{"id":4296,"date":"2019-10-10T12:59:20","date_gmt":"2019-10-10T10:59:20","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=4296"},"modified":"2019-10-10T12:59:20","modified_gmt":"2019-10-10T10:59:20","slug":"laender-vernetzen-uni-marburg-kooperiert-mit-kilimandscharo-region","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=4296","title":{"rendered":"L\u00e4nder vernetzen: Uni Marburg kooperiert mit Kilimandscharo-Region"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam wollen \u00c4rzte aus Afrika und Marburg Gesundheitssysteme st\u00e4rken. Die Philipps-Universit\u00e4t intensiviert deshalb ihre Partnerschaft mit der Kilimandscharo-Region in Tansania. <!--more--><br \/>\n\u00dcber 1,5 Millionen Menschen starben nach Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO 2017 an Tuberkulose. Diese vermeidbare Infektionskrankheit tritt vor allem in strukturschwachen Regionen in Afrika, Osteuropa und Zentralasien auf.<br \/>\nDie medizinische Grundversorgung hat sich in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, doch immer noch stellen viele Krankheiten f\u00fcr die Gesundheitssysteme der Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder eine gro\u00dfe Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat das Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit der Else-Kr\u00f6ner-Fresenius-Stiftung die Initiative &#8222;Klinikpartnerschaften &#8211;<br \/>\nPartner st\u00e4rken Gesundheit&#8220; ins Leben gerufen. Sie soll durch langfristige Partnerschaften zwischen Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4ndern leistungsf\u00e4hige Gesundheitssysteme aufbauen.<br \/>\nGemeinsam mit drei medizinischen Institutionen der Kilimandscharo-Regionin Tansania ist der Fachbereich Medizin der Philipps-Universit\u00e4t nun Teil des Programms. Neben der F\u00f6rderung des BMZ und der Else-Kr\u00f6ner-Fresenius-Stiftung wird das Vorhaben durch den Forschungsfonds des Universit\u00e4tsklinikums Gie\u00dfen und Marburg (UKGM) unterst\u00fctzt. Am Mittwoch (9. Oktober) fand ein Festakt zum offiziellen Start der Kooperation statt.<br \/>\n&#8222;Gemeinsam stehen wir vor gro\u00dfen globalen Herausforderungen&#8220;, erklr\u00e4rte Prof. Dr. Katharina Krause. &#8222;Wir alle werden von ihren Folgen betroffen sein und sollten sie daher gemeinsam angehen.&#8220;<br \/>\nIn ihrer Begr\u00fc\u00dfung hob die Pr\u00e4sidentin der Philipps-Universit\u00e4t die Bedeutung solcher Kooperationen hervor: &#8222;Wir sind stolz auf internationale Kooperationen wie diese, denn sie sind f\u00fcr den Fortschritt der Wissenschaft von entscheidender Bedeutung. Einen Rahmen f\u00fcr die Internationalisierung zu schaffen und an die Bed\u00fcrfnisse von Wissenschaft und Forschung, Lehre und Studium anzupassen, ist eine der wichtigsten strategischen Aufgaben der Universit\u00e4t Marburg.&#8220;<br \/>\nKanzleramtsminister Prof. Dr. Helge Braun \u00fcbersandte eine Gru\u00dfbotschaft auf Video. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener beteiligter Institutionen waren eigens aus Afrika angereist.<br \/>\n&#8222;Wir freuen uns sehr, dass wir die Partnerschaft mit dem KCMC auf eine neue Ebene bringen k\u00f6nnen&#8220;, sagte Renz. 2018 hatte er die Zusammenarbeit mit einer medizinisch-wissenschaftlichen Exkursion zum Kilimandscharo begr\u00fcndet. 24 gesunde Probandinnen und Probanden bestiegen damals das h\u00f6chste Bergmassiv Afrikas, um die Entwicklung der H\u00f6henkrankheit zu untersuchen.<br \/>\nIm Rahmen dieses Besuchs fand der erste Kontakt zum KCMC statt. Es ist das einzige Universit\u00e4tskrankenhaus mit Medizinerausbildung in Nordtansania.<br \/>\nAls \u00e4rztlicher Leiter f\u00fchrte Renz die Exkursion gemeinsam mit Dr. Christian Kreisel durch. Im weiteren Verlauf der Kooperation kam es zur Unterzeichnung eines &#8222;Memorandum of Understanding&#8220; zum Aufbau und Ausbau der Kooperation in Forschung, Lehre und Krankenversorgung zwischen KCMC, dem Faraja-District Hospital und dem Fachbereich Medizin der Philipps-Universit\u00e4t. &#8222;Hier lag der Fokus zun\u00e4chst auf der Diagnostik und Vermittlung der epidemiologischen, patho-physiologischen Zusammenh\u00e4nge und dem Start der Zusammenarbeit mit der Laboratoriumsmedizin&#8220;, erl\u00e4uterte Renz.<br \/>\nDie neue Kooperation soll den Schwerpunkt nun auf die nicht-\u00fcbertragbaren Krankheiten wie Diabetes oder Krebs legen. Zu den gro\u00dfen Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universit\u00e4t geh\u00f6ren neben den Bereichen &#8222;Tumorbiologie und Onkologie&#8220;, &#8222;Infektion, Inflammation und Immunit\u00e4t&#8220; sowie &#8222;Neurowissenschaften&#8220; auch Grundlagenbereiche in &#8222;Zellbiologie&#8220; und &#8222;Genregulation&#8220;.<br \/>\n&#8222;Mit der Partnerschaft wollen wir diese Expertise und unser Fachwissen zu Krankheitsbildern, Diagnoseverfahren, Behandlungsoptionen, organisatorischen Abl\u00e4ufen oder neuen Technologien in diesen Bereichen austauschen und ineffiziente Abl\u00e4ufe identifizieren&#8220;, erkl\u00e4rte Renz. Langfristiges Ziel ist die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in der Kilimandscharo-Regionin Tansania.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam wollen \u00c4rzte aus Afrika und Marburg Gesundheitssysteme st\u00e4rken. 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