{"id":7525,"date":"2021-08-07T12:28:29","date_gmt":"2021-08-07T10:28:29","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7525"},"modified":"2021-08-07T12:28:29","modified_gmt":"2021-08-07T10:28:29","slug":"bald-angekommen-gemeinsame-beratung-fuer-diskriminierungsopfer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7525","title":{"rendered":"Bald angekommen: Gemeinsame Beratung f\u00fcr Diskriminierungsopfer"},"content":{"rendered":"<p>Vier mittelhessische Kommunen wollen den Zusammenhalt der Gesellschaft st\u00e4rken. Gemeinsam bieten sie deshalb eine unabh\u00e4ngige Beratung f\u00fcr Diskriminierungsopfer an. <!--more--><br \/>\nDen Zusammenhalt der Gesellschaft st\u00e4rken m\u00f6chten vier mittelhessische Kommunen mit einem gemeinsamen Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein &#8222;Antidiskriminierung Mittelhessen&#8220; erreichen. Gemeinsam m\u00f6chten sie eine mobile Beratungsstelle f\u00fcr Mittelhessen aufbauen. Geplant sind zun\u00e4chst Beratungsangebote in Marburg und Gie\u00dfen.<br \/>\nMit Erhalt des F\u00f6rderbescheids vom Land Hessen beginnt nun der Aufbau der Beratungsstelle. Sie soll schnellstm\u00f6glich an den Start gehen.<br \/>\n&#8222;Diskriminierung grenzt Einzelne oder Gruppen wegen vermeintlicher oder tats\u00e4chlicher Merkmale aus und spaltet die Gesellschaft&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies.Dem m\u00f6chten die Stadt Marburg, die Stadt Gie\u00dfen, der Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Landkreis Gie\u00dfen mit dem Aufbau einer mobilen Beratungsstelle f\u00fcr Mittelhessen begegnen. Die Stelle soll nicht nur Betroffene von Diskriminierung unabh\u00e4ngig beraten und begleiten. Sie soll auch aufkl\u00e4ren, benachteiligende Strukturen sichtbar machen und Pr\u00e4vention betreiben.<br \/>\nIm Blickfeld der neuen Beratungsstelle stehen alle Dimensionen von Diskriminierungen auch \u00fcber die im Allgemeinen Gleichheitsgesetz (AGG) genannten Merkmale hinaus. &#8222;Damit reagieren wir auf den steigenden Bedarf einer horizontal und mehrdimensional ausgerichteten Antidiskriminierungsarbeit&#8220;,erl\u00e4uterte Spies. &#8222;Der Bedarf wird nicht nur in verschiedenen Fachdiensten der Kommunen deutlich; er manifestiert sich auch in den zivilgesellschaftlichen Organisationen von Betroffenen.&#8220;<br \/>\nDie Gie\u00dfener Landr\u00e4tin Anita Schneider freute sich, &#8222;dass der Ansto\u00df des Ausl\u00e4nderbeirates Landkreis Gie\u00dfen zu diesem Beratungsangebot in Gie\u00dfen und Marburg f\u00fchrte. Dies ist ein wichtiges Angebot mit Blick auf die Berichte der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Danach werden immer mehr Diskriminierungen gemeldet. Menschen werden vor allem aus rassistischen Motiven immer h\u00e4ufiger benachteiligt. Zudem ist es aus meiner Sicht gut, dass nicht die Kommunen Tr\u00e4ger dieser mobilen Beratungsstelle sind, da es auch einen objektiven Blick auf die Verwaltungen braucht.&#8220;<br \/>\nDer Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow erg\u00e4nzte: &#8222;Diskriminierung betrifft alle, ob Alt oder Jung, ob in der Stadt oder auf dem Land. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Diskriminierung kein Thema sein muss. Deswegen ist neben der Beratungsarbeit auch die Pr\u00e4vention und das Sensibilisieren f\u00fcr bewusste oder auch unbewusste Diskriminierungen, die f\u00fcr die betroffenen Menschen schwer und dauerhaft belastend sein kann, ein wichtiges Anliegen.&#8220;<br \/>\nDie Gie\u00dfener Stadtr\u00e4tin Astrid Eibelsh\u00e4user f\u00fcgte hinzu: &#8222;F\u00fcr uns ist wichtig, Menschen, die Diskriminierung erleben, eine qualifizierte Begleitung in der Region anzubieten und sie bei der Verarbeitung ihrer Erfahrungen und der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterst\u00fctzen. Mit all diesen Akteurinnen und Akteuren wollen der Verein &#8222;Antidiskriminierung Mittelhessen&#8220; (ADM) und die neue Beratungsstelle eng zusammenarbeiten.