{"id":20839,"date":"2026-11-02T12:29:24","date_gmt":"2026-11-02T11:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20839"},"modified":"2026-11-02T12:29:24","modified_gmt":"2026-11-02T11:29:24","slug":"novembenacht-besinnungsstunde-im-garten-des-gedenkens","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20839","title":{"rendered":"Novembenacht: Besinnungsstunde im Garten des Gedenkens"},"content":{"rendered":"<p>Eine Besinnungsstunde im &#8222;Garten des Gedenkens&#8220; erinnert an die Opfer der Pogromnacht im November 1938. Diese Nacht war der Auftakt zur systematischen Ermordun von 6 Millionen Juden. <!--more--><br \/>\nDer Magistrat der Stadt Marburg, die Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit und die J\u00fcdische Gemeinde Marburg laden f\u00fcr Montag (9. November) zu einer gemeinsamen Besinnungsstunde zum Gedenken der Opfer der Novemberpogrome von 1938 ein. Zudem gibt es rund um den Gedenktag ein kulturelles Erinnerungsprogramm in Marburg. Die Besinnungsstunde im &#8222;Garten des Gedenkens&#8220; beginnt um 19 Uhr. Auch schon vorher k\u00f6nnen den ganzen Tag kleine Steine und Kerzen im &#8222;Garten des Gedenkens&#8220; niedergelegt oder Kerzen aufgestellt werden. Nach j\u00fcdischem Brauch werden Steine statt Blumen niedergelegt und Kerzen als Erinnerung aufgestellt.<br \/>\nZu den Rednerinnen und Rednern der Gedenkveranstaltung geh\u00f6ren Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies sowie eine Vertreterin der Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit. Zum Abschluss der Redebeitr\u00e4ge spricht ein Mitglied der J\u00fcdischen Gemeinde die Gebete &#8222;Kaddisch&#8220; und &#8222;El male rachamim&#8220;.<br \/>\nDas allj\u00e4hrliche gemeinsame Gedenken ist ein fester Bestandteil der Marburger Erinnerungskultur. Es erinnert an die Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, bewahrt die Erinnerung an die Opfer und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und das Vergessen. Um den 9. November 1938 wurden im gesamten Deutschen Reich Synagogen, j\u00fcdische Einrichtungen sowie Gesch\u00e4fte und Wohnungen j\u00fcdischer Menschen angegriffen, gepl\u00fcndert und zerst\u00f6rt. Menschen wurden misshandelt und ermordet, j\u00fcdische M\u00e4nner in Konzentrationslager verschleppt.<br \/>\nDie Novemberpogrome waren eine weitere Eskalationsstufe der nationalsozialistischen Judenverfolgung und ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur systematischen Vernichtung der europ\u00e4ischen J\u00fcdinnen und Juden. Die Besinnungsstunde erinnert an diese Verbrechen und an die Menschen, die ihnen zum Opfer fielen. Zugleich mahnt sie dazu, Verantwortung f\u00fcr eine Gesellschaft zu \u00fcbernehmen, in der j\u00fcdisches Leben sicher und selbstverst\u00e4ndlich seinen Platz hat.<br \/>\nDie Zettelk\u00e4sten werden in diesem Jahr von freien Kulturakteuren, Kulturinstitutionen und K\u00fcnstler*innen gestaltet. Sie setzen sich bereits in den Wochen vor dem 9. November k\u00fcnstlerisch mit den Novemberpogromen und ihrer Bedeutung auseinander. Die Vielfalt der Beitr\u00e4ge er\u00f6ffnet unterschiedliche Zug\u00e4nge zu Erinnerung, Verfolgung und der Geschichte j\u00fcdischen Lebens. Sie l\u00e4dt dazu ein, sich auf pers\u00f6nliche und ungewohnte Weise mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Die entstandenen Arbeiten werden im Rahmen der Besinnungsstunde in den Zettelk\u00e4sten pr\u00e4sentiert.<br \/>\nZudem l\u00e4dt &#8222;ACTeasy&#8220; f\u00fcr Freitag (6. November) ab 11 Uhr zu einem Walking Act ein. Es geht um die Sichtbarmachung der Wege zu diesem Gedenkort, um an die Vergangenheit zu erinnern, Verantwortung zu \u00fcbernehmen und jetzt konsequent zu handeln. Die Routen beginnen jeweils am Marktplatz, am Kaffeek\u00e4stchen am Gr\u00fcn sowie in der Engen Gasse.