{"id":2167,"date":"2018-04-27T17:57:17","date_gmt":"2018-04-27T15:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=2167"},"modified":"2018-04-27T17:57:17","modified_gmt":"2018-04-27T15:57:17","slug":"ausmass-unbekannt-runder-tisch-preiswerter-wohnraum-in-marburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=2167","title":{"rendered":"Ausma\u00df unbekannt: Runder Tisch &#8222;Preiswerter Wohnraum&#8220; in Marburg"},"content":{"rendered":"<p>1.600 neue Wohnungen sind in Marburg in f\u00fcnf Jahren entstanden. Weitere sind im Bau. Doch der Bedarf steigt weiter. <!--more--><br \/>\nDeshalb ist die Wohnraumversorgung f\u00fcr die Stadtpolitik ein zentrales Thema. Auch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sehen in der Schaffung von preiswertem Wohnraum eine wichtige Zukunftsaufgabe f\u00fcr die Stadt. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies und B\u00fcrgermeister Wieland St\u00f6tzel haben deshalb zu einem Runden Tisch eingeladen, um Bilanz zu ziehen und die Entwicklung zu diskutieren.<br \/>\n&#8222;Marburg braucht mehr bezahlbaren Wohnraum&#8220;, stellte Spies fest. &#8222;Diese Frage m\u00fcssen wir gemeinsam angehen mit den Menschen, die eine ver\u00e4nderte oder neue Wohnbebauung in ihrem Umfeld wahrnehmen w\u00fcrden und mit denjenigen, die neuen und bezahlbaren Wohnraum suchen&#8220;.<br \/>\nBei der Marburg-Umfrage 2017 haben das auch viele der Befragten als ein wichtiges Zukunftsthema angegeben. &#8222;Das sehen wir als klaren Handlungsauftrag&#8220;, sagte Sppies bei dem Runden Tisch &#8222;Preiswerter Wohnraum&#8220;. Ziel m\u00fcsse es sein, dass Mietniveau zu halten und zus\u00e4tzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen unter anderem, indem der Druck auf den Wohnungsmarkt durch \u00f6ffentlichen und gef\u00f6rderten Wohnungsbau sowie die Ausweisung von Baugebieten gemindert wird.<br \/>\n&#8222;Die Fragen Wohnungsmarkt und Preisentwicklung h\u00e4ngen zusammen&#8220;, erg\u00e4nzte B\u00fcrgermeister Wieland St\u00f6tzel. Deshalb m\u00fcsse ausreichend Wohnraum geschaffen werden. Punktuelle Nachverdichtung und die Erschlie\u00dfung neuer Wohngebiete seien wichtige Themen ebenso die &#8222;ma\u00dfvolle Entwicklung der Au\u00dfenstadtteile&#8220;.<br \/>\nIn Marburg ist bereits einiges passiert: Reinhold Kulle vom st\u00e4dtischen Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz, Rose-Linde Michelsen von der Koordinierungsstelle &#8222;Gemeinschaftlich Wohnen&#8220; sowie Stefan Herbes von der Wohnungsbewirtschaftung Mittelhessen der GWH Wohnungsgesellschaft haben zun\u00e4chst Bilanz gezogen.<br \/>\nIn Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch und verschiedenen Arbeitsgruppen wurde ein Wohnraumversorgungskonzept erarbeitet, das seit 2015 kontinuierlich umgesetzt wird. Seitdem wurde in Marburg eine Quotenregelung f\u00fcr den gef\u00f6rderten Wohnungsbau eingef\u00fchrt und Wohnraum in verschiedenen Preissegmenten geschaffen. Zahlreiche barrierearme oder -freie Wohnungen wurden und werden gebaut.<br \/>\nF\u00fcr eine Wohnraumversorgung, die den Notwendigkeiten entspricht, ist im Vorfeld eine Analyse des Wohnungsmarktes durchgef\u00fchrt worden, wie Kulle zusammenfasste. In f\u00fcnf Jahren wurden 1.600 Wohnungen von st\u00e4dtischen und gef\u00f6rderten Wohnungsbaugesellschaften sowie privaten Investoren realisiert. Weitere 820 werden gebaut oder sind bereits genehmigt.<br \/>\nIm studentischen Wohnungsbau seien 400 Wohnungen entstanden, im gef\u00f6rderten Wohnungsbau bislang 350. &#8222;Das ist ein gro\u00dfer Erfolg, mit dem Marburg sich sehen lassen kann&#8220;, betonte Kulle.<br \/>\nDer Nachfragedruck nach Wohnraum werde jedoch bleiben. Ihm wolle die Stadt zusammen mit Partnern begegnen. &#8222;Die Stadt baut nicht, aber wir m\u00fcssen helfen, initiieren und gute weiche Faktoren f\u00fcr die Partner schaffen.&#8220;<br \/>\nEbenfalls zu den erzielten Ergebnissen geh\u00f6rt die neu eingerichtete Koordinierungsstelle &#8222;Gemeinschaftlich Wohnen&#8220;. Ihre Leiterin Michelsen berichtete von den Aufgaben und den Vorteilen. Die F\u00f6rderung gemeinschaftlicher Wohnprojekte habe zum Ziel, preiswerten Wohnraum zu schaffen.