{"id":5842,"date":"2020-10-13T19:50:00","date_gmt":"2020-10-13T17:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=5842"},"modified":"2020-10-13T19:50:00","modified_gmt":"2020-10-13T17:50:00","slug":"unternehmensfreundlich-handeln-2-marburger-wirtschaftsforum-zu-corona-und-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=5842","title":{"rendered":"Unternehmensfreundlich handeln: 2. Marburger Wirtschaftsforum zu Corona und Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p>Beim 2. Marburger Wirtschaftsforum diskutierten Unternehmem live und online die Chancen von Corona und Digitalisierung. Die Pandemie bringe Gefahren und Chancen. <!--more--><br \/>\nDie Corona-Krise hat f\u00fcr Gesellschaft und Wirtschaft viele Ver\u00e4nderungen gebracht. Beim 2. Marburger Wirtschaftsforum haben Unternehmer*innen sich \u00fcber das innovative Potenzial dieser Krise ausgetauscht. Unter dem Titel &#8222;Die Wirtschaft nach Corona &#8211; so kommen Unternehmen sicherer durch die Krise&#8220; diskutierte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies mit etwa 50 G\u00e4sten im Erwin-Piscator-Haus (EPH) und vielen weiteren \u00fcber einen Live-Stream.<br \/>\n&#8222;Besser aus der Krise herauskommen, als wir hineingegangen sind: Das ist das Ziel&#8220;, sagte das Stadtoberhaupt zur Begr\u00fc\u00dfung beim zweiten Marburger Wirtschaftsforum im Erwin-Piscator-Haus. Andreas Steinle von der &#8222;Zukunftsinstitut Workshop GmbH&#8220; gab dann einen Impulsvortrag: &#8222;In einer Krise bedarf es radikaler Akzeptanz&#8220;, stellte Steinle seinem Vortrag voran.<br \/>\nErst wenn radikale Akzeptanz vorausgegangen sei, k\u00f6nne man in neue Richtungen arbeiten und entwickeln. Beispielhaft verdeutlichte er diesen Ansatz f\u00fcr die Anwesenden: Sei die Kernidee eines Angebots gut, brauche es oft nur einen Schritt in eine andere Richtung &#8211; wie die Reduzierung auf ein Teilangebot oder die Auslieferung der Produkte.<br \/>\nViele fragten sich, wann wieder alles werde wie fr\u00fcher, sagte der Referent. &#8222;Das Verhalten der Menschen hat sich ver\u00e4ndert&#8220;, stellte er fest. &#8222;Das l\u00e4sst sich nicht mehr zur\u00fcckdrehen.&#8220;<br \/>\nDigitalisierung sei ein Megatrend. Das Virus sei wie ein Beschleuniger f\u00fcr kulturellen Wandel; und die kommende Phase zeige auf, dass es zwischen Online-Handel und realem Handel kaum mehr eine Grenze gebe.<br \/>\nNoch vor drei Jahren h\u00e4tten weniger als zwei Prozent der Arztpraxen eine Videosprechstunde angeboten. Heute seien es rund 34 Prozent.<br \/>\nLokale Beispiele f\u00fcr diesen Einklang aus realem und Online-Handel w\u00e4hrend der Corona-Krise wurden in einem Video mit Anna Kochanow-Janssen von der Boutanique sowie Martin Meier von der &#8222;Metzgerei Meier III&#8220; stellvertretend f\u00fcr Unternehmen aus der Region gezeigt. W\u00e4hrend Kochanow-Janssen zun\u00e4chst ihrer Kundschaft ihre Angebote \u00fcber die App &#8222;Instagram&#8220; zur Bestellung angeboten hat, wechselte sie schlie\u00dflich aufgrund der hohen Nachfrage zu einem eigenen Onlineshop. Da sich die Trockenblumen zum Versenden sehr gut eigneten folgte schlie\u00dflich die Erweiterung ihres Teams und damit einhergehend die Vergr\u00f6\u00dferung der Ladenfl\u00e4che um das sechsfache.<br \/>\nMeier berichtete wiederum, dass er zu Beginn der Corona-Pandemie einen Lieferdienst angeboten hat, da er auch jene Kundschaft versorgen wollte, die aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht in seinen Laden an der Universit\u00e4tsstra\u00dfe kommen konnte. W\u00e4hrend dieser Zeit haben Meier und sein Team au\u00dferdem neue Produkte wie beispielsweise vegetarische Fertigprodukte aus dem Glas, entwickelt.<br \/>\nAnschlie\u00dfend diskutierten Oberb\u00fcrgermeister Spies, der Impulsredner Steinle sowie vier Unternehmer*innen auf dem Podium unter der Moderation von Claudia Salowski \u00fcber die Vor- und Nachteile des derzeitigen Umstiegs auf digitale Angebote. Spies berichtete aus der Stadtverwaltung, in der viele Services bereits vor der Corona-Krise online angeboten wurden. Dieser Digitalisierungsschub solle weiter vorangetrieben werden.<br \/>\nIm Handwerk sei das nat\u00fcrlich nur bis zu einem gewissen Grad m\u00f6glich, f\u00fchrte Hartmut Pfeiffer von der Firma Holzbau Pfeiffer in Kirchhain aus. Wo k\u00f6rperliche Arbeit gefordert sei, habe man sich auf Abstandsregeln und Mundschutz in dieser Pandemie verlassen m\u00fcssen.<br \/>\nIsatu Waag vom Fintech &#8222;ecozins&#8220; sagte, ihre Firma habe ohnehin ein digitales Gesch\u00e4ftsmodell. Schwierig sei es jedoch, per Videotelefonat zu entscheiden, ob ein Investor f\u00fcr die Firma geeignet sei &#8211; das komme schlie\u00dflich einer Hochzeit gleich.<br \/>\nAuch Gunter Schneider vom Maschinenbauunternehmen Schneider in Fronhausen teilte die Ansicht, dass pers\u00f6nliche Treffen unerl\u00e4sslich seien, um beispielsweise Themen auszudiskutieren. Videotelefonate eigneten sich eher dazu, Informationen weiterzugeben. Dr. Andreas Ritzenhoff von der Firma Seidel berichtete hingegen, dass er zu dem Schluss gekommen sei, dass Fl\u00fcge nach Paris oder New York f\u00fcr ein einziges Meeting oft auch verzichtbar seien &#8211; auch der Umwelt zuliebe.<br \/>\nDie rund 50 anwesenden G\u00e4ste verfolgten die Veranstaltung mit Mundschutz und unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln im Erwin-Piscator-Haus. Weitere Zuschauer verfolgten das Wirtschaftsforum \u00fcber einen Livestream auf der Webseite der Universit\u00e4tsstadt Marburg.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim 2. Marburger Wirtschaftsforum diskutierten Unternehmem live und online die Chancen von Corona und Digitalisierung. 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