{"id":6793,"date":"2021-03-29T18:56:06","date_gmt":"2021-03-29T16:56:06","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=6793"},"modified":"2021-03-29T18:56:06","modified_gmt":"2021-03-29T16:56:06","slug":"anhaenglichkeit-bleibt-kulle-in-ruhestand-verabschiedet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=6793","title":{"rendered":"Anh\u00e4nglichkeit bleibt: Kulle in Ruhestand verabschiedet"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Marburg w\u00e4re deutlich weniger zukunftsf\u00e4hig ohne Reinhold Kulle&#8220;, meint Dr. Thomas Spies. Der Oberb\u00fcrgermeister verabschiedete den Stadtplaner zum Monatsende in den Ruhestand. <!--more--><br \/>\nMit der &#8222;Kulturmeile&#8220;, dem Bahnhofsvorplatz, beim Wohnungsbau oder Michelbach-Nord hat Stadtplaner Reinhold Kulle das Gesicht der Universit\u00e4tsstadt gepr\u00e4gt. Dabei hat er sich immer ausgerichtet am Wohlbefinden der Menschen.<br \/>\nNach 33 Jahren im Dienst der Stadt Marburg geht er nun in den Ruhestand. Oberb\u00fcrgermeister Spies hat Reinhold Kulle verabschiedet und ihm im Namen des Magistrats die Goldene Ehrennadel \u00fcberreicht.<br \/>\n&#8222;Marburg w\u00e4re ohne Reinhold Kulle deutlich weniger zukunftsf\u00e4hig, weniger sch\u00f6n, weniger lebenswert und weniger gut entwickelt&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Spies. Daf\u00fcr hat er dem Stadtplaner zum Abschied in den Ruhestand die Goldene Ehrennadel der Universit\u00e4tsstadt Marburg angesteckt. &#8222;Er hat das Gesicht der Stadt gepr\u00e4gt und sich immer mit gro\u00dfer Fachkenntnis erfolgreich sehr lebhaften Diskussionen gestellt.&#8220;<br \/>\nSo habe Kulle die wegweisende Entwicklung der Stadt zu ihrem besseren beeinflusst &#8211; und dabei die stadtr\u00e4umliche Gestaltung immer an den Bed\u00fcrfnissen, dem Wohlbefinden und dem &#8222;Sich-Zuhause-F\u00fchlen&#8220; der Menschen ausgerichtet. &#8222;Planung hat immer etwas damit zu tun, sich mit einem Ort auseinanderzusetzen und zu gucken, was er braucht&#8220;, erkl\u00e4rte Kulle. &#8222;Neben den rechtlichen Fragen geht es dabei weniger um Steine und Beton als um den Menschen, denn f\u00fcr den Menschen bauen wir ja.&#8220;<br \/>\nBegleitet hat Kulle in seinen 33 Jahren in der Stadtplanung Marburgs eine Vielzahl an Projekten wie etwa die Kulturmeile, die Entwicklung von Michelbach-Nord oder die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Auch die Konversion der ehemaligen Bundeswehr-Gel\u00e4nde habe er mitbegleitet. Das Thema Wohnungsbau mit den Aspekten Sozialwohnungsquote und preiswerter Wohnraum waren dabei stets pr\u00e4sent.<br \/>\nDer Stadtplaner ist besonders stolz darauf, dass Marburg einen Anstieg statt einem Abfall im sozialen Wohnungsbau verzeichnen kann und somit den Abw\u00e4rtstrend gebrochen hat. Das sei aber bei weitem nicht ausreichend.<br \/>\n&#8222;Reinhold Kulle hinterl\u00e4sst viele Baustellen, wenn er nun in den wohlverdienten Ruhestand wechselt&#8220;, stellte das Stadtoberhaupt fest. &#8222;Die Stadt ist nicht fertig. Aber damit habe ich meinen Frieden gemacht&#8220;, sagte Kulle. &#8222;Ich gebe die Aufgaben der Stadtplanung in gute H\u00e4nde; und ich hinterlasse in der Innenstadt viel Potential f\u00fcr eine Aufwertung und Weiterentwicklung.&#8220;<br \/>\nNur im Team mit seinen Leuten und weiteren Fachdiensten der Stadtverwaltung habe er Marburg pr\u00e4gen k\u00f6nnen &#8211; und gemeinsam mit den B\u00fcrger*innen. &#8222;Gerade am Anfang meiner Zeit ist sehr viel gleichzeitig passiert. Denn es gab viele Ideen und Pl\u00e4ne in der Schublade &#8211; aber es war noch nichts angepackt&#8220;, erinnerte sich Kulle. &#8222;Es war sehr viel Ver\u00e4nderung. Ein wenig haben wir die Menschen damals damit auch \u00fcberfordert.