{"id":5176,"date":"2020-05-28T18:06:33","date_gmt":"2020-05-28T16:06:33","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=5176"},"modified":"2020-05-28T18:06:33","modified_gmt":"2020-05-28T16:06:33","slug":"ueberprueft-ab-2-juni-mehr-betreuungsplaetze-in-kitas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=5176","title":{"rendered":"\u00dcberpr\u00fcft: Ab 2. Juni mehr Betreuungspl\u00e4tze in Kitas"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Marburg erweitert die Pl\u00e4tze in der Kinderbetreuung schrittweise ab Dienstag (2. Juni). Daf\u00fcr gibt es f\u00fcr jede Einrichtung ein individuelles Umsetzungs- und Hygienekonzept. <!--more--><br \/>\nJe nach Kita k\u00f6nnen bis zu drei Viertel der Kinder wieder in die Betreuung kommen, manche Krippengruppen k\u00f6nnen sogar komplett \u00f6ffnen. Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier stellte den &#8222;eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb&#8220; nun vor.<br \/>\n&#8222;Unser Ziel ist es, so vielen Eltern wie m\u00f6glich wieder einen kontinuierlichen Betreuungsplatz f\u00fcr ihre Kinder anzubieten&#8220;, sagte Dinnebier. &#8222;Wir m\u00fcssen die Familien entlasten und ihnen eine gewisse Planungssicherheit geben. Wir wissen um die Belastungen der Familien in den vergangenen Wochen, seit wir die Kitas schlie\u00dfen mussten.&#8220;<br \/>\nDie Besch\u00e4ftigten stehen in engem Kontakt mit den Familien, bieten Beratung am Telefon und Tipps f\u00fcr die Betreuung der Kinder zuhause. Viele Erzieherinnen haben sich kreative Aktionen \u00fcberlegt, um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben. &#8222;Einen riesigen Dank f\u00fcr dieses Engagement, das eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung ist &#8211; aber die Betreuung in der Kita und der Krippe weder f\u00fcr die Kinder noch f\u00fcr die Eltern ersetzen kann&#8220;, sagte die Stadtr\u00e4tin.<br \/>\nIn Abstimmung mit den freien Tr\u00e4gern und dem st\u00e4dtischen Gesamtelternbeirat und mit der Beratung einer Marburger Virologin hat die Stadt Marburg daher nun die schrittweise \u00d6ffnung der Kitas beschlossen. \u00dcber die bisherige Notbetreuung hinaus wird die Stadt Marburg weitere Betreuungspl\u00e4tze anbieten &#8211; anh\u00e4ngig von den personellen und r\u00e4umlichen M\u00f6glichkeiten. Denn: Der Infektionsschutz und die Einhaltung von Hygieneregeln haben nach wie vor Priorit\u00e4t.<br \/>\n&#8222;Daf\u00fcr haben wir f\u00fcr jede Kita ein individuelles Umsetzungs- und Hygienekonzept erstellt, abgestimmt auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort&#8220;, erl\u00e4uterte Fachbereichsleiterin Stefanie Lambrecht vom Fachbereich Kinder, Jugend und Soziales. &#8222;Je nach Kita k\u00f6nnen zwischen der H\u00e4lfte und drei Viertel der Kinder wieder in der Kita betreut werden.<br \/>\nManche Krippengruppen k\u00f6nnen sogar wieder komplett \u00f6ffnen und alle Kinder aufnehmen.&#8220; In zwei Wochen werden die Stadt, der Gesamtelternbeirat und die Tr\u00e4ger gemeinsam Bilanz ziehen.<br \/>\nDie &#8222;Verordnung zur Bek\u00e4mpfung der Corona-Krise&#8220; der hessischen Landesregierung gilt weiterhin. Damit ist auch festgelegt, dass die Eltern, deren Kinder bereits in der Notbetreuung sind, auch weiterhin im nun &#8222;eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb&#8220; zun\u00e4chst priorisiert einen Betreuungsplatz erhalten. Das gilt weiterhin, wenn beide Eltern berufst\u00e4tig sind und ein Elternteil in einer der Berufsgruppen arbeitet, die in der Corona-Verordnung des Landes Hessen festgelegt wurden, f\u00fcr Kinder von berufst\u00e4tigen und studierenden Alleinerziehenden, f\u00fcr Kinder von Sch\u00fcler*innen und Studierenden an Fachschulen, f\u00fcr Kinder, deren Betreuung aufgrund einer Entscheidung des zust\u00e4ndigen Jugendamtes zur Sicherung des Kindeswohls dringend erforderlich ist, f\u00fcr Kinder mit einer Behinderung, f\u00fcr Kinder, bei denen ein besonderer H\u00e4rtefall vorliegt.