{"id":5686,"date":"2020-09-10T15:08:29","date_gmt":"2020-09-10T13:08:29","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=5686"},"modified":"2020-09-11T12:10:25","modified_gmt":"2020-09-11T10:10:25","slug":"vors-ganze-foerderbescheide-fuer-zwei-loewe-schwerpunkte-uebergeben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=5686","title":{"rendered":"Vor\u00b4s Ganze: F\u00f6rderbescheide f\u00fcr zwei LOEWE-Schwerpunkte \u00fcbergeben"},"content":{"rendered":"<p>Die Bewilligungsbescheide f\u00fcr die LOEWE-Schwerpunkte &#8222;GLUE&#8220; und &#8222;TRABITA&#8220; hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn \u00fcberreicht. Das berichtete die Philipps-Universit\u00e4t am Donnerstag (10. September). <!--more--><br \/>\nWie wirken Medikamente? Und wie kann man die Wirksamkeit verbessern, damit es kranken Menschen bessergeht? Zwei hessische Projekte zur Wirkstoffforschung arbeiten bei diesen Fragen eng zusammen und werden beide von der hessischen LandesOffensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-\u00f6konomischer Exzellenz (LOEWE) gef\u00f6rdert.<br \/>\n&#8222;Bessere Medikamente mit weniger Nebenwirkungen f\u00fcr so verbreitete Krankheiten wie Diabetes und Herz- und Gef\u00e4\u00dfkrankheiten sowie zur Bek\u00e4mpfung von Tumoren, Schmerzen und Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen vielen Menschen helfen&#8220;, erkl\u00e4rte Dorn. &#8222;Sie sind das Ziel der Grundlagenforschung der beiden neuen LOEWE-Schwerpunkte.&#8220;<br \/>\nSie erg\u00e4nzte: &#8222;Mit dieser hohen Relevanz, mit der Nachhaltigkeit der Forschungsans\u00e4tze und mit der Zusammenarbeit mehrerer wissenschaftlicher Disziplinen haben die beiden Teams im Wettbewerb um die F\u00f6rderung des Landes Hessen f\u00fcr wissenschaftliche Exzellenz \u00fcberzeugt &#8211; herzlichen Gl\u00fcckwunsch dazu. Hochschulen m\u00fcssen heute konsequent Schwerpunkte bilden, um international erfolgreich zu sein. Darin unterst\u00fctzen wir sie unter anderem mit LOEWE.&#8220;<br \/>\nDie Landesregierung wird die Mittel f\u00fcr dieses Forschungsf\u00f6rderungsprogramm schrittweise von rund 60 Millionen Euro in diesem Jahr auf 100 Millionen Euro im Jahr 2025 erh\u00f6hen, k\u00fcndigte die Ministerin an. &#8222;Mit den neuen LOEWE-Professuren und dem Format LOEWE-Exploration wollen wir innovativen Forschungsideen noch mehr Raum geben.&#8220;<br \/>\nBeide LOEWE-Projekte arbeiten an unterschiedlichen Schwerpunkten in der Wirkstoffforschung und haben gleichzeitig viele Ber\u00fchrungspunkte. Im Zentrum stehen bei beiden die Erforschung von Bindetaschen in Proteinen.<br \/>\nWeniger Nebenwirkungen sind das Forschungsziel von G protein-coupled receptor Ligands for Underexplored Epitopes (GLUE). Koordiniert wird das Vorhaben an der Philipps-Universit\u00e4t .<br \/>\nDaf\u00fcr werden alternative Bindetaschen bei Transmembranproteinen gesucht, denn Arzneistoffe wirken derzeit meist in denjenigen Bindetaschen von Rezeptoren, an die auch k\u00f6rpereigene Botenstoffe (Hormone oder Neurotransmitter) andocken. Die r\u00e4umlichen Anordnungen der bisher genutzten Bindetaschen sind h\u00e4ufig sehr \u00e4hnlich, sodass Arzneistoffe oft zu wenig selektiv sind.<br \/>\nDadurch steigt die Gefahr von Nebenwirkungen. Das Forschungsprojekt GLUE sucht systematisch nach alternativen Bindetaschen an Arzneimittelrezeptoren und erforscht deren Eignung f\u00fcr die Wirkstoffentwicklung.