Freundeskreis der Schlossgruppe Hungen aktiv.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus trat Stiehl im Jahr 1998 in den Verein Marburger Konzertchor ein und \u00fcbernahm bis 2004 die Kassenf\u00fchrung. Auch hier setzte Stiehl sein pers\u00f6nliches Ziel der Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft um und erm\u00f6glichte ihnen regelm\u00e4\u00dfige Besuche der Konzerte.<br \/>\nVon 2005 bis 2015 war Stiehl dar\u00fcber hinaus G\u00e4stef\u00fchrer in der Universit\u00e4tsstadt Marburg sowie f\u00fcr vier Jahre Sprecher des Arbeitskreises der Marburger G\u00e4stef\u00fchrer. Auch hier war er verantwortlich f\u00fcr die Kasse.<br \/>\nSeit 2006 ist er zudem Kassenwart im Freundeskreis Alter Botanischer Garten und war unter anderem an den Gespr\u00e4chen zum Neubau der Universit\u00e4tsbibliothek am Rande des Alten Botanischen Gartens beteiligt. Ebenfalls organisierte Stiehl Veranstaltungen f\u00fcr den Verein.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich Stiehl hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. 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