{"id":7755,"date":"2021-09-14T17:19:13","date_gmt":"2021-09-14T15:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7755"},"modified":"2021-09-14T17:19:13","modified_gmt":"2021-09-14T15:19:13","slug":"zwei-verbuendete-uni-und-mpi-feiern-30-jahre-forschungskooperation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7755","title":{"rendered":"Zwei Verb\u00fcndete: Uni und MPI feiern 30 Jahre Forschungskooperation"},"content":{"rendered":"<p>Das Marburger Max-Planck-Institut (MPI) feiert sein 30-j\u00e4hriges Bestehen. Ebenso lange w\u00e4hrt auch die Kooperation mit der Philipps-Universit\u00e4t. <!--more--><br \/>\n1991 wurde das Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie auf Betreiben des Mikrobiologen Prof. Dr. Rudolf K. Thauer gegr\u00fcndet. Heute geh\u00f6rt Marburg weltweit zu den attraktiven Forschungsstandorten f\u00fcr Mikrobiologie. Das ist auch das Ergebnis einer sehr erfolgreichen und langj\u00e4hrigen Partnerschaft mit der Philipps-Universit\u00e4t.<br \/>\nIm Zentrum des MPI f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie stehen die Mikroorganismen. Sie sind die am weitesten verbreitete Lebensform auf der Erde. Mikroorganismen sind nicht nur allgegenw\u00e4rtig und pr\u00e4gen damit das Leben jedes einzelnen Menschen; sie sind auch der Schl\u00fcssel zu Antworten auf dr\u00e4ngende Fragen der Menschheit zu Ern\u00e4hrung, Gesundheit und zum globalen Klima.<br \/>\nAls Forschungsobjekte stehen Mikroorganismen im Fokus einer weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft, in der Marburg eine wichtige Rolle spielt. &#8222;Die transdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen des Max-Planck-Instituts und der Philipps-Universit\u00e4t hat zu Forschungsergebnissen gef\u00fchrt, die wegweisend f\u00fcr die jeweilige Disziplin der Lebenswissenschaften waren&#8220;, sagte Universit\u00e4tspr\u00e4sidentin Prof. Dr. Katharina Krause. &#8222;Diese Ergebnisse sind durch die sehr gute Zusammenarbeit zustande gekommen, unterst\u00fctzt auch durch modernste Ausstattung, die den Arbeitsgruppen beider Institutionen zur Verf\u00fcgung steht.&#8220;<br \/>\nZahlreiche junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt zieht es nach Marburg wie den 33-j\u00e4hrigen Max-Planck-Forschungsgruppenleiter Georg Hochberg, der nach seinem Studium in Oxford und seiner Promotion in Chicago nach Marburg kam. &#8222;An Marburg reizte mich die sehr spannende Biochemie, die hier stattfindet und die meine Forschung in v\u00f6llig neue Richtungen gef\u00fchrt hat&#8220;, erkl\u00e4rte er. &#8222;Marburg hat auch eine gro\u00dfartige und stimmige Mischung aus jungen und \u00e4lteren Gruppen, die zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterst\u00fctzen.&#8220;<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sind die zahlreichen Kooperationen ein fruchtbarer Boden f\u00fcr die F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Programm der International Max Planck Research School (IMPRS-Mic) bietet eine interdisziplin\u00e4re Ausbildung und Betreuung durch zugewiesene Mentorinnen und Mentoren aus MPI und Universit\u00e4t. Forschungsprojekte k\u00f6nnen in den Labors des MPI, im Zentrum f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) oder in der Universit\u00e4t durchgef\u00fchrt werden.<br \/>\nDer Doktortitel wird von der Philipps-Universit\u00e4t verliehen. Ein wichtiges Bindeglied zwischen MPI und Universit\u00e4t ist das Zentrum SYNMIKRO. Im Jahr 2010 auf Betreiben der Max-Planck-Direktorinnen Prof. Dr. Lotte S\u00f8gaard-Andersen und Prof. Dr. Regine Kahmann und den Universit\u00e4ts-Professoren Roland Lill und Bruno Eckhardt mit Unterst\u00fctzung durch die damalige Vize-Pr\u00e4sidentin Prof. Dr. Katharina Krause eingerichtet, entwickelte es sich zu einem der weltweit gr\u00f6\u00dften Zentren synthetisch-mikrobiologischer Forschung.