{"id":2413,"date":"2018-07-11T19:31:01","date_gmt":"2018-07-11T17:31:01","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=2413"},"modified":"2018-07-11T19:31:01","modified_gmt":"2018-07-11T17:31:01","slug":"ausbrennen-fuer-kultur-stadt-foerdert-betrieb-und-aktive","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=2413","title":{"rendered":"Ausbrennen f\u00fcr Kultur: Stadt f\u00f6rdert Betrieb und Aktive"},"content":{"rendered":"<p>790.000 Euro erh\u00e4lt Marburgs Soziokultur. Die entsprechenden F\u00f6rderbescheide hat Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies am Mittwoch (11. Juli) \u00fcbergeben. <!--more--><br \/>\nEin Ziel der Marburger Kulturpolitik sei die Weiterentwicklung des kulturellen Angebots, das ein besonderes Profil hat. Um das zu unterst\u00fctzen, hat Oberb\u00fcrgermeister Spies nun Bewilligungsbescheide f\u00fcr Zusch\u00fcsse an die Kulturtr\u00e4ger KFZ, Waggonhalle, Trauma und German Stage Service \u00fcberreicht.<br \/>\nUm auch die hauptamtlichen Besch\u00e4ftigten der Kulturbetriebe im Alter zu unterst\u00fctzen, startet die Stadt zudem ein Modellprojekt. Sie bezuschusst die betriebliche Altersvorsorge mit mindestens 50 Prozent.<br \/>\n&#8222;Die Marburgerinnen und Marburger sind zurecht stolz auf die Vielfalt und Qualit\u00e4t der Kulturangebote in ihrer Stadt&#8220;, erkl\u00e4rte Spies. &#8222;Es ist eine \u00fcber die Jahre gewachsene Kombination aus ehrenamtlichem Engagement und beruflicher Professionalit\u00e4t. Didies &#8211; im Zusammenspiel mit \u00f6ffentlicher Unterst\u00fctzung &#8211; erm\u00f6glicht das Ziel, Kultur f\u00fcr alle in der Stadtgesellschaft zug\u00e4nglich zu machen.&#8220;<br \/>\nUm das qualitativ hochwertige und vielf\u00e4ltige Kulturgebot finanziell zu unterst\u00fctzen, hat die Stadt die F\u00f6rderung f\u00fcr den laufenden Betrieb der Kulturtr\u00e4ger in diesem Haushaltsjahr deutlich steigern k\u00f6nnen auch im Vergleich zum Jahr 2016. Die vier Kulturtr\u00e4ger, die zusammen weit mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher im Jahr haben, werden 2018 mit rund 790.000 Euro unterst\u00fctzt.<br \/>\nDarin enthalten sind Zusch\u00fcsse f\u00fcr den laufenden Betrieb &#8211; knapp eine halbe Million Euro &#8211; sowie die Mietkosten. Hinzu kommen auch Abschreibungen und Investitionen f\u00fcr die Geb\u00e4ude, die die Stadt Marburg den soziokulturellen Anbietern zur Verf\u00fcgung stellt. &#8220;<br \/>\nDas bedeutet, dass wir im Schnitt neun Euro pro Besucherin und Besucher an Unterst\u00fctzung leisten&#8220;, rechnete Spies vor. &#8222;Das beschreibt, welchen Stellenwert die Kultur f\u00fcr Marburg hat.&#8220;<br \/>\nWichtig ist der Stadt aber auch, dass die, die das Kulturangebot machen, unterst\u00fctzt werden. Kulturdezernent Spies hat daher ein bundesweit neues Modellprojekt zur Unterst\u00fctzung der Alterssicherung von hauptamtlich Besch\u00e4ftigten der Kulturbetriebe in Marburg gestartet.<br \/>\n&#8222;Sie machen ihre Arbeit mit Liebe, Leidenschaft und ihrer Arbeitskraft&#8220;, erkl\u00e4rte der Oberb\u00fcrgermeister. &#8222;Die F\u00f6rderungen der Stadt investieren sie eher in den Ausbau ihres Kulturangebots als in die eigene Absicherung.&#8220;<br \/>\nDeshalb wolle die Stadt die Altersvorsorge dieser Kulturschaffenden zus\u00e4tzlich und zweckgebunden unterst\u00fctzen. &#8222;Wir antworten damit auf die meist prek\u00e4ren Rentenerwartungen von Besch\u00e4ftigten in soziokulturellen Kulturbetrieben, professionellen freien Theatern und Musikschulen, denn die Renten, die sie einmal zu erwarten haben, liegen oft unterhalb der Grundsicherung&#8220;, sagte das Stadtoberhaupt. &#8222;Au\u00dferdem m\u00f6chten wir dazu beitragen, die Attraktivit\u00e4t der Jobs zu steigern, die hier mit Leidenschaft gemacht werden.