<br \/>\nDerzeit nehmen die berechtigten Eltern in der Notbetreuung 36 Prozent der regul\u00e4r zur Verf\u00fcgung stehenden Betreuungspl\u00e4tze in Anspruch. Im Landesdurchschnitt haben laut Dinnebier rund 19 Prozent der Eltern einen Anspruch auf Notbetreuung.<br \/>\nIn Marburg ist die Zahl beispielsweise durch die Philipps-Universit\u00e4t, das Universit\u00e4tsklinikum und den Pharmastandort deutlich h\u00f6her. Eigentlich h\u00e4tten sogar deutlich mehr Marburger Eltern einen Anspruch, den sie aber derzeit nicht nutzen. Weitere zur Verf\u00fcgung stehende Pl\u00e4tze k\u00f6nnen die Kitas daher nun an andere Kinder vergeben.<br \/>\nSollte der Bedarf an Betreuungspl\u00e4tzen h\u00f6her sein als die tats\u00e4chlichen Pl\u00e4tze, die die jeweilige Kita im &#8222;eingeschr\u00e4nkten Regelbetrieb&#8220; zur Verf\u00fcgung stellen kann, m\u00fcssen die Kitas und das Jugendamt eine Entscheidung treffen. &#8222;Dabei m\u00f6chten wir vorrangig den Kindern eine R\u00fcckkehr in die Kita erm\u00f6glichen, die im Sommer in die Schule wechseln&#8220;, erkl\u00e4rte Dinnebier. &#8222;Wir m\u00f6chten ihnen einen Abschluss mit der Kita-Zeit und einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt erm\u00f6glichen.&#8220;<br \/>\nGibt es weitere Pl\u00e4tze, dann sollten Einzelkinder, Kinder aus Familien mit beengten Wohnverh\u00e4ltnissen, Kinder mit besonderem F\u00f6rderbedarf einen Betreuungsplatz erhalten sowie Kinder, deren Eltern beide berufst\u00e4tig sind, aber nicht unter die systemrelevanten Berufe fallen. Die Sicherheit und Gesundheit der Erzieherinnen und Kinder sowie der Infektionsschutz haben Priorit\u00e4t.<br \/>\n&#8222;Wir orientieren uns an den Hygieneempfehlungen der Landesregierung, die wesentlich auf dem in Marburg entwickelten Konzept beruhen&#8220;, erl\u00e4uterte die Stadtr\u00e4tin. Als Orientierung gilt, dass im \u00dc3-Bereich eine Gr\u00f6\u00dfe von mindestens 10 Kindern (50 Prozent der Pl\u00e4tze), im U3-Bereich eine Gruppengr\u00f6\u00dfe von mindestens 8 Kindern erm\u00f6glicht werden soll. Erlauben die r\u00e4umlichen M\u00f6glichkeiten in der jeweiligen Kita es, dann k\u00f6nnen die Gruppen auch gr\u00f6\u00dfer sein. Denn besonders wichtig zur Verhinderung von Infektionsketten ist die konsequente Trennung der einzelnen Gruppen innerhalb einer Kita.<br \/>\nUm eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Betreuung zu gew\u00e4hrleisten, hatte die Stadt Marburg in der vergangenen Woche vom Land Hessen gefordert, Aussagen zur Fachkraftquote und zur kurzfristiger Nutzung zus\u00e4tzlicher R\u00e4ume f\u00fcr Kita-Gruppen zu treffen. Dazu hat sich das Land bislang nicht ge\u00e4u\u00dfert. In ihrer Funktion als Fachaufsicht pr\u00fcft die Stadt Marburg, ob weitere R\u00e4ume in anderen st\u00e4dtischen R\u00e4umen &#8211; beispielsweise in B\u00fcrgerh\u00e4usern &#8211; f\u00fcr eine zeitweise Kinderbetreuung geeignet sein k\u00f6nnten.<br \/>\nUm so viele Betreuungspl\u00e4tze wie m\u00f6glich anbieten zu k\u00f6nnen, kann es in Einzelf\u00e4llen erforderlich sein, die \u00d6ffnungszeiten der Kitas einzuschr\u00e4nken &#8211; denn es muss ausreichend Personal f\u00fcr die Betreuung mehrerer Gruppen eingesetzt werden k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8222;Auch beim Personal gibt es Angeh\u00f6rige der Risikogruppen und durch die kleineren Gruppen und die konsequente Trennung wird der Personalbedarf auch h\u00f6her, als im normalen Kita-Betrieb&#8220;, erkl\u00e4rte Kai Abraham. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der evangelischen Kindertagesst\u00e4tten in Marburg bedankte sich f\u00fcr die gemeinsame Arbeit mit der Stadt und der guten Unterst\u00fctzung durch das Jugendamt.<br \/>\nHarry Braun vom Gesamtelternbeirat lobte den Plan, dass Marburg so viele Betreuungspl\u00e4tze wie m\u00f6glich anbieten werde. &#8222;Auch andere arbeitende Eltern, die nicht den systemrelevanten Gruppen angeh\u00f6ren, brauchen eine zuverl\u00e4ssige Betreuung; und den Kindern fehlt die Kita auch&#8220;, sagte Braun.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Marburg erweitert die Pl\u00e4tze in der Kinderbetreuung schrittweise ab Dienstag (2. Juni). 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