<br \/>\n&#8222;Um zielgerichtete Arzneimittelwirkungen mit weniger Nebenwirkungen zu verbinden, suchen wir im LOEWE-Schwerpunkt GLUE systematisch nach neuen Bindestellen an ausgew\u00e4hlten Arzneimittelrezeptoren&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. Moritz B\u00fcnemann von der Philipps-Universit\u00e4t. Dazu arbeiten Forscherinnen und Forscher ganz unterschiedlicher Disziplinen aus vier hessischen Standorten zusammen an ausgew\u00e4hlten Rezeptoren, um Grundlagen von der Wirkstoffsynthese \u00fcber die Strukturaufkl\u00e4rung bis hin zur Testung an Krankheitsmodellen zu erarbeiten. &#8222;Die F\u00f6rderung von GLUE st\u00e4rkt die pharmazeutische Forschung in Hessen und erm\u00f6glicht die Entwicklung innovativer Konzepte f\u00fcr die Arzneimittelentwicklung&#8220;, erg\u00e4nzte B\u00fcnemann.<br \/>\nTransiente Bindungstaschen f\u00fcr die Wirkstoffentwicklung (TRABITA) wird an der TU Darmstadt koordiniert. Dieses Projekt erforscht die Struktur von flexiblen &#8211; transienten &#8211; Bindetaschen, um die Wirkung von Medikamenten zu verbessern.<br \/>\nDie Struktur eines bestimmten Bindungsortes in diesen Proteinen &#8211; der Bindungstasche &#8211; zu verstehen, ist wichtig, um die Wirkung von Medikamenten zu verbessern oder manche Medikamente \u00fcberhaupt erst zu erm\u00f6glichen. Wenn es gelingt, Medikamente f\u00fcr solche &#8222;transienten Bindetaschen&#8220; zu entwickeln, weisen sie oft deutlich verbesserte Eigenschaften auf.<br \/>\n&#8222;Bei TRABITA suchen wir nach Wirkstoffen f\u00fcr Bindungstaschen, die es im Normalzustand gar nicht gibt&#8220;, berichtte Prof. Dr. Felix Hausch von der Technischen Universit\u00e4t (#TU) Darmstadt. &#8222;Solche Wirkstoffe erm\u00f6glichen einen v\u00f6llig neuen Zugang zu einer ganzen Reihe von schwerwiegenden Krankheiten wie Krebs, Depression, Schmerz oder Fettleibigkeit.&#8220;<br \/>\nDie Sprecherschaft des LOEWE-Schwerpunkts GLUE liegt bei Prof. Dr. Moritz B\u00fcnemann aus dem Fachbereich Pharmazie der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Beteiligt sind auch die Technische Universit\u00e4t Darmstadt (TU Darmstadt), das Max-Planck-Institut f\u00fcr Herz und Lungenforschung in Bad Nauheim und die Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Bei GLUE arbeiten Arbeitsgruppen der computergest\u00fctzten Wirkstoffforschung, der pharmazeutischen Chemie, Biochemie, Strukturbiologie und Pharmakologie zusammen. GLUE wird mit etwa 4,4 Millionen Euro f\u00fcr eine Laufzeit bis 2023 gef\u00f6rdert.<br \/>\nDie Sprecherschaft des LOEWE-Schwerpunkts TRABITA liegt bei Prof. Dr. Felix Hausch aus dem Fachbereich Chemie der TU Darmstadt. Beteiligt sind auch die Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und die Hochschule Darmstadt. TRABITA wird mit etwa 4,5 Millionen Euro f\u00fcr eine Laufzeit bis 2023 gef\u00f6rdert. GLUE und TRABITA arbeiten eng zusammen, um die Forschung an Bindetaschen f\u00fcr Arzneimittel langfristig als innovativen und international sichtbaren Forschungsschwerpunkt in Hessen auszubauen.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bewilligungsbescheide f\u00fcr die LOEWE-Schwerpunkte &#8222;GLUE&#8220; und &#8222;TRABITA&#8220; hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn \u00fcberreicht. Das berichtete die Philipps-Universit\u00e4t am Donnerstag (10. September).<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5],"tags":[1045,26,948],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-1tI","jetpack-related-posts":[{"id":7982,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=7982","url_meta":{"origin":5686,"position":0},"title":"Lichtenberg kommt: Chemiker erh\u00e4lt in Marburg erste LOEWE-Start-Professur","date":"21. Oktober 2021","format":false,"excerpt":"Die erste LOEWE-Start-Professur holt den Chemiker Crispin Lichtenberg nach Marburg. Das hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn am Donnerstag (21. Oktober) mitgeteilt. Das Land Hessen vergibt erstmals eine \"LOEWE-Start-Professur\". 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