{"id":4500,"date":"2019-12-08T18:37:56","date_gmt":"2019-12-08T17:37:56","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=4500"},"modified":"2019-12-08T18:37:56","modified_gmt":"2019-12-08T17:37:56","slug":"jauchzet-frohlocket-weihnachtsoratorium-mit-urauffuehrung-in-der-elisabethkirche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=4500","title":{"rendered":"Jauchzet, frohlocket: Weihnachtsoratorium mit Urauff\u00fchrung in der Elisabethkirche"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Jauchzet, Frohlocket!&#8220; Gleich dreimal erklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach am zweiten Adventswochenende in der Elisabethkirche. Umrahmt wurde es mit einer neuen Komposition von Thomas Cornelius. <!--more--><br \/>\nSie wispern und zischeln. Dramatisch begann am Samstag (7. Dezember) die Urauff\u00fchrung dieser neuen Adventsmusik in der vollbesetzten Elisabethkirche. Zusammen mit ihrer Urauff\u00fchrung erklangen am zweiten Adventswochenende alle sechs Kantaten von Bachs Weihnachtsoratorium.<br \/>\nUnter der Leitung von Nils Kuppe wurde dieses Gesamtkunstwerk von der Kantorei der Elisabethkirche und dem Barockensemble &#8222;Solamente naturali&#8220; auf historischen Instrumenten aufgef\u00fchrt. Daneben sangen der Marburger Kinderchor und vier Gesangssolisten.<br \/>\nDer Hamburger Komponist Thomas Cornelius hat im Auftrag der Kantorei der Elisabethkirche die Komposition &#8222;Prolog und Epilog 1&amp;2&#8220; geschaffen. Sie besteht aus vier Teilen. Den Kantaten 1-3 und den Kantaten 4-6 des Bachschen Oratoriums wird jeweils ein ausf\u00fchrlicher Prolog vorangestellt, und ein kurzer Epilog zum Ausklang angeh\u00e4ngt.<br \/>\nTragendes Element der Komposition sind Advents- und Weihnachtslieder. Melodien wie &#8222;Es ist ein Ros&#8220; entsprungen&#8220;, &#8222;Es kommt ein Schiff geladen&#8220; oder &#8222;Die Nacht ist vorgedrungen&#8220; hat der Komponist teilweise modern gebrochen, teilweise aber auch mit ihrer bekannten Melodie zitiert. Cornelius ist dabei ein Werk von hoher Dramatik und Eindringlichkeit gelungen, das die Beteiligten am Samstagabend hervorragend urauff\u00fchrten.<br \/>\nTrotz ihres gro\u00dfartigen Eindrucks konnte die Musik von Cornelius aber nicht bestehen gegen das weltber\u00fchmte Meisterwerk von Bach aus dem Jahr 1734. Allerdings war der Komponist klug genug, den ersten drei Bach-Kantaten nur einen sehr kurzen Epilog hinanzustellen, der gut zur anmutung der barocken Klangf\u00fclle des Leipziger Thomaskantors passte.<br \/>\nAlle Beteiligten haben bei der Urauff\u00fchrung am Samstagabend mit herausragenden Leistungen brilliert. Besonders gut gefiel die warme Bass-Stimme von Julian Redlin.<br \/>\nSehr gelungen war auch die Verteilung der Musiker im Raum. So erklang der Kinderchor von weit hinten, w\u00e4hrend die S\u00e4nger dicht vor der ersten Stuhlreihe standen. Instrumentalsoli wurden dann zum Teil nahe bei ihnen vorgetragen.<br \/>\nDie barocke Pracht von Pauken und Trompeten erw\u00e4rmte die Herzen der H\u00f6renden ebenso wie das einf\u00fchlsame Spiel von Geigen und Fl\u00f6te. Die historischen Instrumente und die \u00fcppige Besetzung der Ch\u00f6re lie\u00dfen immer wieder das Gef\u00fchl aufkommen, Bach lie\u00dfe in diesem Weihnachtsoratorium tats\u00e4chlich die Engel im Himmel jauchzen und frohlocken.<br \/>\nMit minutenlangem begeistertem Applaus dankte das Publikum allen Beteiligten f\u00fcr diesen wunderbaren Abend. Besonders gro\u00dfen Beifall erhielt neben dem Kantor Kuppe und den Solisten auch cornelius, der das Orchester auf der Orgel begleitet hatte. Als Zugabbe erfreuten die Musizierenden das Publikum zum Schlus snoch einmal mit dem Weihnachtslied &#8222;Es ist ein Ros\u00b4entsprungen&#8220;.<\/p>\n<p>* Franz-Josef Hanke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Jauchzet, Frohlocket!&#8220; Gleich dreimal erklang das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach am zweiten Adventswochenende in der Elisabethkirche. 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