{"id":7301,"date":"2021-06-30T10:14:40","date_gmt":"2021-06-30T08:14:40","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=7301"},"modified":"2021-06-30T10:14:40","modified_gmt":"2021-06-30T08:14:40","slug":"mehr-strom-startschuss-fuer-aktion-zu-solarenergie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=7301","title":{"rendered":"Mehr Strom: Startschuss f\u00fcr Aktion zu Solarenergie"},"content":{"rendered":"<p>Bei Sonnenenergie von Marburgs D\u00e4chern ist noch viel Strom drin. Darum ruft die Stadt mit den Stadtwerken, Universit\u00e4t und Klima-Gruppen zum Wattbewerb auf. <!--more--><br \/>\nDie Universit\u00e4tsstadt Marburg beteiligt sich am Wattbewerb &#8211; dem bundesweiten Wettbewerb zum Ausbau der Photovoltaik-Leistung. Sieger der St\u00e4dte-Challenge ist die Kommune, die ihre PV-Leistung im Stadtgebiet verdoppelt. Der Wattbewerb in Marburg ist die erste gro\u00dfe gemeinsame Klimaschutz-Aktion von Stadt, Stadtwerken, Philipps-Universit\u00e4t und Klima-Gruppen.<br \/>\nDer Startschuss fiel &#8211; passend zum Thema &#8211; auf einem gro\u00dfen Photovoltaikdach f\u00fcr Mieterstrom der GeWoBau mit Schlossblick.<br \/>\nIm Fr\u00fchjahr 2021 gibt es fast zwei Millionen Solaranlagen in Deutschland mit einer Leistung von rund 54 Gigawatt, sie sorgen f\u00fcr etwa zehn Prozent des Stroms, den Privathaushalte und Industrie zusammen bundesweit verbrauchen. In Marburg werden derzeit rund 19 Megawatt (MWp) Leistung durch Sonnenkraft gewonnen.<br \/>\n&#8222;Wir wollen die PV-Leistung mit dem Wattbewerb in Marburg bis 2024 verdoppeln&#8220;, gab Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies als ambitioniertes Ziel aus. Die gemeinsame Aktion von Stadt, Stadtwerken, Uni und Klima-Gruppen startet in Marburg kurz nach dem Jahrestag des Beschlusses zum Klima-Aktionsplan 2030: Daf\u00fcr haben sich Spies, B\u00fcrgermeister Wieland St\u00f6tzel, Stadtwerke-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Holger Armbr\u00fcster, Klimaschutz-Manager der Philipps-Universit\u00e4t Ralf Orths, GeWoBau-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Rausch, dem st\u00e4dtischen Energieberater Thomas Kopp sowie Demian Botros f\u00fcr Fridays f\u00fcr Future Marburg, Axel Erdmann f\u00fcr die Scientists for Future Marburg sowie Stefanie Mai f\u00fcr Parents for Future zur Pressekonferenz auf dem GeWoBau-Dach vor den Mieterstrom-PV-Anlagen versammelt.<br \/>\n&#8222;Die Aktion soll neuen Schwung in den Ausbau der Photovoltaik bringen&#8220;, erl\u00e4uterte der Oberb\u00fcrgermeister. &#8222;Sie soll die Begeisterung f\u00fcr den Klimaschutz wecken, neue Kooperationen schaffen und den Klimaschutz stadtweit als ,Teamsport&#8216; etablieren f\u00fcr ein nachhaltiges und sozial gerechtes Marburg.&#8220;<br \/>\nDaf\u00fcr eigne sich die Photovoltaik ausgezeichnet. &#8222;Alle k\u00f6nnen mitmachen von der Stadt \u00fcber gro\u00dfe Institutionen, Verwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften und Unternehmen bis zum privaten Engagement, zum Beispiel von Mieter*innen mit speziell zugeschnittenen Mini-Anlagen oder Beteiligungsmodellen&#8220;, erkl\u00e4rte Spies.