&#8220;<br \/>\nDa habe es schon mal Angriffe gegeben auch unter die G\u00fcrtellinie. &#8222;Aber mir war immer sehr wichtig, den Menschen mit Wertsch\u00e4tzung und auf Augenh\u00f6he zu begegnen, auch wenn wir andere Meinungen hatten&#8220;, erz\u00e4hlte er r\u00fcckblickend.<br \/>\nDer berufliche Werdegang von Kulle begann 1975 mit dem integrierten Studiengang Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung einschlie\u00dflich Vertiefungsstudiengang Stadtentwicklung an der Gesamthochschule Kassel. Ab 1982 war er zun\u00e4chst als Stadtplaner f\u00fcr die Stadt Immenhausen t\u00e4tig, arbeitete danach in einem Planungsb\u00fcro in Ulm und im Planungsamt der Stadt Ratingen.<br \/>\nAm 1. Juli 1988 kam Kulle dann nach Marburg als Sachgebietsleiter f\u00fcr &#8222;Vorbereitende Bauleitplanung&#8220; und stellvertretender Abteilungsleiter in der Stadtplanungsabteilung des Bauamts. Ab Dezember 1994 war Kulle Abteilungsleitung der Stadtplanung einschlie\u00dflich Stadtsanierung und Denkmalpflege, \u00fcbernahm 1997 dann die Leitung des neuen Amts f\u00fcr Stadtentwicklung und St\u00e4dtebauliche Planungen.<br \/>\nAb dem 1. M\u00e4rz 2003 war er dann Leiter des Fachdiensts Stadtentwicklung und Stadtplanung, seit Juni 2018 au\u00dferdem zus\u00e4tzlich stellvertretender Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt. Zudem h\u00e4lt Kulle Vortr\u00e4ge an Universit\u00e4ten, um sein Wissen aus der Praxis weiterzugeben. Das kann er sich auch durchaus weiterhin vorstellen ebenso wie sein Engagement f\u00fcr die Zukunftswerkstatt der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.<br \/>\nAber f\u00fcr seinen Ruhestand plant der geb\u00fcrtige Neueichenberger vor allem Aktivit\u00e4ten abseits der Arbeit, denn die k\u00f6nne er ruhigen Gewissens seinen Kolleg*innen \u00fcberlassen: &#8222;Es ist noch viel zu tun, aber ich kann trotzdem Schicht machen, weil ich Ziele habe, die nicht nur die Arbeit betreffen.&#8220;<br \/>\nSo m\u00f6chte er sich wieder mehr dem Bildhauen widmen und freut sich, dass er auch mehr Zeit f\u00fcr seine sportlichen Aktivit\u00e4ten an der frischen Luft haben wird. Sobald das wieder m\u00f6glich ist, w\u00fcrde er gerne einmal mit dem Motorrad nach Norwegen fahren und generell auf Reisen gehen.<br \/>\nUm ein neues Ziel zu haben, schlug er seiner Tochter, die nach ihrem Studium nach Marburg zur\u00fcckkehrte, vor, sie k\u00f6nne ja in eine andere Stadt ziehen, woraufhin seine Tochter entgegnete: &#8222;Papa, warum soll ich denn weg? Marburg ist doch eine so sch\u00f6ne Stadt!&#8220;<br \/>\nDas sei ein ganz pers\u00f6nliches Feedback an die eigene Arbeit, findet Kulle. Die Tochter bleibt also vorerst wieder in Marburg. Und wie sieht das beim Vater selbst aus?<br \/>\nDer m\u00f6chte erst einmal einige Zeit bei seiner Lebenspartnerin und seinem Freundeskreis in Berlin verbringen. Auf die Frage, was er vermissen wird, antwortete Kulle: &#8222;Den Kontakt zu meinen Kolleg*innen, aber die sollen ihr Ding machen und das werden sie auch. Marburg selbst werde ich nicht vermissen, solange ich jederzeit wiederkommen kann und das habe ich in Zukunft nat\u00fcrlich auch vor.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Marburg w\u00e4re deutlich weniger zukunftsf\u00e4hig ohne Reinhold Kulle&#8220;, meint Dr. Thomas Spies. 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