<br \/>\nEin Arbeitskreis befasst sich damit. Au\u00dferdem gibt es eine Sprechstunde f\u00fcr Interessierte. Gemeinsam mit den Anwesenden diskutierte sie das &#8222;Gemeinschaftliche Wohnen&#8220;, stellte gelungene und anstehende Wohnprojekte vor und betonte auf Nachfrage, dass die Stadt Gruppen auf dem Weg zum &#8222;Gemeinschaftlichen Wohnen&#8220; begleite.<br \/>\nDer Weg sei oft lang und erfordere Engagement der Beteiligten. &#8222;Wenn die GeWoBau einen Neubau realisiert, k\u00f6nnte mit ihr vielleicht auch das Thema gemeinschaftliches Wohnen angegangen werden&#8220;, sagte Michelsen. &#8222;Daf\u00fcr muss sich aber im Vorfeld eine Gruppe Interessierter finden und gerne bei uns melden.&#8220;<br \/>\nHerbes stellte abgeschlossene und geplante Neubauprojekte der GWH vor, die zu einer bedarfsgerechten Wohnraumversorgung in Marburg beitragen. Dazu geh\u00f6rt etwa der Neubau von 54 gef\u00f6rderten Wohnungen am Damaschkeweg am unteren Richtsberg.<br \/>\nAn der Sudetenstra\u00dfe auf dem oberen Richtsberg wurden in diesem Jahr 32 gef\u00f6rderte Wohnungen geschaffen. Derzeit wird an der St.-Martin-Stra\u00dfe im Waldtal und auf dem Vitos-Gel\u00e4nde gebaut.<br \/>\nNeben dem Res\u00fcmee des bereits Erreichten befasst sich der Runde Tisch mit den anstehenden Aufgaben und Herausforderungen. Neben der Schaffung von Wohnraum geht es dabei um viele weitere Punkte, die beim &#8222;Runden Tisch&#8220; angesprochen wurden: Wichtig sind die Bereitschaft der Nachbarschaften f\u00fcr Neubauten, die Frage nach Stellpl\u00e4tzen und der Infrastruktur wie etwa ausreichend Pl\u00e4tze in Kindertageseinrichtungen, berichtete Kulle.<br \/>\nDie Frage der Barrierefreiheit im Wohnumfeld m\u00fcsse bei Bauprojekten verst\u00e4rkt mitgedacht werden, ebenso der Denkmalschutz und die Sanierung alter, leerstehender H\u00e4user, brachten Teilnehmer ein. Nach der Fragerunde wurden die Mitglieder anhand eines Fragebogens nach den ihrer Meinung nach wichtigsten Themen und daf\u00fcr n\u00f6tigen Arbeitsgruppen gefragt.<br \/>\nZum Thema Wohnen in Marburg finden weitere Veranstaltungen statt, bei denen sich B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger einbringen k\u00f6nnen. Am Donnerstag (14. Juni) von 20 bis 22 Uhr ist die Auftaktveranstaltung zum Thema &#8222;Wohnbaugebiete im Marburger Westen &#8211; Standortanalyse Oberer Rotenberg\/H\u00f6henweg und Stadtwald\/Hasenkopf&#8220; im Erwin-Piscator-Haus (EPH).<br \/>\nAnschlie\u00dfend folgen Vor-Ort-Termine am 18. August in der Marbach und am 25. August im Stadtwald jeweils von 11 bis 14 Uhr. Au\u00dferdem gibt es \u00f6ffentliche Diskussionen, bei denen die Menschen sich mit ihren W\u00fcnschen und Bedenken einbringen k\u00f6nnen. Der n\u00e4chste Runde Tisch &#8222;Preiswerter Wohnraum&#8220; findet statt am 26. September von 17 bis 19 Uhr im Stadtverordnetensitzungssaal (Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe 50). Dort werden die Ergebnisse aus der B\u00fcrger\/innenbeteiligung zum &#8222;Wohnen im Westen&#8220; abschlie\u00dfend mit allen Interessierten aus der gesamten Stadt diskutiert. Denn die Frage nach neuen Baugebieten betreffe nicht nur die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern alle Menschen in der gesamten Stadt &#8211; die auch selbst Wohnraum suchen, so der OB.<br \/>\nZu den rund 140 Mitgliedern des Runden Tisches geh\u00f6ren Wohnungsunternehmen und st\u00e4dtische Fachdienste und Beir\u00e4te, die Philipps-Universit\u00e4t, der Landkreis Marburg-Biedenkopf, das Studentenwerk, die Gemeinwesenarbeit, Immobilienunternehmen und Vertretungen von Tr\u00e4gern, Vereinen, Einrichtungen, lokalen Gruppen, Initiativen sowie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Wer als Mitglied in den Verteiler des \u00f6ffentlichen Runden Tisches aufgenommen werden m\u00f6chte, meldet sich per E-Mail bei Sozialplanerin Monique.Meier@marburg-stadt.de. Die Wohnungsmarktanalyse, das Wohnraumversorgungskonzept und die Unterlagen zu den bisherigen Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite der Stadt unter <a href=\"https:\/\/www.marburg.de\/wohnen\">www.marburg.de\/wohnen<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.600 neue Wohnungen sind in Marburg in f\u00fcnf Jahren entstanden. Weitere sind im Bau. 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