{"id":75,"date":"2017-01-17T12:50:00","date_gmt":"2017-01-17T11:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=75"},"modified":"2017-02-04T11:08:51","modified_gmt":"2017-02-04T10:08:51","slug":"63-mal-zugelangt-aktionsplan-2017-zur-behindertenrechtskonvention-m","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=75","title":{"rendered":"63-mal zugelangt: Aktionsplan 2017 zur Behindertenrechtskonvention"},"content":{"rendered":"<p>Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) formuliert die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebenssituationen als Ziel der Weltgemeinschaft. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies hat am Donnerstag (12. Januar) im Rathaus mit dem &#8222;Aktionsplan 2017&#8220; ein umfassendes Handlungskonzept f\u00fcr Marburg vorgestellt, um die Teilhabe in der Universit\u00e4tsstadt Marburg in vielen Bereichen noch weiter zu verbessern. <!--more--><br \/>\n&#8222;Die Menschen sind nicht behindert; sie werden h\u00f6chstens behindert&#8220;, sagte Spies. &#8222;Wir wollen aber, dass in Marburg alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger gleichberechtigt und chancengleich leben k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nDer Aktionsplan 2017 sei dabei ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das Konzept wurde im Auftrag des Magistrats mit Unterst\u00fctzung des Behindertenbeirats von der st\u00e4dtischen Sozialplanung und der Projektgruppe aus Mitgliedern des Behindertenbeirats, externen Fachleuten und Verantwortlichen der Stadtverwaltung erarbeitet.<br \/>\n&#8222;Um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu steigern, haben wir in neun Handlungsfeldern zahlreiche Handlungsans\u00e4tze entwickelt und konkrete Ziele formuliert&#8220;, erl\u00e4uterte die Sozialplanerin Monique Meier. &#8222;Durch die beeindruckende Beteiligung vieler konnten wir sehr verschiedene Ansatzpunkte, Ideen und Wirkungsfelder identifizieren.&#8220; Mit der schrittweisen Umsetzung des Aktionsplans sei bereits begonnen worden.<br \/>\nSpies erinnerte daran, dass 2015 ein Teilhabebericht vorgelegt wurde, der aufgezeigt hat, was es in Marburg bereits gibt. Schlie\u00dflich fange Marburg nicht bei null an, denn es gebe bereits sehr gute Strukturen, die eine Grundlage f\u00fcr weiteres Vorgehen bilden.<br \/>\nAufbauend auf dem Teilhabebericht, reichen die Zielformulierungen des nun vorgestellten Aktionsplans von einem verbesserten Zugang zur musikalischen Fr\u00fcherziehung, einer Weiterentwicklung von inklusiven au\u00dferschulischen Berufsorientierungsangeboten, der barrierefreien Volkshochschule bis hin zur Sensibilisierung von heimischen Wirtschaftsunternehmen. Auch die Barrierefreiheit von Wohnungen, Geb\u00e4uden, Sportanlagen und des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs (\u00d6PNV) steht im Fokus. Dar\u00fcber hinaus sollen neue inklusive Angebote initiiert werden beispielsweise im Kultur und Freizeitbereich.<br \/>\nDer Aktionsplan umfasst 63 Handlungsans\u00e4tze der st\u00e4dtischen Verwaltung und zahlreicher regionaler Netzwerkakteure. Konkret wird beispielsweise das Kulturprojekt &#8222;Join the Band&#8220; nach inklusiven Gesichtspunkten neu konzipiert,<br \/>\nAu\u00dferdem werden Standards f\u00fcr Angebote der ambulanten Pflege sowie f\u00fcr eine inklusive B\u00fcrgerbeteiligung entwickelt. Der Behindertenbeirat hat eine Checkliste zur Durchf\u00fchrung barrierefreier Veranstaltungen entwickelt. Anlagen zu Bewilligungsbescheiden in Leichter Sprache &#8211; beispielsweise zu Sozialhilfe und Wohnhilfe &#8211; entwirft der st\u00e4dtische Fachbereich Arbeit, Soziales und Wohnen.<br \/>\nAn der Entwicklung des Aktionsplans beteiligt haben sich unter anderem die Agentur f\u00fcr Arbeit, die Deutsche Blindenstudienanstalt (BliStA), der Verein Frauennotruf, die Gemeinn\u00fctzige Wohnungsbau GmbH GeWoBau, der Integrationsfachdienst, die Musikschule Marburg, das KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf (KJC), die Stadtwerke Marburg (SWM) und die Philipps-Universit\u00e4t. Von Seiten der Stadtverwaltung beteiligten sich \u00fcber 20 Fachdienste aller Fachbereiche wie etwa Sport, Schule, Kultur, Soziale Leistungen, Kinderbetreuung, Jugendf\u00f6rderung und Bauamt.<br \/>\nMitglieder der Projektgruppe hoben hervor, dass es das Ziel sei, dass Menschen mit Behinderung weitgehend so uneingeschr\u00e4nkt leben k\u00f6nnen wie Menschen ohne Behinderung. Vieles habe sich in Marburg in der Vergangenheit schon gut entwickelt, wobei beachtet wird, dass es viele unterschiedliche Bed\u00fcrfnisse gibt. Blinde ben\u00f6tigen beispielsweise abgrenzende Kanten, die Rollstuhlfahrende aber nicht wollen.<br \/>\n&#8222;Weil wir voneinander wissen, kann das ber\u00fccksichtigt werden&#8220;, hie\u00df es. Pofitieren werde die gesamte Stadtgesellschaft. Das gelte etwa bei der Barrierefreiheit auch f\u00fcr Eltern mit Kinderwagen oder bei Verwaltungsbescheiden in Leichter Sprache f\u00fcr Menschen, die nicht gut deutsch sprechen.<br \/>\nWie Meier betonte, werden die Fortschritte sehr transparent offen gelegt. \u00dcber die n\u00e4chsten zwei Jahre hinweg berichten die Beteiligten fortlaufend und \u00f6ffentlich \u00fcber die erreichten (Teil-)Ziele. St\u00e4dtische Sozialplanung, Projektgruppe und Behindertenbeirat werden den Prozess eng begleiten.<br \/>\nZum Abschluss soll ein erneuter Teilhabebericht folgen, auf dem dann ein zweiter Aktionsplan fu\u00dfen soll. &#8222;Heute wollen wir einen Einstieg schaffen&#8220;, hob Oberb\u00fcrgermeister Spies abschlie\u00dfend hervor.<br \/>\nAnsprechpartnerin f\u00fcr den Aktionsplan ist Sozialplanerin Monique Meier. Der Aktionsplan ist auf der Internetseite der Stadt Marburg unter<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.marburg.de\/politik-stadtgesellschaft\/stadtpolitik\/sozialpolitik\/sozialplanung-politikberatung\/\">https:\/\/www.marburg.de\/politik-stadtgesellschaft\/stadtpolitik\/sozialpolitik\/sozialplanung-politikberatung\/<\/a> herunterzuladen.<br \/>\n* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) formuliert die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebenssituationen als Ziel der Weltgemeinschaft. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies hat am Donnerstag (12. 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