<br \/>\nF\u00fcr den Strom aus der Kraft der Sonne gibt es in Marburg noch viel Potenzial &#8211; auf gro\u00dfen und kleinen Geb\u00e4uded\u00e4chern, Garagen, Balkonen und freien Fl\u00e4chen. Eine Einsch\u00e4tzung, ob die eigene Fl\u00e4che f\u00fcr die Produktion von Sonnenstrom geeignet ist, gibt das Solarkataster <a href=\"http:\/\/www.energieland.hessen.de\/solar-kataster\">www.energieland.hessen.de\/solar-kataster<\/a>.<br \/>\nDie Stadt f\u00f6rdert die Installation von PV-Anlagen mit dem Programm &#8222;Klimafreundlich Wohnen&#8220; &#8211; Summen von 150 Euro speziell f\u00fcr L\u00f6sungen, die auf Mieter*innen zugeschnitten sind. Bis zu 5.000 Euro f\u00fcr ganze Anlagen werden ausgezahlt.<br \/>\n&#8222;Wir selbst haben bislang 30 Prozent der geeigneten Fl\u00e4chen auf unseren eigenen Geb\u00e4uden mit Photovoltaik ausgestattet&#8220;, berichtete B\u00fcrgermeister St\u00f6tzel f\u00fcr die Stadtverwaltung. &#8222;Wir wollen alle \u00fcbrigen geeigneten Fl\u00e4chen auch noch mit PV-Anlagen ausstatten.&#8220;<br \/>\nDie st\u00e4dtische Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau hat auf 64 Geb\u00e4uden PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1760 kWp installiert, berichtete Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Rausch. &#8222;Auch, wenn wir uns damit bereits sehen lassen k\u00f6nnen, sind wir im Begriff, die Solartechnik sowohl bei allen Neubauten als auch im Geb\u00e4udebestand in Zusammenarbeit mit den Marburger Stadtwerken weiter auszubauen. Dabei wird m\u00f6glichst immer das sogenannte Mieterstrommodell angestrebt, falls geeignet aber auch Solarthermie zum Einsatz kommen. Wir werden so sicherlich auch einen Beitrag im Sinne des Wattbewerbs leisten k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nDie Stadtwerke Marburg (SWM), die als lokaler Energieversorger eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr den Ausbau von Photovoltaik spielen, sind beim Wattbewerb dabei. &#8222;Der kontinuierliche Ausbau von umweltfreundlicher Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien vor Ort ist ein wichtiges Ziel der Stadtwerke Marburg&#8220;, erkl\u00e4rte SWM- Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Armbr\u00fcster. &#8222;Mit unserem Programm SonnenDach und weiteren Angeboten f\u00f6rdern wir den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen. Wir begr\u00fc\u00dfen den Wattbewerb als einen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiewende und unterst\u00fctzen diesen gerne.&#8220;<br \/>\nAuch die Philipps-Universit\u00e4t ist beim Wattbewerb mit im Boot. Zwei gr\u00f6\u00dfere PV-Anlagen werden demn\u00e4chst auf einem Neubau am Pilgrimstein und einem Verwaltungsgeb\u00e4ude an der Biegenstra\u00dfe installiert. Die Errichtung weiterer Anlagen mit einer Gesamtleistung von 760 kWp in der Kernstadt und auf den Lahnbergen wurde beim Land beantragt.<br \/>\n&#8222;Beabsichtigt ist auch eine Visualisierung der Ertr\u00e4ge, um die Funktion und den Nutzen zu veranschaulichen und f\u00fcr nachhaltige Energieversorgungskonzepte zu werben&#8220;, k\u00fcndigte Klimaschutz-Manager Ralf Orths an. Dass der Wattbewerb in Marburg den Klimaschutz als &#8222;Teamsport&#8220; f\u00f6rdert, beweist schon die Runde, die den Start zusammen verk\u00fcndet.