{"id":6000,"date":"2020-11-13T13:01:47","date_gmt":"2020-11-13T12:01:47","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=6000"},"modified":"2020-11-13T13:01:47","modified_gmt":"2020-11-13T12:01:47","slug":"marburger-hexenroute-ein-begehbares-geschichtsbuch-zum-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=6000","title":{"rendered":"Marburger Hexenroute: Ein begehbares Geschichtsbuch zum H\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p>Ein begehbares Geschichtsbuch zum H\u00f6ren ist die Marburger Hexenroute. Sie bietet einen spannenden Spaziergang mit Gruselfaktor. <!--more--><br \/>\nCatharina Staudinger wurde 1656 in Marburg als Hexe verbrannt. Wo hat sie gelebt? Was war passiert? Wie wurde ihr der Prozess gemacht?<br \/>\nDas und vieles mehr wird im neuen Audioguide &#8222;Hexenroute &#8211; ein Stadtspaziergang zum H\u00f6ren&#8220; aufgegriffen. Exemplarisch erfahren H\u00f6rerinnen und H\u00f6rer so mehr \u00fcber die Hexenverfolgung in Marburg. Die &#8222;Hexenroute&#8220; gibt es ab Sonntag (15. November) kostenfrei.<br \/>\nDie Stadt Marburg hat das Jahr 2020 unter den Themenschwerpunkt &#8222;Andersartig. Hexen. Glaube. Verfolgung.&#8220; gestellt. In unterschiedlichsten Veranstaltungen wird das Thema Hexen und Hexenverfolgung beleuchtet und aufgearbeitet.<br \/>\nDr. Ronald F\u00fcssel hat dazu eine wissenschaftliche Studie ver\u00f6ffentlicht, die als Stadtschrift unter dem Titel &#8222;Gefoltert, gestanden, zu Marburg verbrannt. Die Marburger Hexenprozesse&#8220; erschienen ist. Die Ergebnisse dieser Studie wurden nun auch zur Vorlage f\u00fcr ein neues Projekt.<br \/>\n&#8222;Wir wollen an Menschen erinnern, die in Marburg in der Vergangenheit gro\u00dfem Unrecht zum Opfer gefallen sind2, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Dazu geh\u00f6rt auch die Geschichte der Menschen, die vor rund 350 Jahren w\u00e4hrend der allgemeinen Hexenhysterie get\u00f6tet wurden.&#8220;<br \/>\nDie Hexenroute mit ihrem Audioguide mache diese Geschichte der Hexenverfolgung erlebbar f\u00fcr alle Altersklassen. &#8222;Der Stadtspaziergang macht Marburg zu einem begehbaren Geschichtsbuch f\u00fcr Gro\u00df und Klein&#8220;, erl\u00e4uterte Spies. Denn wenn Menschen aus der Geschichte lernen sollen, reiche es nicht, sie Daten aus B\u00fcchern auswendig lernen zu lassen.<br \/>\n&#8222;Der Bezug zur Geschichte muss hergestellt werden&#8220;, erkl\u00e4rte der Oberb\u00fcrgermeister. &#8222;Und daf\u00fcr muss man mitunter das Buch verlassen und in die Geschichte in die Lebenswirklichkeit holen.&#8220;<br \/>\nMit dem Audioguide und dem Faltblatt zur Hexenroute k\u00f6nnen alle jederzeit selbstst\u00e4ndig in die Geschichte der Hexenprozesse in Marburg eintauchen und Orte, die mit den Hexenverfolgungen zusammenh\u00e4ngen, selbst aufsuchen. Der Weg f\u00fchrt von den verschiedenen ehemaligen Gef\u00e4ngnissen auf dem Marburger Schloss \u00fcber den Marktplatz, wo \u00f6ffentlich und unter freiem Himmel die Urteile verk\u00fcndet wurden, bis zum Rabenstein auf der anderen Lahnseite. Dort fanden die Hinrichtungen statt.<br \/>\nWer der &#8222;Marburger Hexenroute&#8220; folgt, erf\u00e4hrt dabei auch immer wieder etwas dar\u00fcber, wann und warum die Hexenverfolgungen \u00fcberhaupt entstanden sind und wie ein Hexenprozess konkret ablief. Der Autorin Gesa Coordes ist es zudem gelungen, das wahrscheinliche Wohnhaus einer als Hexe verbrannten Marburgerin zu identifizieren. Die Schneiderwitwe Catharina Staudinger wurde 1656 Opfer eines Hexenprozesses, der mit ihrer Hinrichtung endete.<br \/>\nVon ihrem Haus an der Wettergasse an der Ecke zum Schlo\u00dfsteig ausgehend, k\u00f6nnen Interessierte nun nacheinander alle Stationen ihres Leidenswegs besuchen und werden dabei sogar Zeugen ihres Verh\u00f6rs und ihrer Verurteilung. Denn der Audioguide wurde dazu von der beauftragten Agentur &#8222;Werkraum56&#8220; eindrucksvoll in Szene gesetzt. So ist der Folterkeller etwa eine d\u00fcstere Szene mit klirrenden Ketten und Hall, mit den originalen Worten von Katharina Staudinger aus dem Folterprotokoll. Zuh\u00f6ren sind auch die knarzenden T\u00fcren und Riegel im Hexenturm. So hat die Hexenroute auch einen kleinen Gruselfaktor.<br \/>\n&#8222;Die ,Hexenroute&#8216; eignet sich f\u00fcr Geschichtsinteressierte, f\u00fcr Gro\u00df und Klein&#8220;, erl\u00e4uterte Spies.. &#8222;Und sie bietet einen spannenden Ausflug f\u00fcr die Familie.&#8220; Zudem wies der Oberb\u00fcrgermeister darauf hin, dass beim Begehen der Hexenroute auch die geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten sind &#8211;<br \/>\nund das Eintauchen in die Geschichte eine sch\u00f6ne Abwechslung an der frischen Luft ist.<br \/>\nDas Faltblatt &#8222;Marburger Hexenroute&#8220; ist ab Sonntag (15. November) unter anderem in der Touristen-Information der Universit\u00e4tsstadt Marburg kostenlos erh\u00e4ltlich. Der Audioguide &#8222;Die Hexenroute. Ein Stadtspaziergang zum H\u00f6ren&#8220; kann unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/hexenroute\">www.marburg.de\/hexenroute<\/a> heruntergeladen werden. Die Stadtschrift &#8222;Gefoltert, gestanden, zu Marburg verbrannt&#8220; ist im Buchhandel sowie im Rathausverlag der Universit\u00e4tsstadt Marburg zu bekommen.<br \/>\nEin Anliegen des Themenschwerpunkts der Universit\u00e4tsstadt Marburg ist, das Thema Hexenverfolgung in Marburg m\u00f6glichst sachlich und nachhaltig aufzuarbeiten. Gleichzeitig soll den heutigen Marburgerinnen und Marburgern sowie ihren G\u00e4sten das Schicksal der Menschen, die vor rund 350 Jahren der allgemeinen Hexenhysterie zum Opfer gefallen sind, m\u00f6glichst nahegebracht werden.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein begehbares Geschichtsbuch zum H\u00f6ren ist die Marburger Hexenroute. 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