{"id":6840,"date":"2021-04-08T14:26:34","date_gmt":"2021-04-08T12:26:34","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=6840"},"modified":"2021-04-08T14:26:34","modified_gmt":"2021-04-08T12:26:34","slug":"drei-kommunen-interkommunales-gewerbegebiet-im-ebsdorfergrund","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=6840","title":{"rendered":"Drei Kommunen: Interkommunales Gewerbegebiet im Ebsdorfergrund"},"content":{"rendered":"<p>Ein interkommunales Gewerbegebiet entsteht in Heskem-M\u00f6lln. Tr\u00e4ger sind Ebsdorfergrund, Marburg und Staufenberg. <!--more--><br \/>\nAcht Hektar Gewerbefl\u00e4chen umfasst das neue Gebiet in Heskem-M\u00f6lln in der Gemeinde Ebsdorfergrund. Das interkommunale Gewerbegebiet &#8222;InterKom&#8220; wird in Zusammenarbeit der Gemeinde Ebsdorfergrund mit der Universit\u00e4tsstadt Marburg und der Stadt Staufenberg entwickelt. Am Dienstag (6. April) erfolgte der offizielle Spatenstich.<br \/>\n&#8222;Drei Kommunen aus zwei Landkreisen entwickeln gemeinsam ein interkommunales Gewerbegebiet. Das ist hessenweit einmalig&#8220;, haben Ebsdorfergrunds B\u00fcrgermeister Andreas Schulz, Marburgs Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies und Staufenbergs B\u00fcrgermeister Peter Gefeller schon bei der Gr\u00fcndung der Interkom GmbH Ende 2019 betont. &#8222;Wir gehen das Projekt zusammen an, weil ein attraktiveres Angebot entsteht, wenn wir zusammenarbeiten und unsere jeweiligen St\u00e4rken einbringen&#8220;, wiederholten die Projektpartner nun beim Spatenstich Anfang April 2021. Den begingen B\u00fcrgermeister Schulz, B\u00fcrgermeister Gefeller und Marburgs B\u00fcrgermeister Wieland St\u00f6tzel in Vertretung von Oberb\u00fcrgermeister Spies.<br \/>\nIm ersten Schritt entwickeln die drei Projektpartner dort acht Hektar Gewerbefl\u00e4che in InterKom I und II. Die Erschlie\u00dfungsarbeiten werden noch bis ins erste Quartal 2022 andauern. InterKom II wird dabei schon ab der zweiten H\u00e4lfte dieses Jahres bebaubar sein, InterKomk I ab Fr\u00fchjahr 2022.<br \/>\nPerspektivisch kann das Gebiet auch um InterKom III und IV erg\u00e4nzt werden. &#8222;Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr noch 75 Prozent der Fl\u00e4chen werden vermarkten k\u00f6nnen&#8220;, verk\u00fcndete Schulz bei dem Spatenstich. &#8222;Bisher haben bereits zwischen 15 und 20 Unternehmen starkes Interesse bekundet und Fl\u00e4chen reserviert.&#8220;<br \/>\nIn der Auswahl werden die Unternehmen priorisiert, die aus den drei beteiligten Kommunen stammen. &#8222;Auf diese Weise schaffen wir auch mehr Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die Menschen in der Region&#8220; erg\u00e4nzte Gefeller. &#8222;Die Einnahmen aus den Gewerbesteuern kommen zudem den drei Kommunen zugute und k\u00f6nnen in wichtige Projekte und Institutionen wie zum Beispiel Kindertagesst\u00e4tten, reinvestiert werden.&#8220;<br \/>\nSt\u00f6tzel erkl\u00e4rte das Interesse der Universit\u00e4tsstadt Marburg an dem interkommunalen Gewerbegebiet in der Nachbargemeinde: &#8222;Marburg hat viele Startups und Betriebe, die r\u00e4umlich an ihre Grenzen kommen, sich aber weiter regional ansiedeln wollen. Diesen Unternehmen wollen wir eine Entwicklungsm\u00f6glichkeit und eine Perspektive vor Ort bieten.&#8220;<br \/>\nSt\u00f6tze findet, dass &#8222;es wichtig ist, \u00fcber die eigene Kernstadt hinauszudenken und eine regionale Perspektive einzunehmen. Den heutigen Spatenstich sehe ich als Startschuss f\u00fcr das &#8222;Leuchtturmprojekt&#8220; und eine gute Zusammenarbeit.&#8220;<br \/>\nZudem sei es \u00f6kologisch und f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t der Menschen sinnvoll, Gewerbe an klug ausgew\u00e4hlten Standorten zu b\u00fcndeln &#8211; statt drei separate Gewerbegebiete jeweils alleine zu planen. Auf diese Weise wird weniger Fl\u00e4che verbraucht.<br \/>\nDer Standort: InterKom ist direkt an der neuen Ortsumgehung von Heskem-M\u00f6lln gelegen und wird komplett \u00fcber die Ortsumgehung erschlossen. Also f\u00e4llt kein zus\u00e4tzlicher Verkehr f\u00fcr den Ortsteil an.