<br \/>\n&#8222;Wir wollen nicht in Konkurrenz zu bisherigen Akteur*innen in diesem Feld treten&#8220;, , betonte die stellvertretende ADM-Vorsitzende Dr. Antje van Elsbergen. &#8222;Wir wollen eine Erg\u00e4nzung bieten, die nach dem horizontalen Ansatz alle Diskriminierungsmerkmale im Blick hat, um Betroffenen die bestm\u00f6gliche Beratung und Begleitung anbieten zu k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nAuch mit der Antidiskriminierungsberatung des Landes Hessen ADiBe, die bisher in Frankfurt und Kassel angeboten wurde und nun auch im Regierungsbezirk Gie\u00dfen aufgebaut werden soll, wird eine enge Kooperation angestrebt. Erste Gespr\u00e4che dazu wurden bereits gef\u00fchrt.<br \/>\nFinanziert wird die Stelle aus Eigenmitteln der beteiligten Landkreise Gie\u00dfen und Marburg-Biedenkopf, der Universit\u00e4tsst\u00e4dte Gie\u00dfen und Marburg sowie durch eine F\u00f6rderung des Landes Hessen aus Mitteln der &#8222;Interkommunalen Zusammenarbeit&#8220;. Der Verein ADM \u00fcbernimmt den Aufbau und Betrieb der Beratungsstelle. Unterst\u00fctzt wird er dabei von einem starken Netzwerk zivilgesellschaftlicher Organisationen, die Mitglied im Verein sind oder sich im Antidiskriminierungsnetzwerk ADiNet Mittelhessen engagieren.<br \/>\nDas Land Hessen f\u00f6rdert die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) von Kommen f\u00fcr gemeinsame Projekte. Damit sollen die Zusammenarbeit der Kommunen ausgebaut, ihre Dienstleistungen verbessert und auch Finanzmittel durch Synergieeffekte eingespart werden. Die H\u00f6he der F\u00f6rderung ist abh\u00e4ngig von der Anzahl der kooperierenden Kommunen.<br \/>\nDie Mittel kommen aus dem kommunalen Finanzausgleich und werden im Finanzministerium verwaltet. Den Aufbau und Betrieb der Antidiskriminierungsberatung in Mittelhessen f\u00f6rdert das Land mit 100.000 Euro in f\u00fcnf Jahren.<br \/>\nDie vier beteiligten Kommunen hatten eine Kooperationsvereinbarung zum Umsetzung des Projekts abgeschlossen. Der Antrag auf F\u00f6rdermittel wurde federf\u00fchrend von der Universit\u00e4tsstadt Marburg gestellt, die dann auch den Verein ADM mit der Umsetzung des Projekts beauftragt hat.<br \/>\nDer Verein ADM wurde im Juni 2019 gegr\u00fcndet, Mitglieder sind die Landkreise Gie\u00dfen und Marburg-Biedenkopf, die Universit\u00e4tsst\u00e4dte Gie\u00dfen und Marburg, Vereine und Organisationen der Zivilgesellschaft, von Diskriminierung betroffene Gruppen sowie Einzelpersonen. Ein starker Impuls zur Gr\u00fcndung ging vom Ausl\u00e4nderbeirat des Landkreises Gie\u00dfen und weiteren Ausl\u00e4nderbeir\u00e4ten der Region aus.<br \/>\nDerzeit hat der Verein 36 Mitglieder. Im Vorstand dominiert die Zivilgesellschaft, die Kommunen sind dort mit Beisitzer*innen vertreten.<br \/>\nDas Antidiskriminierungsnetzwerk AdiNet Mittelhessen wird getragen vom Landkreis Gie\u00dfen, der Vorstand von ADM fungiert als Lenkungsgruppe. Das Projekt will durch Vernetzung von Akteur*innen der Region ein starkes B\u00fcndnis gegen alle Formen der Diskriminierung aufbauen.<br \/>\nGemeinsam wollen die Netzwerkpartner*innen ihre Erfahrungen und Ressourcen einsetzen, um Diskriminierung sichtbarer zu machen und zu bek\u00e4mpfen. Das geschieht zum Beispiel durch gemeinsame Veranstaltungen, Kampagnen, Empowerment-Workshops und einen monatlich erscheinenden Newsletter. Das AdiNet wird gef\u00f6rdert durch die Antidiskriminierungsstelle des Landes Hessen beim Ministerium f\u00fcr Soziales und Integration (HMSI).<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier mittelhessische Kommunen wollen den Zusammenhalt der Gesellschaft st\u00e4rken. 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