<br \/>\nemian Botros ist f\u00fcr Fridays for Future (FFF) Marburg dabei. &#8222;Wir fordern schon seit langem ein Umdenken in der Energiewirtschaft. Der Wattbewerb ist ein gutes Vorhaben, das durch eine breite Unterst\u00fctzung der Stadtgesellschaft Ver\u00e4nderungen herbeif\u00fchren kann&#8220;, sagte er.<br \/>\nUm eine klimagerechte Politik f\u00fcr Gegenwart und Zukunft zu machen, m\u00fcssten auch in den anderen Bereichen wie Verkehr und Heizen sofort grundlegende Ver\u00e4nderungen passieren. &#8222;Wir befinden uns im Klimanotstand&#8220;, erl\u00e4uterte Botros weiter. &#8222;Die Ma\u00dfnahmen, die bislang ergriffen wurden, machen Marburg noch nicht klimaneutral. Es muss gehandelt werden &#8211; und zwar jetzt.&#8220;<br \/>\nAxel Erdmann, der als Mitglied der Scientists for Future (SFF) Marburg den Wattbewerb mitorganisiert, betonte die Relevanz der Photovoltaik f\u00fcr den Klimaschutz: &#8222;Damit kann eine Voraussetzung geschaffen werden, die zur Energiegewinnung gewohnte Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger deutlich zu reduzieren und schlie\u00dflich zu verdr\u00e4ngen. Insofern ist der Wattbewerb ein wichtiger Beitrag zur Energiewende mit Beteiligung der B\u00fcrger*innen, um die durch fossile CO2-Emissionen hervorgerufene weitere zwangsl\u00e4ufige Temperaturerh\u00f6hung des Klimas zu minimieren und zu begrenzen.&#8220;<br \/>\nAuch Parents for Future (PFF) Marburg unterst\u00fctzt den Wattbewerb voll und ganz. F\u00fcr die Gruppe ist Stefanie Mai dabei: &#8222;Wir hoffen im Interesse unserer Kinder und Enkel, dass sich m\u00f6glichst viele Marburger*innen beteiligen werden. Denn nur mit einem massiven Ausbau der Solarenergienutzung k\u00f6nnen wir das so wichtige Ziel bis 2030 in Marburg klimaneutral zu sein erreichen.&#8220;<br \/>\nSchon in der laufen Woche wird der Wattbewerb konkret: Die Stadt bietet am Donnerstag (1. Juli) und Freitag (2. Juli) Photovoltaik-Beratungstage an. Jeweils von 15 bis 19 Uhr k\u00f6nnen sich Interessierte an Info-St\u00e4nden am Elisabeth-Blochmann-Platz informieren &#8211; bei dem Klimaschutz-Team der Stadt und Energieberater Thomas Kopp sowie Firmen und Anbietern von PV-Anlagen.<br \/>\nWeitere Beratungsangebote sind f\u00fcr den Sommer geplant. Im Wintersemester hat die Volkshochschule der Stadt Marburg eine Kursreihe zur eigenen Photovoltaikanlage im Programm. Wer Informationen zu F\u00f6rderprogrammen, Antragsformulare, Anregungen oder Fragen zu Klimaschutz oder zum Wattbewerb hat, kann sich an das Klimaschutz-Team Stadt Marburg wenden unter der Telefonnummer 06421\/201-1421 oder per Mail an klimaschutz@marburg-stadt.de.<br \/>\nOrganisiert ist der Wattbewerb von der Divestment-Bewegng Fossil-Free Karlsruhe, er wird bundesweit von Fridays for Future Germany, Parents for Future Germany und weiteren Klimaschutz-Organisationen unterst\u00fctzt. In Marburg arbeiten FFF, SFF und PFF gemeinsam mit der Stadtverwaltung und anderen Solar-Akteur*innen zusammen.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Sonnenenergie von Marburgs D\u00e4chern ist noch viel Strom drin. 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