{"id":426,"date":"2017-04-20T07:23:01","date_gmt":"2017-04-20T05:23:01","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=426"},"modified":"2017-04-20T07:23:01","modified_gmt":"2017-04-20T05:23:01","slug":"ring-frei-drei-konzepte-fuer-ringlokschuppen-gehen-in-zweite-runde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=426","title":{"rendered":"Ring frei: Drei Konzepte f\u00fcr Ringlokschuppen gehen in zweite Runde"},"content":{"rendered":"<p>Die eingegangenen Angebote zur weiteren Nutzung des Ringlokschuppens hat ein Auswahlgremium am Mittwoch (19. April) in einer ersten Stufe beraten. Drei Konzepte gehen nun in die zweite Runde der Auswahl Anfang Mai. <!--more--><br \/>\nUm den denkmalgesch\u00fctzten Ringlokschuppen mit einer &#8211; zum kulturellen Umfeld des Waggonhallen-Areals passenden &#8211; Nutzung zu erhalten, hatte sich die Stadtverordnetenversammlung (StVV) im Herbst auf Magistratsvorschlag hin f\u00fcr eine Konzeptausschreibung mit B\u00fcrgerbeteiligung entschieden. Um die inhaltliche Ausrichtung der eingereichten Konzepte als Faktor bei der Auswahl eines m\u00f6glichen K\u00e4ufers am st\u00e4rksten gewichten zu k\u00f6nnen und nicht aufgrund des preislichen H\u00f6chstangebots ver\u00e4u\u00dfern zu m\u00fcssen, wurde das besondere Verfahren der Konzeptausschreibung ausgew\u00e4hlt.<br \/>\nIm Rahmen des neuen st\u00e4dtischen Schwerpunkts der B\u00fcrgerinnen- und B\u00fcrgerbeteiligung sind dabei Anwohnerinnen und Anwohner, Nutzerinnen und Nutzer, fachkundige Beir\u00e4te und alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung neben Magistrat und Verwaltung an der Auswahl direkt beteiligt. Sie haben die eingegangenen Angebote am Mittwoch nach Kriterien wie Denkmalschutz, Architektur, Gestaltung, st\u00e4dtebaulichem Konzept und Art der Nutzung, nach Wirtschaftlichkeit, Realisierungszeitraum und energetischem Konzept bewertet.<br \/>\nIn einer zweiten Runde Anfang Mai kommt dann der Angebotspreis als Kriterium hinzu. Das Verfahren ist somit noch nicht abgeschlossen.<br \/>\nWelches der eingereichten Konzepte am Ende des Beteiligungsprozesses umgesetzt werden soll, entscheidet im Anschluss die Stadtverordnetenversammlung. Das Auswahlgremium gibt zuvor eine Empfehlung ab, die in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung beraten wird.<br \/>\nDie drei f\u00fcr die zweite Runde ausgew\u00e4hlten Konzepte lagen mit einem jeweils \u00fcberzeugenden Denkmalschutzkonzept in der Bewertung des Auswahlgremiums nah beieinander.<br \/>\nZiel des ersten Projekts &#8222;Begegnungsst\u00e4tte f\u00fcr Mensch, Technik, Kultur, Geschichte, Handwerk und Bildung&#8220; ist es, den Geb\u00e4udekomplex zu sanieren, soweit wie m\u00f6glich zu erhalten und zum \u00fcberregionalen Anlaufpunkt f\u00fcr Interessierte der Technikgeschichte und Lokomotiven zu entwickeln. Das komplette Gel\u00e4nde soll f\u00fcr Sonderfahrten mit alten Lokomotiven nutzbar und dem Tourismus zug\u00e4nglich gemacht werden.<br \/>\nDazu w\u00fcrde die Drehscheibe erhalten und im Inneren des Lokschuppens ein flexibler Boden eingerichtet. Drei der 16 Lokst\u00e4nde blieben in ihrer urspr\u00fcnglichen Funktion erhalten. Sichtbarstes Merkmal des Konzepts w\u00e4re eine Glasriegelkonstruktion in den T\u00fcr- und Fensterbereichen des Lokschuppens.