<br \/>\nIm Caf\u00e9 Trauma wird der Dokumentarfilm &#8222;Die Feuerprobe &#8211; Novemberprogram 1938&#8220; gezeigt. Der Eintritt ist frei, gezeigt werden die Filme am Donnerstag (5. November) Und am Dienstag (10. November) jeweils um 19 Uhr.<br \/>\nXin Z., Maryam A. und &#8222;JPG&#8220; haben sich in Form von politischer Kunst mit der NS-Zeit auseinandergesetzt. Die Arbeiten sind von Montag (9. November) bis Samstag (28. November) im Schaufenster der Galerie JPG in weidenhausen zu sehen. Der Arbeitskreis Landsynagoge Roth ist am Samstag (7. November) von 11 bis 14 Uhr mit einem Infostand auf dem Marburger Heumarkt anzutreffen. Dort erz\u00e4hlen die Mitglieder von der Biographie des Holocaust-\u00dcberlebenden Herbert Roth und informieren \u00fcber die T\u00e4tigkeiten des Arbeitskreises.<br \/>\nDas Theater neben dem Turm (TNT) versucht den Spuren einzelner Menschen nachzugehen, die aus Marburg und dem Landkreis in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Diese Spuren will das TNT in &#8222;getippte Stolpersteine&#8220; verwandeln. Aktionen gibt es am Samstag, 7. November, von 12 bis 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz, am Sonntag, 8. November, von 9.30 bis 12 Uhr auf dem Vorplatz der Elisabethkirche und am Montag, 9. November, von 10 bis 13 Uhr in der Universit\u00e4tsstra\u00dfe gegen\u00fcber dem &#8222;Garten des Gedenkens&#8220;.<br \/>\nAnl\u00e4sslich der Besinnungsstunde im &#8222;Garten des Gedenkens&#8220; am Montag (9. November) wird der entsprechende Abschnitt der Universit\u00e4tsstra\u00dfe ab 18.45 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung f\u00fcr den gesamten Fahrverkehr vollgesperrt. Der Verkehr aus Richtung Wilhelmsplatz wird \u00fcber die Gutenbergstra\u00dfe, Schulstra\u00dfe und Am Gr\u00fcn umgeleitet. Aus Richtung Biegenstra\u00dfe und Pilgrimstein erfolgt die Umleitung \u00fcber die Weidenh\u00e4user Br\u00fccke. Dem ortskundigem Verkehrwird empfohlen, die Sperrstelle gro\u00dfr\u00e4umig zu umfahren.<br \/>\nDer <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=20812\">Linienverkehr des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs<\/a> (\u00d6PNV) ist ebenfalls von der Sperrung betroffen: Die Stadtbusse werden in Fahrtrichtung Norden &#8211; von der Innenstadt zum Hauptbahnhof &#8211; ab Wilhelmsplatz \u00fcber die Schwanallee, Frankfurter Stra\u00dfe und &#8222;Am Gr\u00fcn&#8220; zur Haltestelle &#8222;Rudolphsplatz&#8220; beziehungsweise Erlenring umgeleitet. In Fahrtrichtung S\u00fcden &#8211; vom Hauptbahnhof zur Innenstadt &#8211;<br \/>\nerfolgt die Umleitung \u00fcber Erlenring, B3, Gisselberger Stra\u00dfe und Schwanallee zur Haltestelle &#8222;Wilhelmsplatz&#8220;. Mit geringf\u00fcgigen Versp\u00e4tungen ist zu rechnen.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Besinnungsstunde im &#8222;Garten des Gedenkens&#8220; erinnert an die Opfer der Pogromnacht im November 1938. 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Die Universit\u00e4tsstadt Marburg l\u00e4dt zusammen mit der Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit und der J\u00fcdischen Gemeinde Marburg zur gemeinsamen Besinnungsstunde anl\u00e4sslich der\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":11183,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11183","url_meta":{"origin":20839,"position":3},"title":"Besonnene Verantwortung: Besinnungsstunde zum 9. November","date":"10. November 2022","format":false,"excerpt":"\"Wir tragen die Verantwortung, die Erinnerung an die Opfer als lebende Erz\u00e4hlung zu erhalten.\" Diese Forderung pr\u00e4gte die Besinnungsstunde zum 9. November. Anl\u00e4sslich der Novemberpogrome von 1938 veranstalteten der Magistrat der Universit\u00e4tsstadt Marburg, die Gesellschaft f\u00fcr Christlich-J\u00fcdische Zusammenarbeit und die J\u00fcdische Gemeinde am Mittwoch (9. 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