{"id":3423,"date":"2019-03-27T14:37:38","date_gmt":"2019-03-27T13:37:38","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=3423"},"modified":"2019-03-27T14:37:38","modified_gmt":"2019-03-27T13:37:38","slug":"mut-zur-klarheit-gedenken-an-ermordete-roma-und-sinti","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=3423","title":{"rendered":"Mut zur Klarheit: Gedenken an ermordete Roma und Sinti"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;In Marburg darf kein Platz f\u00fcr Rassismus und erst recht nicht f\u00fcr Gewalt sein!&#8220; Das sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies zum Gedenken am 76. Jahrestag der Deportation Marburger Sinti. <!--more--><br \/>\nMit dem Anbringen eines Kranzes an der Gedenktafel am ehemaligen Landratsamt und heutigen Bauamt in der Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe hat die Universit\u00e4tsstadt Marburg der 500.000 Sinti und Roma gedacht, die unter den Nationalsozialisten ermordet worden sind. Oberb\u00fcrgermeister Spies mahnte, auch in heutiger Zeit wachsam gegen\u00fcber Rechtsextremismus zu sein.<br \/>\nEtwa 30 Menschen nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, zu der die Universit\u00e4tsstadt Marburg eingeladen hatte. Neben Menschen aus Marburg sowie Angeh\u00f6rigen der Opfer waren unter anderem Romano Strau\u00df f\u00fcr den Landesverband der Sinti und Roma und Landr\u00e4tin Kirsten Fr\u00fcndt gekommen.<br \/>\nSpies erinnerte daran, dass am 23. M\u00e4rz 1943 vor dem ehemaligen Landratsamt Sinti aus Marburg und Umgebung gesammelt wurden, bevor sie vom Marburger Hauptbahnhof in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurden. Die meisten \u00fcberlebten nicht.<br \/>\n&#8222;Das nationalsozialistische Deutschland hat sechs Millionen Menschen ermordet&#8220;, erkl\u00e4rte Spies. &#8222;Der Holocaust war der Tiefpunkt menschlicher Zivilisation; und wir wollen und werden dieses Verbrechen nicht vergessen.&#8220;<br \/>\nDie Ereignisse vor 76 Jahren seien jedoch nur der schreckliche H\u00f6hepunkt einer seit Jahrhunderten andauernden Diskriminierung gewesen, hob Spies hervor. Dabei h\u00e4tten Sinti und Roma mit ihrer Kultur Deutschland immer bereichert &#8222;auch in dieser Stadt&#8220;&#8220;<br \/>\nDem Landesverband sei er sehr dankbar, dass er Kommunen unterst\u00fctze, die Verfolgung aufzuarbeiten und auch in Schulklassen gehe. Sinti und Roma seien fester Bestandteil der Gesellschaft &#8222;und ohne Sie sind wir nicht komplett&#8220;.<br \/>\nEs reiche nicht, an Gedenktagen der Opfer zu erinnern, betonte Spies. Auch die heutigen Probleme m\u00fcssten im Blickpunkt bleiben. Er erinnerte daran, dass erst vor wenigen Tagen ein Marburger Busfahrer Opfer rassistischer Gewalt geworden ist, was die Stadtverordnetenversammlung einstimmig verurteilte.<br \/>\n&#8222;Es ist kein Platz hier f\u00fcr Rassismus und erst Recht nicht f\u00fcr Gewalt&#8220;, bekr\u00e4ftigte der Oberb\u00fcrggermeister. &#8222;Ich will und kann mir nicht vorstellen, dass in unserem weltoffenen Marburg so etwas passiert wie in Neuseeland, wo Rechtsradikale k\u00fcrzlich so viele Menschen get\u00f6tet haben.&#8220;<br \/>\nAber auch hier d\u00fcrften die Menschen nicht wegsehen. Deshalb appellierte er an die Marburgerinnen und Marburger, aufmerksam zu sein und Rassismus entschieden entgegenzutreten: &#8222;Und daf\u00fcr braucht es viele Menschen, die sich einsetzen.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;In Marburg darf kein Platz f\u00fcr Rassismus und erst recht nicht f\u00fcr Gewalt sein!&#8220; Das sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies zum Gedenken am 76. 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