{"id":6124,"date":"2020-12-04T12:58:56","date_gmt":"2020-12-04T11:58:56","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=6124"},"modified":"2020-12-04T12:58:56","modified_gmt":"2020-12-04T11:58:56","slug":"foerderschwerpunkt-48-millionen-fuer-forschung-zu-bakterieller-kommunikation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=6124","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt: 4,8 Millionen f\u00fcr Forschung zu bakterieller Kommunikation"},"content":{"rendered":"<p>Der bakteriellen Kommunikation sind Wissenschaftler aus Marburg und Gie\u00dfen auf der Spur. Die Philipps-Universit\u00e4t hat unter Beteiligung der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (JLU) und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Terrestrische Mikrobiologie einen neuen LOEWE-Schwerpunkt eingeworben. <!--more--><br \/>\nWie kommunizieren Bakterien mit menschlichen Entz\u00fcndungszellen? Dieses Thema steht im Zentrum des neuen LOEWE-Schwerpunkts &#8222;Diffusible Signals&#8220; (Impact of diffusible signals at human cell-microbe interfaces). Die hessische Landesregierung f\u00f6rdert &#8222;Diffusible Signals&#8220; in der 13. Staffel der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-\u00f6konomischer Exzellenz (LOEWE) mit insgesamt etwa 4,8 Millionen Euro.<br \/>\nBakterielle Infektionskrankheiten geh\u00f6ren weltweit zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen. Seit rund 100 Jahren stehen Antibiotika als \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Medikamente zur Bek\u00e4mpfung bakterieller Infektionen zur Verf\u00fcgung. Durch Antibiotika-Resistenzen werden die wichtigsten Medikamente gegen Infektionskrankheiten jedoch zunehmend wirkungslos.<br \/>\nWissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philipps-Universit\u00e4t, der JLU Gie\u00dfen und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Terrestrische Mikrobiologie in Marburg wollen mit neuesten Methoden und Techniken die bakterielle Kommunikation als zentrale Grundlage der Infektionsprozesse untersuchen. Neue Behandlungsans\u00e4tze sollen durch Ver\u00e4nderung dieser Kommunikation die menschliche Immunabwehr st\u00e4rken sowie den bakteriellen Angriff schw\u00e4chen. Denn offenbar werden die Entstehung und der Verlauf von Infektionskrankheiten, aber auch der Schutz davor, viel st\u00e4rker als bisher angenommen, von den Interaktionen der Bakterien untereinander und mit dem Menschen beeinflusst.<br \/>\n&#8222;Infektionskrankheiten geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten Todesursachen weltweit&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. Bernd Schmeck von der Philipps-Universit\u00e4t. &#8222;Durch die LOEWE-F\u00f6rderung k\u00f6nnen wir als interdisziplin\u00e4res Team den Austausch zwischen Bakterien und Immunzellen erforschen und daraus neue Therapieans\u00e4tze entwickeln.&#8220; Er ist Sprecher des neuen LOEWE-Schwerpunkts.<br \/>\n&#8222;Die Erforschung bakterieller Kommunikationswege und ihrer Bedeutung f\u00fcr das Infektionsgeschehen ist eines der gro\u00dfen Themen unserer Zeit&#8220;, sagte Universit\u00e4ts-Vizepr\u00e4sident Prof. Dr. Michael B\u00f6lker. &#8222;Der erneute Erfolg in der LOEWE-F\u00f6rderung zeigt, dass die Marburger Infektiologie und Mikrobiologie gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut und ihren Partnern vom Forschungscampus Mittelhessen in diesem Feld zukunftsweisende Beitr\u00e4ge leisten kann.&#8220;<br \/>\nGemeinsam erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der klinischen Infektiologie und Infektionsbiologie, grundlagenorientierter Mikrobiologie und Bioinformatik den Austausch l\u00f6slicher (diffusibler) Signale an den Grenzfl\u00e4chen klinisch wichtiger Bakterien und menschlicher Entz\u00fcndungszellen. Ist die Produktion oder Interpretation dieser l\u00f6slichen Signale gest\u00f6rt, kann das zu Krankheiten f\u00fchren oder Krankheiten verschlimmern.<br \/>\nDiffusible Signale werden zum Beispiel an den Grenzfl\u00e4chen zwischen Mikrobe und Wirtszelle am medizinischen Modell der Interaktion von Monozyten\/Makrophagen mit gramnegativen Enterobacteriaceae untersucht, wie sie bei Blutvergiftungen und Lungenentz\u00fcndungen als den h\u00e4ufigsten infektiologischen Todesursachen vorkommt. Ziel ist es, neue Einblicke in Infektionsprozesse zu gewinnen und einen Beitrag zur Entwicklung neuer Behandlungsformen f\u00fcr Infektionskrankheiten zu leisten.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der bakteriellen Kommunikation sind Wissenschaftler aus Marburg und Gie\u00dfen auf der Spur. Die Philipps-Universit\u00e4t hat unter Beteiligung der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (JLU) und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Terrestrische Mikrobiologie einen neuen LOEWE-Schwerpunkt eingeworben.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5],"tags":[1702,2869,948],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-1AM","jetpack-related-posts":[{"id":13949,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=13949","url_meta":{"origin":6124,"position":0},"title":"Jetzt herausgefunden: NAD+ hindert Pneumokokken am Wachsen","date":"4. 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