{"id":4499,"date":"2019-12-07T13:21:05","date_gmt":"2019-12-07T12:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=4499"},"modified":"2019-12-07T13:21:05","modified_gmt":"2019-12-07T12:21:05","slug":"dank-der-dfg-forschungsgruppe-pegasus-erhaelt-vier-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=4499","title":{"rendered":"Dank der DFG: Forschungsgruppe PEGASUS erh\u00e4lt vier Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>Die Forschungsgruppe &#8222;PEGASUS&#8220; erh\u00e4lt vier Millionen Euro von der DFG. Sie will Autoimmunerkrankungen besser verstehen und behandeln. <!--more--><br \/>\nBei Menschen, die an der Hautkrankheit &#8222;Pemphigus&#8220; leiden, greift das Immunsystem irrt\u00fcmlich Eiwei\u00dfe in den obersten Hautschichten an. In der Folge bilden sich Blasen an Haut und Schleimh\u00e4uten, in manchen F\u00e4llen l\u00f6st sich die Haut gro\u00dffl\u00e4chig ab.<br \/>\nUnd unbehandelt f\u00fchrt die Krankheit oft zum Tod. Die Autoimmunerkrankung &#8222;Pemphigus&#8220; ist relativ selten, aber als Modell einer Autoimmunerkrankung bedeutsam, da die Mechanismen, die zur Krankheitsentstehung f\u00fchren, mittlerweile gut verstanden sind. Bislang wird der Pemphigus meist mit Arzneimitteln behandelt, die das Immunsystem unterdr\u00fccken und zahlreiche unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen haben.<br \/>\nDas Leid der Erkrankten zu lindern, indem wirksame und gut vertr\u00e4gliche Behandlungsm\u00f6glichkeiten gefunden werden, ist ein Ziel der Forschungsgruppe &#8222;Pemphigus &#8211; von der Pathogenese zu neuen Behandlungsm\u00f6glichkeiten&#8220; (PEGASUS) am Fachbereich Medizin der Philipps-Universit\u00e4t.<br \/>\nSeit 2017 erforscht PEGASUS diese Autoimmunerkrankung der Haut und Schleimh\u00e4ute. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00f6rdert PEGASUS nun f\u00fcr weitere drei Jahre mit einer Gesamtsumme von etwa 4 Millionen Euro. Nicht nur f\u00fcr die Philipps-Universit\u00e4t und die Betroffenen ist das &#8222;die <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?cat=1830\">gute Nachricht<\/a> der Woche&#8220;.<br \/>\nIm zweiten F\u00f6rderabschnitt sollen unter anderem Vertr\u00e4glichkeit und Wirkmechanismus eines neu erforschten Medikaments gegen Pemphigus in einer klinischen Studie an Pemphigus-Patientinnen und Patienten getestet werden. Dieser translationale Ansatz mit \u00dcbertragung von Erkenntnissen aus dem Labor in eine klinische Therapiestudie und verbesserte Immundiagnostik zeichnet die Forschungsgruppe besonders aus.<br \/>\n&#8222;Wir freuen uns sehr \u00fcber die M\u00f6glichkeit, neben der Fortsetzung unserer Grundlagenforschung zum Pemphigus mit der PEGASUS-Gruppe nun auch erste Forschungserkenntnisse zum Wohl der Patientinnen und Patienten in eine fr\u00fche klinische Phase-I-Studie zu \u00fcbertragen&#8220;, sagte Prof. Dr. Michael Hertl von der Forschungsgruppe. &#8222;Der Weg dorthin hat mehr als 20 Jahre Forschungsarbeit in Anspruch genommen und ist nur in der Teamarbeit, unter anderem durch pr\u00e4klinische Ergebnisse verschiedener Arbeitsgruppen m\u00f6glich geworden. Mit der Phase-I-Studie geh\u00f6ren wir sicherlich zu den international innovativsten Pemphigus-Forschern.&#8220;<br \/>\nBesonders freut ihn, dass er \u00fcber klinische Rotationsstellen der DFG bereits zahlreiche junge \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr die Erforschung von Autoimmunerkrankungen begeistern konnte. Nur so k\u00f6nne der wissenschaftliche Wissenszuwachs bei der Erforschung von Autoimmunerkrankungen auch in der Zukunft gew\u00e4hrleistet werden.<br \/>\n&#8222;Der Erfolg der Forschungsgruppe ist ein wichtiges Signal daf\u00fcr, dass Grundlagenforschung \u00fcber einen ausreichend langen Zeitraum gef\u00f6rdert werden muss, um Ergebnisse zu erbringen, die in die Anwendung \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte Universit\u00e4tspr\u00e4sidentin Prof. Dr. Katharina Krause. &#8222;Die medizinische Forschung in Marburg zeigt damit einmal mehr ihre St\u00e4rke im translationalen Aspekt.&#8220;<br \/>\nDie Forschung an Pemphigus soll auch dazu beitragen, Autoimmunit\u00e4t generell besser zu verstehen. Seit vielen Jahren werden Immun-Mechanismen erforscht, die zur Ausbildung der krankmachenden Autoantik\u00f6rper f\u00fchren. F\u00fcr Pemphigus sind diese Mechanismen des Krankheitsverlaufs bereits gut dokumentiert und erforscht. Schwerpunkt von PEGASUS ist die Erforschung von T-Lymphozyten &#8211;<br \/>\nAbwehrzellen, die zusammen mit B-Lymphozyten die Bildung von Immunglobulin-G-Autoantik\u00f6rpern gegen ein Haftmolek\u00fcl in der obersten Hautschicht ausl\u00f6sen und regulieren.<br \/>\nDurch die Hemmung der krankmachenden T-Zellen soll versucht werden, den Krankheitsverlauf g\u00fcnstig zu beeinflussen. Diese Erkenntnisse sollen direkt in eine klinische &#8222;Phase-I-Studie&#8220; an Pemphigus-Patientinnen und -Patienten einm\u00fcnden. Bei guter Vertr\u00e4glichkeit des neuen Medikaments soll auch die Wirkung auf T-Zellen und weitere Immunzellen \u00fcberpr\u00fcft werden.<br \/>\nWeitere Partner des PEGASUS-Konsortiums haben Labormethoden entwickelt, um die krankmachenden Immunzellen im Blut der Patientinnen und Patienten im Verlauf der Erkrankung oder Therapie zu messen. Dar\u00fcber hinaus untersuchen zellbiologische Projekte, wie die krankmachenden Blutantik\u00f6rper gegen das Haftmolek\u00fcl Desmoglein 3 zur Blasenbildung an der Haut und Schleimh\u00e4uten f\u00fchren und welche zus\u00e4tzlichen Faktoren im Gewebe daf\u00fcr erforderlich sind. Diese Ergebnisse sollen helfen, grundlegende Mechanismen von Autoimmunit\u00e4t zu verstehen, deren Verst\u00e4ndnis auch f\u00fcr die Behandlung weiterer Autoimmunerkrankungen genutzt werden kann.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Forschungsgruppe &#8222;PEGASUS&#8220; erh\u00e4lt vier Millionen Euro von der DFG. 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