{"id":4655,"date":"2020-01-24T16:57:20","date_gmt":"2020-01-24T15:57:20","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=4655"},"modified":"2020-01-24T16:57:20","modified_gmt":"2020-01-24T15:57:20","slug":"an-londoner-gericht-podium-fordert-freiheit-fuer-den-wikileaks-gruender","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=4655","title":{"rendered":"An Londoner Gericht: Podium fordert Freiheit f\u00fcr den Wikileaks-Gr\u00fcnder"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Freiheit f\u00fcr Julian Assange&#8220; forderten Teilnehmehnde einer Veranstaltung im K\u00e4te-Dinnebier-Saal am Donnerstag (23. Januar). Sie sorgen sich um Gesundheit und Leben des Wikileaks-Gr\u00fcnders. <!--more--><br \/>\nZwei Studenten der Philipps-Universit\u00e4t hatten die Podiumsdiskussion organisiert. Ihrer Einladung waren 34 G\u00e4ste gefolgt. Als Referenten sa\u00dfender Friedensforscher PD Dr. Johannes M. Becker und der B\u00fcrgerrechtler Franz-Josef Hanke auf dem Podium.<br \/>\nMitorganisator Gabriel Schnitzler gab zun\u00e4chst einen Einblick in die aktuelle Situation des Wikileaks-Gr\u00fcnders und ihre Vorgeschichte. Dabei zitierte er den britischen Diplomaten Craig Murray und den ANti-Folter-Beauftragten Nils Melzer vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNO). Beide bezeichneten Assanges aktuelle Situation als &#8222;Folter&#8220; und forderten seine unverz\u00fcgliche Entlassung aus der Haft.<br \/>\n&#8222;Julian Assange wird zu Tode gefoltert&#8220;, erkl\u00e4rte Murray. In 20 Jahren habe er noch nie einen derartig schockierenden Fall erlebt, wo demokratische Staaten sich gegen ein einziges Individuum zusammenschlie\u00dfenerkl\u00e4rte Melzer.<br \/>\nSchockiert zeigte sich Schnitzler \u00fcber den &#8222;ignoranten&#8220; Umgang der &#8222;westlichen Wertegemeinschaft&#8220; mit dem Fall Assange. W\u00e4hrend Menschenrechte und Menschenw\u00fcrde immer wieder hochgehalten w\u00fcrden, spielten sie im Fall Assange anscheinend keine Rolle. Der Student vermisste den &#8222;Aufschrei&#8220; und &#8222;Protest gegen psychologische Folter&#8220;.<br \/>\nAu\u00dferdem wies er auf unlautere Methoden bei der Berichterstattung \u00fcber den Fall Assange hin. Eine regelrechte Rufmordkampagne habe es geschafft, die Solidarit\u00e4t mit Assange auszuhebeln und die Berichterstattung \u00fcber seinen Fall aus den Schlagzeilen vieler medien zu verdr\u00e4ngen. Assange werde als &#8222;Vergewaltiger&#8220; dargestellt, w\u00e4hrend alle entlastenden Fakten unterschlagen w\u00fcrden.<br \/>\n&#8222;Selbst wenn man nicht mit allem einerstanden ist, was Julian Assange esagt oder getan hat, muss man doch klar f\u00fcr seine Freilassung eintreten&#8220;, erkl\u00e4rte Franz-Josef Hanke von der Humanistischen Union (HU). Der Marburger B\u00fcrgerrechtler verwies auf entsprechende Forderungen der Deutschen Journalistinnen- und Jurnalisten-Union (DJU) und des Deutschen Journalistenverbands (DJV) nach einer Freilassung des Journalisten. Eine Auslieferung an die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) versto\u00dfen demzufolge gegen Europ\u00e4isches und internationales Recht sowie die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention (EMRK).<br \/>\nBecker erinnerte an die Kriegsverbrechen, die die Whistleblowerin Chelsea Manning mit Hife von Assanges Internetplattform &#8222;Wikileaks&#8220; \u00f6ffentlich gemacht hat. Die Offenlegung dieser Verbrechen sei nicht nur eine mutige Tat, sondern auch eine wichtige Leistung f\u00fcr Transparenz und Demokratie. Klar sei allerdings, dass Milit\u00e4rs und Geheimdienste derartige Aktionen mit allen &#8211; ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden &#8211; Mitteln bek\u00e4mpfen.<br \/>\nGerade deswegen aber sei Wikileaks wichtig f\u00fcr die Durchsetzung friedlicher Politik und diplomatischer Bem\u00fchungen zur Konfliktl\u00f6sung. &#8222;Ohne Wikileaks w\u00e4re der Drohnenkrieg noch viel brutaler geworden&#8220;, vermutete der Friedensforscher. Umso dringlicher sei deshalb die Solidarit\u00e4t mit Assange.<br \/>\nAn ihm wolle die US-Regierung &#8222;ein Exempel statuieren&#8220;, erkl\u00e4rte Becker. Sein Beispiel solle andere davon abhalten, Verbrechen von Milit\u00e4rs oder Geheimdiensten\u00f6fffentlich zu machen. Deshalb z\u00f6gere man auch nicht, den schockierendenGesundheitszustand Assanges \u00f6ffentlich zur Schau zu stellen.<br \/>\nAm Dienstag (25. Februar) soll ein Gericht in London \u00fcber die Auslieferung des Wikileaks-gr\u00fcnders an die USA verhandeln. Bis dahin solle man ihm m\u00f6glichst viele Briefe ins Gef\u00e4ngnis schicken, empfahl ein Besucher der Veranstaltung. Au\u00dferdem verabredeten sich Anwensende zur Vorbereitung von Mahnwachen in Marburg zugunsten von Assange.<\/p>\n<p>* Franz-Josef Hanke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Freiheit f\u00fcr Julian Assange&#8220; forderten Teilnehmehnde einer Veranstaltung im K\u00e4te-Dinnebier-Saal am Donnerstag (23. Januar). 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