<br \/>\nSeit 2019 wird das ehemalige LOEWE-Zentrum von der Philipps-Universit\u00e4t gemeinsam mit dem MPI verstetigt betrieben. Derzeit wird der SYNMIKRO-Neubau, einer der gro\u00dfen neuen Forschungsbauten in Hessen und vom Wissenschaftsrat l\u00e4nder\u00fcbergreifend als besonders f\u00f6rderungsw\u00fcrdig eingestuft, von den Arbeitsgruppen bezogen.<br \/>\n&#8222;Das Zentrum SYNMIKRO mit seinem Forschungsneubau, der Arbeitsgruppen der UMR und des Max-Planck-Instituts unter einem Dach beherbergt, ist ein deutschlandweit einzigartiges Modell f\u00fcr die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen einer Universit\u00e4t und einer au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtung&#8220;, erkl\u00e4rte die die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende SYNMIKRO-Direktorin Prof. Dr. Anke Becker. &#8222;Durch SYNMIKRO wurde die mikrobiologische Forschung in Marburg um das aufstrebende Gebiet der Synthetischen Biologie erweitert, mit den Zielen, das dynamische Zusammenspiel der Komponenten mikrobiologischer Systeme quantitativ zu verstehen und synthetische Systeme f\u00fcr Grundlagenforschung und Anwendung zu bauen.&#8220;<br \/>\nMit dem Projekt &#8222;Zukunftszentrum Mikrokosmos Erde&#8220; entsteht mit Unterst\u00fctzung des Landes Hessen ein weiteres neuartiges Kooperationsformat zwischen dem MPI f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie und der Universit\u00e4t. Mit der Einrichtung des Zentrums soll herausragenden Nachwuchstalenten auf dem Gebiet der Mikrobiologie die M\u00f6glichkeit gegeben werden, neue Themen zu entwickeln und ihr eigenes Forschungsfeld zu etablieren.<br \/>\n&#8222;Das mehrj\u00e4hrige Projekt soll die erfolgreiche Entwicklung Marburgs zu einem Ort der mikrobiologischen Spitzenforschung sichern und eine kommende Generation exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewinnen&#8220;, erkl\u00e4rte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende MPI-Direktor Prof. Dr. Tobias Erb. Der Mitinitiator des Projekts f\u00fchrte weiter aus: &#8222;Im Rahmen des neuen Zukunftszentrums ergibt sich eine einzigartige Chance, die erfolgreiche Kollaboration mit der Universit\u00e4t, die mit Rolf Thauer begann, gemeinsam in eine neue Zukunft zu f\u00fchren. Zusammen wollen wir verstehen, wie Mikroorganismen mit ihrer Umwelt im Gleichgewicht stehen, um daraus neue Wege f\u00fcr eine nachhaltigere und ges\u00fcndere Welt von morgen zu entwickeln, getreu dem Motto von Max Planck: Dem Anwenden muss das Erkennen vorausgehen.&#8220;<br \/>\nDas Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie wurde 1991 gegr\u00fcndet, Gr\u00fcndungsdirektor war Dr. Rudolf K. Thauer, Professor f\u00fcr Mikrobiologie an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Die ersten beiden Abteilungen wurden 1991 eingerichtet.<br \/>\nDabei handelte es sich um die Abteilung &#8222;Biochemie&#8220; (unter der Leitung von Rudolf K. Thauer) und die Abteilung &#8222;Biogeochemie&#8220;, die von Ralf Conrad geleitet wurde. Heute wird die Forschung am Institut in vier Abteilungen ausgef\u00fchrt. Die Direktorinnen und Direktoren der vier Abteilungen, Helge Bode (Abteilung &#8222;Naturstoffe in Organismischen Interaktionen&#8220;), Lotte S\u00f8gaard-Andersen (Abteilung &#8222;\u00d6kophysiologie&#8220;), Victor Sourjik (Abteilung &#8222;System- und Synthetische Mikrobiologie&#8220;) und Tobias Erb (Abteilung &#8222;Biochemie und Synthetischer Metabolismus&#8220;) sind wissenschaftliche Mitglieder der Max-Planck-Gesellschaft.<br \/>\nZus\u00e4tzlich beherbergt das Institut drei Max-Planck-Forschungsgruppen, zwei Emmy Noether-Forschungsgruppen, vier abteilungsunabh\u00e4ngige Forschungsgruppen, drei Emeriti und zwei Max-Planck-Fellows. Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktor in den Jahren 2021 bis 2023 ist Tobias Erb.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Marburger Max-Planck-Institut (MPI) feiert sein 30-j\u00e4hriges Bestehen. 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