<br \/>\nDas Werkstattgeb\u00e4ude soll als Pr\u00e4sentations- und Ausstellungsraum dienen. Die Au\u00dfenfl\u00e4che b\u00f6te Platz f\u00fcr Veranstaltungen. Sie w\u00e4re auch f\u00fcr das Theater der Waggonhalle nutzbar.<br \/>\nDas zweite Konzept tr\u00e4gt den Titel &#8222;Kultur- und Begegnungszentrum Drehscheibe-Lokschuppen&#8220;. Ein neues gl\u00e4sernes Atrium mit Sichtachse auf Drehscheibe und Stadt soll laut diesem Vorschlag architektonisch mehrere Raumkonzepte miteinander verbinden.<br \/>\nauf der einen Seite entst\u00fcnde demnach ein Veranstaltungsraum f\u00fcr kulturelle Events, Gottesdienste sowie als offene Begegnungsfl\u00e4che und auf der anderen Seite ein Kreativraum mit B\u00fcros, Ateliers und Meetingr\u00e4umen f\u00fcr die Kunst-, Kreativ- und Kulturszene. Ein Konzept f\u00fcr studentisches Wohnen k\u00e4me &#8211;<br \/>\nintegriert in die historische Industriekultur des Lokschuppens &#8211; hinzu. Im angrenzenden Werkstattgeb\u00e4ude entst\u00fcnden auf zwei Ebenen Verwaltungs- und Seminarr\u00e4ume sowie ein Erlebnisbereich f\u00fcr Kinder.<br \/>\nDer dritte Vorschlag schlie\u00dflich firmiert unter dem Titel &#8222;Von der Industriebrache zum kreativen Knotenpunkt&#8220;. Baulich will dieses Projekt die historische H\u00fclle der Waggonhalle erhalten und um ein Dach mit Glaselementen erg\u00e4nzen. In die H\u00fclle hinein gebaut werden sollen separat beheizbare Teilbauk\u00f6rper.<br \/>\n\u00d6ffentliche Tagungsr\u00e4ume und eine Ausstellungsfl\u00e4che w\u00e4ren sowohl f\u00fcr das Theater der Waggonhalle und die Gastronomie des Rotkehlchens als auch zur Vermietung f\u00fcr Veranstaltungen nutzbar. Erg\u00e4nzt w\u00fcrde das bestehende Geb\u00e4ude um eine private Arbeitsfl\u00e4che f\u00fcr die Marburger Kreativwirtschaft und Start-Ups, wobei die W\u00e4nde und das Dach des Lokschuppens erhalten und sichtbar bleiben. Im Werkstattgeb\u00e4ude entst\u00fcnde ein Hotel und Boarding-Haus mit 32 Zimmern.<br \/>\nDer seit langem ungenutzte und leerstehende Lokschuppen im Nordviertel am Ortenberg ist als Kulturdenkmal eingetragen und befindet sich in einem baulich sehr schlechten Zustand. Aufgrund der unterlassenen Instandhaltung seitens des Voreigent\u00fcmers waren gro\u00dfe Teilbereiche des Dachs bereits vor dem Kauf eingest\u00fcrzt, so dass das Geb\u00e4ude nach der \u00dcbernahme durch die st\u00e4dtische Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau als Erstes komplett abgesperrt werden musste.<br \/>\n2015 war zudem der kontrollierte Abbau eines begrenzten &#8211; unmittelbar einsturzgef\u00e4hrdeten &#8211; Teilbereichs des Dachs notwendig geworden, um wesentlich gr\u00f6\u00dfere Sch\u00e4den durch einen unkontrollierten Teileinsturz zu verhindern. Die Dacheindeckung wurde abgenommen und die freiliegende Dachkonstruktion vor weiterer Verwitterung gesch\u00fctzt. Nun besteht dringend Handlungsbedarf, um den Bestand zu sichern.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die eingegangenen Angebote zur weiteren Nutzung des Ringlokschuppens hat ein Auswahlgremium am Mittwoch (19. April) in einer ersten Stufe beraten. 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