{"id":7920,"date":"2021-10-11T18:32:48","date_gmt":"2021-10-11T16:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7920"},"modified":"2021-10-11T18:32:48","modified_gmt":"2021-10-11T16:32:48","slug":"neue-filme-alte-marburger-dokunente-krisenfest-aufbewahrt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7920","title":{"rendered":"Neue Filme: Alte Marburger dokunente krisenfest aufbewahrt"},"content":{"rendered":"<p>Historische Marburger Dokumente werden f\u00fcr die Ewigkeit aufbewahrt. Ratsprotokolle und Stadtb\u00fccher kommen in gesch\u00fctzte &#8222;Bundessischerungsverfilmung&#8220;. <!--more--><br \/>\nIm Stadtarchiv der Universit\u00e4tsstadt Marburg werden zahllose historische Dokumente aufbewahrt. Urkunden, Adressb\u00fccher, Karten und Zeugnisse der Verwaltung und der Politik dienen Forschenden als Quellen. Die Ratsprotokolle von 1523 bis 1835 und das Marburger Stadtbuch von 1357 bis 1609 wurden nun von der Bundessicherungsverfilmung ausgew\u00e4hlt und digitalisiert.<br \/>\n&#8222;Diese Zeugnisse aus der Marburger Geschichte werden nun f\u00fcr die Ewigkeit aufbewahrt&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. Wer entschied im 16. Jahrhundert im Rat der Stadt mit? Wer fehlte bei Sitzungen? Welche Themen wurden besprochen?<br \/>\ndas ist in den historischen Schriften im Stadtarchiv verzeichnet und nun f\u00fcr die Zukunft gesichert. &#8222;Unsere Ratsprotokolle und Stadtb\u00fccher wurden von der Bundessicherungsverfilmung ausgew\u00e4hlt und digitalisiert&#8220;, berichtete Spies. &#8222;Sie werden nun auf Mikrofilm gespeichert und im Barbarastollen eingelagert.&#8220;<br \/>\nDas bedeutet, dass die Marburger Schriften auf dem langzeitstabilen Medium Mikrofilm in speziellen Beh\u00e4ltern zusammen mit anderen bedeutsamen historischen Dokumenten im zentralen Bergungsort Deutschlands eingelagert werden. &#8222;Auch die deutschen Kommunalarchive &#8211; wie unser Stadtarchiv &#8211; lagern wertvolles Schriftgut, das die politische, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung unserer Geschichte dokumentiert&#8220;, erkl\u00e4rte Stadtarchiv-Leiterin Sandra Baumgarten. Die Schriften sind Unikate; ein Verlust w\u00fcrde erhebliche \u00dcberlieferungsl\u00fccken in der Geschichte an nachfolgende Generationen bedeuten.<br \/>\nUnter Federf\u00fchrung des Bundesamts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe l\u00e4sst der Bund daher von den Landesarchiven, der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz und dem Bundesarchiv seit 1961 Mikrofilmkopien der bedeutsamsten Archivalien anfertigen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten.<br \/>\n&#8222;Konkret hei\u00dft das: es werden einzigartige Schriftst\u00fccke gesichert wie mittelalterliche Handschriften oder auch Verwaltungsdokumente, die auf besondere Weise historische Zusammenh\u00e4nge dokumentieren&#8220;, erl\u00e4uterte Baumgarten. F\u00fcr die Verwaltungsdokumente aus Marburg hat Baumgarten eine Bewerbung f\u00fcr die Bundessicherungsverwahrung geschrieben. Kaum eine Stunde nach Versenden der Mail sei ein Anruf aus Wiesbaden gekommen mit der Frage, ob die B\u00fccher schon am n\u00e4chsten Tag gebracht werden k\u00f6nnten. Wenig sp\u00e4ter waren dann 58 B\u00e4nde mit insgesamt 41.000 Seiten Marburger Geschichte auf dem Weg in die Landeshauptstadt.<br \/>\n&#8222;F\u00fcr unser kleines Archiv ist es etwas ganz Besonderes, dass wir ausgew\u00e4hlt wurden&#8220;, freute sich die Archivarin. &#8222;Die B\u00fccher wurden auf einem ganz neuen V-Scanner eingescannt. Der passt sich so an die Buchseiten an, dass der Buchr\u00fccken nicht besch\u00e4digt wird.&#8220;<br \/>\nDie schonende Digitalisierung trage au\u00dferdem dazu bei, dass Archivalien k\u00fcnftig geschont werden, weil Interessenten nicht mehr ins Original schauen, sondern die Dokumente digital einsehen k\u00f6nnen. &#8222;Die gescannten Buchseiten sind jetzt nicht nur im Barbarastollen eingelagert&#8220;, berichtete die Archivarin. &#8222;Sie sind auch im Internet kostenlos und frei zug\u00e4nglich.&#8220;<br \/>\nDie Bildqualit\u00e4t sei so gut, dass die Seiten problemlos vergr\u00f6\u00dfert und somit besser als im Buch gelesen werden k\u00f6nnten, &#8222;sofern man die Schrift lesen kann und die altert\u00fcmliche deutsche Sprache auch inhaltlich versteht&#8220;. Die Marburger B\u00fccher waren rund drei Monate in der Au\u00dfenstelle der Bundessicherungsverfilmung im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden. Nun sind die historischen Dokumente zur\u00fcck im Marburger Stadtarchiv, wo sie &#8211; vorsichtig mit wei\u00dfen Handschuhen ber\u00fchrt &#8211; wieder sicher verwahrt werden.<br \/>\n&#8222;Ich freue mich, dass wir die wertvollen B\u00fccher zur\u00fcckhaben, dass ihr Inhalt erhalten bleiben wird und dass wir sie nun der breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich machen k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Spies. Er schaltete beim Besuch im Stadtarchiv die digitalisierten Dokumente auf der Website <a href=\"http:\/\/arcinsys.hessen.de\">arcinsys.hessen.de<\/a> frei, wo sie nun neben vielen weiteren Digitalisaten aus dem Marburger Stadtarchiv zu finden sind und wo der Oberb\u00fcrgermeister aus Sitzungen mit Heinrich Spie\u00df und weiteren Stadtr\u00e4ten aus dem 18. Jahrhundert lesen konnte.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historische Marburger Dokumente werden f\u00fcr die Ewigkeit aufbewahrt. 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