{"id":7347,"date":"2021-07-07T13:39:00","date_gmt":"2021-07-07T11:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7347"},"modified":"2021-07-07T13:39:00","modified_gmt":"2021-07-07T11:39:00","slug":"respect-forschung-fuer-nachhaltige-biodiversitaet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7347","title":{"rendered":"RESPECT: Forschung f\u00fcr nachhaltige Biodiversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6kosysteme widerstandsf\u00e4higer machen m\u00f6chte die Forschungsgruppe &#8222;RESPECT&#8220;. Darum untersucht sie die nachhaltige Nutzung der W\u00e4lder in Ecuador. <!--more--><br \/>\nDie tropischen Bergregen- und Trockenw\u00e4lder in Ecuador geh\u00f6ren zu den artenreichsten Lebensr\u00e4umen auf der Erde. Doch diese Vielfalt ist bedroht vor allem durch den Klima- und Landnutzungswandel. In der Forschergruppe &#8222;Umweltver\u00e4nderungen in Biodiversit\u00e4ts-Hotspot-\u00d6kosystemen S\u00fcd-Ecuadors: Systemantwort und R\u00fcckkopplungseffekte&#8220; (RESPECT) gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bio- und Geowissenschaften der Frage nach, welche Arten der Landnutzung das \u00d6kosystem vor Ort stabilisieren und welche es bedrohen.<br \/>\nDas Konsortium wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nun in einer zweiten F\u00f6rderphase mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro \u00fcber einen Zeitraum von drei Jahren unterst\u00fctzt. Standen zun\u00e4chst vor allem die Bergregenw\u00e4lder im Fokus, werden sich die Forscherinnen und Forscher in der zweiten F\u00f6rderphase vor allem den Trockenw\u00e4ldern in Ecuador widmen.<br \/>\n&#8222;Die verschiedenen Tropenwaldtypen sind sehr vielf\u00e4ltig und komplex&#8220;, erkl\u00e4rtte Prof. Dr. Nina Farwig. &#8222;Aussagen \u00fcber die Effekte des Klimawandels und der verschiedenen Landnutzungsoptionen waren daher bislang nur sehr begrenzt m\u00f6glich.&#8220;<br \/>\nIn der zweiten F\u00f6rderphase wird sie die Sprecherschaft von Prof. Dr. J\u00f6rg Bendix \u00fcbernehmen. &#8222;Durch unsere Erkenntnisse aus der ersten F\u00f6rderphase und durch Kopplung dreier Modelle haben wir ein lokal angepasstes, biodiversit\u00e4tsinformiertes Landoberfl\u00e4chenmodell entwickelt, welches wir nun auch auf andere Tropenw\u00e4lder anwenden wollen&#8220;, erl\u00e4uterte Farwig.<br \/>\nIn den vergangenen drei Jahren sammelten die Forscherinnen und Forscher in Ecuador Daten zu zwei zentralen \u00d6kosystemfunktionen. Dabei handelt es sich um die Biomasseproduktion und die Wasserfl\u00fcsse. Daf\u00fcr errichteten sie zahlreiche Messstationen in \u00fcber 2.000 Metern H\u00f6he oder nutzen bereits etablierte Messsysteme vor Ort beispielsweise zum Stammwachstum der B\u00e4ume, dem Bodenwasser oder dem Mikroklima.<br \/>\n&#8222;Wir untersuchten beispielsweise auch Aspekte wie die Samenausbreitung durch V\u00f6gel oder den Blattverlust durch herbivore Insekten, denn all dies hat Einfluss auf die Biomasseproduktion&#8220;, berichtete Farwig. Die sich daraus ergebenden Ver\u00e4nderungen der Vegetationseigenschaften und damit der Oberfl\u00e4chenstruktur des \u00d6kosystems f\u00fchren wiederum zu einem ver\u00e4nderten Transport von W\u00e4rme und Wasserdampf in die Atmosph\u00e4re.<br \/>\n&#8222;Diese wichtigen Daten und Erkenntnisse zu den biologischen Prozessen lassen wir in das lokal angepasste Landoberfl\u00e4chenmodell einflie\u00dfen, welches uns hilft, optimierte Szenarien f\u00fcr eine nachhaltige Landnutzung zu entwickeln&#8220;, erl\u00e4uterte Farwig. Der n\u00e4chste Schritt ist nun, das entsprechende Modell auch auf den Trockenwald zu \u00fcbertragen, denn im Trockenwald schwanken die Niederschl\u00e4ge sehr viel st\u00e4rker als im Bergregenwald und es gibt l\u00e4ngere Trockenperioden. Das hat wesentlichen Einfluss auf zentrale \u00d6kosystemfunktionen.<br \/>\n&#8222;Unser Hauptziel ist, unsere zentralen Hypothesen zur Resistenz von \u00d6kosystemen unter verschiedenen Klimawandelszenarien und Landnutzungsoptionen umfassend zu testen, um hier verl\u00e4ssliche Aussagen &#8211;<br \/>\nauch auf andere tropische Hochgebirgsregionen &#8211; treffen zu k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Farwig. So k\u00f6nnen Managementempfehlungen ausgesprochen werden, die \u00d6kosystemen insgesamt widerstandsf\u00e4higer machen und somit dazu beitragen, artenreichen Naturwald zu erhalten.<br \/>\nDie Federf\u00fchrung der Forschungsgruppe liegt bei der Philipps-Universit\u00e4t. Beteiligt sind weiterhin die Justus-Liebig-Universit\u00e4t (JLU) Gie\u00dfen, die Technische Universit\u00e4t (TU) M\u00fcnchen, die Brandenburgische Technische Universit\u00e4t Cottbus-Senftenberg, das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie, das Senckenberg Biodiversit\u00e4t und Klima- Forschungszentrum, die Universit\u00e4t Bayreuth, die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen sowie die Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg.<br \/>\nDie DFG f\u00f6rdert an der Philipps-Universit\u00e4t ebenfalls die Klinische Forschungsgruppe &#8222;Klinische Relevanz von Tumor-Stroma-Interaktionen im Pankreaskarzinom&#8220; (KFO) weiter. Sprecher dieser KFO ist Prof. Dr. Thomas Gress. Die Klinische Leitung hat Prof. Dr. Mathias Lauth.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kosysteme widerstandsf\u00e4higer machen m\u00f6chte die Forschungsgruppe &#8222;RESPECT&#8220;. 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