{"id":5357,"date":"2020-07-03T16:38:47","date_gmt":"2020-07-03T14:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=5357"},"modified":"2020-07-04T12:03:43","modified_gmt":"2020-07-04T10:03:43","slug":"auf-der-polizeistation-betrueger-gaben-sich-erfolgreich-als-polizisten-aus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=5357","title":{"rendered":"Auf der Polizeistation: Betr\u00fcger gaben sich erfolgreich als Polizisten aus"},"content":{"rendered":"<p>Eine sechsstellige Summe erbeuteten angebliche Polizeibeamte rund um den Monatswechsel. In fast allen Landkreisen Mittelhessens riefen die Betr\u00fcger meist \u00e4ltere menschen an. <!--more--><br \/>\nIn Marburg agierten ein angeblicher &#8222;Herr Stahl&#8220; von der Kripo Marburg und sein &#8222;Einsatzleiter Schubert&#8220;. Die Betr\u00fcger gaben sich von Dienstag (30. Juni) ab 21.40 Uhrbis Mittwoch (1. Juli) gegen 12 Uhr bei dem Opfer in der Potsdamer Stra\u00dfe als Polizeibeamte aus. Die Betr\u00fcger waren so \u00fcberzeugend, dass das Opfer sein Verm\u00f6gen aus dem Schlie\u00dffach seines Geldinstituts abholte und anweisungsgem\u00e4\u00df hinterlegte. Der Senior b\u00fc\u00dfte letztendlich vermutlich seine gesamten Ersparnisse ein.<br \/>\nDabei handelt es sich um ein Verm\u00f6gen im Wert von mehreren hunderttausend Euro. Die Betr\u00fcger waren so dreist, ihr Opfer sogar noch nach der Absch\u00f6pfung erneut anzurufen. Sie teilten mit, dass &#8222;die Polizei&#8220; aufgrund seiner Mitarbeit die T\u00e4ter dingfest machen konnte.<br \/>\nDie Betr\u00fcger k\u00fcndigten an, &#8222;morgen&#8220; vorbeizukommen, um ihren Dank auszusprechen und das Verm\u00f6gen zur\u00fcckzubringen. Erst als dieser Besuch ausblieb, ging das Opfer zur Polizei, um selbst bei den angeblichen Beamten vorzusprechen. Erst hier erfuhr der Mann von dem Betrug.<br \/>\nDer Marburger hatte sein Verm\u00f6gen &#8211; wie gefordert &#8211; im Auto liegenlassen und den Wagen offen auf dem Anwohnerparkplatz eines Wohnblocks an der Potsdamer Stra\u00dfe abgestellt. Da er keinen Verdacht sch\u00f6pfte, ma\u00df er einem hellen &#8211;<br \/>\neventuell hellblauen &#8211; Transporter ohne sonstige Auff\u00e4lligkeiten, und einem schlanken &#8211; eher jungen &#8211; Mann zwischen 20 und 35 Jahren in Arbeitskleidung keine weitere Aufmerksamkeit zu. Fahrzeug und Mann standen zur vermutlichen Abholzeit am Donnerstag (2. Juli) zwischen 11.30 und 12 Uhr am Fahrbahnrand der Potsdamer Stra\u00dfe in unmittelbarer N\u00e4he zum Parkplatz und mit Sicht auf den Wagen des Opfers.<br \/>\nImmer wieder weist die Polizei auf die Masche der betr\u00fcger hin, sich als Polizeibeamte auszugeben und von einer angeblichen Straftat zu &#8222;berichten&#8220;. Die Polizei selbst ruft jedoch niemals an, um von ihrer Arbeit zu berichten oder sich nach dem Verm\u00f6gen von Personen zu erkundigen. Keinesfalls verlangen Polizeibeamte die \u00dcbergabe von Eigentumswerten.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich sollte man keinen Unbekannten Geld oder Sachwerte \u00fcbergeben. Bei dubiosen Anrufen sollte man sofort auflegenund die Polizei unter der Notrufnummer 110 anrufen. Angebliche Verwandte kann man leicht enttarnen, indem man die echten Verwandten unter der bekannten Nummer anruft.<br \/>\nNicht nur Betr\u00fcger mit der Masche als &#8222;falscher Polizeibeamter&#8220;, sondern auch ein Betr\u00fcger mit der sogenannten &#8222;Microsoftmasche&#8220; war leider erfolgreich. Er telefonierte mit seinem 73 Jahre alten Opfer am Mittwoch (1. Juli). In dem insgesamt f\u00fcnfst\u00fcndigen (!!!) Gespr\u00e4ch schaffte es der angebliche Mitarbeiter von Microsoft, den Senioren davon zu \u00fcberzeugen, dass sein Rechner mit einem Virus befallen sei und er di Schadsoftwaren durch einen Fernzugriff beseitigen k\u00f6nne.<br \/>\nSchlie\u00dflich folgte das Opfer den Anweisungen des angeblichen Computerexperten bis hin zu einem aktiven online-Banking. Seinen vollen Zugriff auf den Computer. Die dabei abgefischten Daten nutzte der Betr\u00fcger letztlich zu Kontoverf\u00fcgungen von fast 20.000 Euro.<br \/>\nAuch vor dieser Betrugsmasche kann man sich nur mit entsprechender Vorsicht und gesundem Misstrauen sch\u00fctzen. &#8222;Wenn Sie selbst keine Computerprobleme festgestellt und niemanden zur Beseitigung von St\u00f6rungen beauftragt haben, woher wei\u00df dann der Anrufer von einem Virenbefall?&#8220;, fragt Polizeisprecher Martin Ahlich. &#8222;Gew\u00e4hren Sie wirklich nur vertrauensw\u00fcrdigen Personen und nur nach eigener Beauftragung und \u00fcberpr\u00fcfter Identifizierung der Person zum Beispiel durch R\u00fcckruf bei der Firma einen Zugriff auf ihren Computer!&#8220;<\/p>\n<p> * pm: Polizei Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine sechsstellige Summe erbeuteten angebliche Polizeibeamte rund um den Monatswechsel. 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