<br \/>\nF\u00fcr das Gebiet ist vor allem eine Nutzung als Fl\u00e4che f\u00fcr Gewerbetreibende vorgesehen. Vor Ort wird es jedoch auch eine Tankstelle mit nachhaltiger Versorgung geben sowie ein &#8222;Mischgebiet&#8220; als \u00dcbergangszone vom Gewerbegebiet hin zu den Wohngebieten. In diesem &#8222;Mischgebiet&#8220; soll es Gewerbe aber auch Dienstleistungsbetriebe, die der Versorgung dienen &#8211; wie zum Beispiel eine Konditorei &#8211; geben.<br \/>\nDie Gewerbefl\u00e4che soll vor allem Handwerksbetriebe beherbergen, aber auch Bauunternehmen, B\u00fcrogeb\u00e4ude und Unternehmen aus dem Bereich der Elektrotechnik, der Forschung, der Entwicklung und der Werbung. &#8222;Wir wollen auch die Entwicklung neuer Technologien und somit Innovation an diesem Standort f\u00f6rdern&#8220;, erl\u00e4uterte InterKom-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Norbert Mai. &#8222;Daher wird es auch ein Unternehmen geben, das in der Produktion von Wasserstofft-Treibstoff t\u00e4tig ist, und eines aus der Robotertechnik.&#8220;<br \/>\n. Ausgeschlossen sind Logistikunternehmen sowie der Einzelhandel. F\u00fcr ihn hat die Gemeinde Ebsdorfergrund ein eigenes Gebiet ausgewiesen.<br \/>\nBei dem Bau werden auch klimarelevante Aspekte bedacht. So werden die InterKom-Gebiete mit einem Trennsystem erschlossen. Dieses Trennsystem dient dem regulierten Abfluss von Regenwasser in der Menge, in der das auch nat\u00fcrlich geschehen w\u00fcrde, w\u00e4ren die Fl\u00e4chen nicht versiegelt.<br \/>\nDas Trennsystem besteht dabei aus einer Sedimentationsanlage und einem R\u00fcckhaltebecken. Das R\u00fcckhaltebecken sorgt f\u00fcr den regulierten Abfluss von Regenwasser. Die Sedimentationsanlage sorgt f\u00fcr eine geringere Belastung des Regenwassers mit Sedimenten, bevor es zur\u00fcck in den Boden gelangt. Hierf\u00fcr sind fast zwei Kilometer Kan\u00e4le notwendig und \u00fcber tausend Meter Wasserleitungen. Dazu kommt die fl\u00e4chendeckende Versorgung im Gewerbegebiet mit Glasfaser. Die Stromversorgung erfolgt \u00fcber die GrundNetz GmbH.<br \/>\nDaf\u00fcr sind fast zwei Kilometer Kan\u00e4le notwendig und \u00fcber tausend Meter Wasserleitungen. Dazu kommt die fl\u00e4chendeckende Versorgung im Gewerbegebiet mit Glasfaser. Die Stromversorgung erfolgt \u00fcber die GrundNetz GmbH.<br \/>\nWeil die Zusammenarbeit einmalig ist und Vorbildcharakter f\u00fcr weitere interkommunale Gewerbegebiete in Hessen haben kann, gab es f\u00fcr &#8222;InterKom&#8220; 75.000 Euro F\u00f6rderung aus demProgramm f\u00fcr Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) des Hessischen Innenministeriums. Damit haben die drei beteiligten Kommunen die Kosten f\u00fcr die Planung und Koordinierung von InterKom und der zugeh\u00f6rigen Rahmenbedingungen finanziert. Im Oktober 2020 beschloss zudem das Land Hessen, das &#8222;Leuchtturmprojekt&#8220; mit 1,5 Millionen Euro zu bezuschussen.<br \/>\nZuvor hatten Ebsdorfergrund, Marburg und Staufenberg die InterKom GmbH gegr\u00fcndet, die die Entwicklung, Erschlie\u00dfung und Vermarktung des Gewerbegebiets in Heskem-M\u00f6lln unter der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Norbert Mai \u00fcbernimmt. Die Gesellschafter schlossen im Dezember 2019 einen st\u00e4dtebaulichen Vertrag mit der InterKom GmbH.<br \/>\nDieser Vertrag regelt die Aufgaben der Gesellschaft, an der Ebsdorfergrund mit 50 Prozent sowie Marburg und Staufenberg mit jeweils 25 Prozent beteiligt sind. Au\u00dferdem schlossen sie eine \u00f6ffentlich-rechtliche Vereinbarung, die die Aufgaben, Rechte und Pflichten der Kommunen untereinander festlegt.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein interkommunales Gewerbegebiet entsteht in Heskem-M\u00f6lln. Tr\u00e4ger sind Ebsdorfergrund, Marburg und Staufenberg.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[2,4],"tags":[3193,3194,577],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-1Mk","jetpack-related-posts":[{"id":16281,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=16281","url_meta":{"origin":6840,"position":0},"title":"Zugriff auf Zukunft: Interkommunales Gewerbegebiet &#8222;Spiegelshecke&#8220;","date":"9. September 2024","format":false,"excerpt":"Ein interkommunales Gewerbegebiet ist in Vorbereitung. Marburg und Lahntal vermarkten die \"Spiegelshecke\" gemeinsam. 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