&#8220;<br \/>\nDie Stadt Marburg bietet f\u00fcr hauptamtlich Besch\u00e4ftigte einen zweckgebundenen Zuschuss an die Kulturtr\u00e4ger und f\u00f6rdert damit den Abschluss einer betrieblichen Altersversorgung. Das am 1. Januar 2018 in Kraft getretene Betriebsrentenst\u00e4rkungsgesetz (BRSG) erm\u00f6glicht dabei, dass Geringverdienende, die im Alter die Grundsicherung in Anspruch nehmen m\u00fcssen, einen monatlichen Freibetrag von bis zu 205 Euro nicht auf diese Grundsicherung angerechnet bekommen.<br \/>\nDer Fachdienst Kultur hat in enger Abstimmung mit Versicherungsexperten, den Kulturtr\u00e4gern KFZ, Waggonhalle, Trauma und German Stage Service sowie mit der Musikschule und der Kunstwerkstatt vereinbart, dass bei einer vollen Stelle sowohl die Besch\u00e4ftigten als auch der Arbeitgeber jeweils 25 Euro f\u00fcr die betriebliche Altersversorgung zahlen. Die Stadt Marburg gibt einen Zuschuss von 50 Euro pro voller Stelle.<br \/>\nDadurch werden monatlich insgesamt 100 Euro in die Altersvorsorge eingezahlt. Bei Personen, die \u00fcber 45 Jahre alt sind und seit mindestens 20 Jahren f\u00fcr die Kulturbetriebe arbeiten, zahlt die Stadt bei Vollzeitstellen sogar einen Zuschuss von 100 Euro, sodass 150 Euro in die betriebliche Altersvorsorge eingezahlt werden.<br \/>\n&#8222;Die Versicherungen werden derzeit von den Arbeitgebern abgeschlossen, die dann die F\u00f6rderung bei der Stadt abrufen&#8220;, erkl\u00e4rte Fachdienstleiter Dr. Richard Laufner. Daf\u00fcr sind Mittel von bis zu 30.000 Euro bereitgestellt worden. Etwa 20 bis 30 Besch\u00e4ftigte werden die gef\u00f6rderte Versicherung nach R\u00fcckmeldung der Kulturtr\u00e4ger vermutlich abschlie\u00dfen.<br \/>\nDie finanzielle Lage der Besch\u00e4ftigten im Kulturbereich war Thema im Kulturforum gewesen, anschlie\u00dfend auch in einer Expertise zur betriebswirtschaftlichen Perspektive des neuen KFZ. Im Fr\u00fchjahr 2017 hat Oberb\u00fcrgermeister Spies die Initiative f\u00fcr das Modellprojekt ergriffen.<br \/>\n&#8222;Ich empfinde diese F\u00f6rderung als ein Dankesch\u00f6n f\u00fcr unsere Arbeit und dar\u00fcber freue ich mich sehr&#8220;, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Marion Breu von der Waggonhalle. &#8222;Es ist vor allem eine auf die Zukunft gerichtete F\u00f6rderung, die hilft, dass Arbeitspl\u00e4tze im Kulturbereich etwas attraktiver f\u00fcr den Nachwuchs werden&#8220;, erg\u00e4nzte ihr Mitgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Matze Schmidt. &#8222;Es kann dabei helfen, den Generationswechsel bei den Kulturtr\u00e4gern vern\u00fcnftig hinzukriegen.&#8220;<br \/>\nIn den vergangenen Jahren wurde zudem erheblich in R\u00e4ume f\u00fcr die Kulturangebote investiert. Mit dem Ausbau des G-Werks f\u00fcr Trauma und German Stage Service, mit dem KFZ im Erwin-Piscator-Haus und mit der Sanierung des Kulturzentrums Waggonhalle im Fr\u00fchsommer 2018 ein hervorragender Rahmen f\u00fcr diese Kulturtr\u00e4ger geschaffen, die zusammengenommen ein vielf\u00e4ltiges und abwechslungsreiches kulturelles Angebot in der Universit\u00e4tsstadt entwickelt und etabliert haben.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>790.000 Euro erh\u00e4lt Marburgs Soziokultur. Die entsprechenden F\u00f6rderbescheide hat Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies am Mittwoch (11. 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