{"id":20813,"date":"2026-10-27T15:10:00","date_gmt":"2026-10-27T14:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20813"},"modified":"2026-10-27T15:10:00","modified_gmt":"2026-10-27T14:10:00","slug":"ausgezeichnete-auszeichnung-erste-bruno-eckhardt-lecture-von-synmikro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20813","title":{"rendered":"Ausgezeichnete Auszeichnung: Erste Bruno Eckhardt Lecture von SYNMIKRO"},"content":{"rendered":"<p>Die erste &#8222;Bruno Eckhardt Lecture&#8220; w\u00fcrdigt die Mikrobiologin Regine Hengge. SYNMIKRO zeichnet die Berliner Wissenschaftlerin f\u00fcr ihre wegweisenden Forschungsarbeiten und ihr Engagement f\u00fcr junge Forschende aus. <!--more--><br \/>\nMit der &#8211; erstmals vergebenen &#8211; &#8222;Bruno Eckhardt Lecture&#8220; hat das Zentrum f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO) der Philipps-Universit\u00e4t Marburg die international renommierte Mikrobiologin und Leibniz-Preistr\u00e4gerin Prof. Dr. Regine Hengge ausgezeichnet. Die Wissenschaftlerin hielt den Festvortrag am Mittwoch (21. Oktober) im Rahmen der j\u00e4hrlichen SYNMIKRO-Tagung in Marburg. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Erhard Bremer. Der emeritierte Professor der Philipps-Universit\u00e4t ist Mitglied von SYNMIKRO.<br \/>\nMit der neuen Auszeichnung erinnert das Forschungszentrum an den 2019 verstorbenen Physiker Prof. Dr. Bruno Eckhardt, der die Entwicklung von SYNMIKRO ma\u00dfgeblich mitgestaltet und sich in besonderer Weise f\u00fcr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingesetzt hat. &#8222;Mit der Bruno Eckhardt Lecture m\u00f6chten wir zwei Anliegen miteinander verbinden, die Bruno Eckhardt besonders am Herzen lagen: wissenschaftliche Neugier und Exzellenz sowie die F\u00f6rderung der n\u00e4chsten Generation von Forschenden&#8220;, erkl\u00e4rte die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende SYNMIKRO-Direktorin Prof. Dr. Anke Becker. &#8222;Regine Hengge verk\u00f6rpert diese Verbindung in herausragender Weise. Sie hat unser Verst\u00e4ndnis bakterieller Regulationsprozesse grundlegend erweitert und zugleich \u00fcber Jahrzehnte ein wissenschaftliches Umfeld geschaffen, in dem junge Menschen eigene Ideen entwickeln und erfolgreich ihren Weg in der Forschung gehen konnten. Wir freuen uns sehr, sie als erste Preistr\u00e4gerin auszuzeichnen.&#8220;<br \/>\nHengge z\u00e4hlt zu den international f\u00fchrenden Mikrobiologinnen. Die langj\u00e4hrige Professorin der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin hat mit ihren Arbeiten ma\u00dfgeblich zum Verst\u00e4ndnis beigetragen, wie Bakterien auf Umweltver\u00e4nderungen reagieren, Stress bew\u00e4ltigen und ihr Zusammenleben in Gemeinschaften steuern. Besonders ihre wegweisenden Forschungen zur Anpassung an die komplexen genetischen und physiologischen Bedingungen in der station\u00e4ren Phase mikrobieller Kulturen, die Entdeckung und Charakterisierung des global-agierenden Transkriptions-Faktors RpoS und die Studien zum bakteriellen Signalmolek\u00fcl c-di-GMP, das unter anderem die Bildung von Biofilmen reguliert, haben die moderne Mikrobiologie nachhaltig gepr\u00e4gt. F\u00fcr ihre wissenschaftlichen Leistungen wurde sie unter anderem mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und einem ERC Advanced Grant des Europ\u00e4ischen Forschungsrats ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Leopoldina, der European Molecular Biology Organization (EMBO) und wurde in die europ\u00e4ische und die amerikanische Akademie der Mikrobiologie gew\u00e4hlt.<br \/>\nEbenso pr\u00e4gend ist ihr Engagement f\u00fcr den wissenschaftlichen Nachwuchs. Zahlreiche ehemalige Mitarbeitende ihrer Arbeitsgruppe haben heute f\u00fchrende Positionen in der internationalen Forschung inne. Als Initiatorin und langj\u00e4hrige Sprecherin des DFG-Schwerpunktprogramms &#8222;Nucleotide Second Messenger Signaling in Bacteria&#8220; (SPP 1879) schuf sie zudem ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk, das insbesondere jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Raum f\u00fcr eigenst\u00e4ndige Forschung und wissenschaftliche Zusammenarbeit er\u00f6ffnete.<br \/>\n&#8222;Regine Hengge hat nicht nur zentrale Fragen der modernen Mikrobiologie beantwortet, sondern auch neue Forschungsrichtungen er\u00f6ffnet&#8220;, betonte Prof. Dr. Erhard Bremer, der die Laudatio auf die Preistr\u00e4gerin hielt. &#8222;Mindestens ebenso beeindruckend ist, wie nachhaltig sie junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gef\u00f6rdert und ihnen den Weg zu einer eigenst\u00e4ndigen wissenschaftlichen Karriere geebnet hat. Diese Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und au\u00dfergew\u00f6hnlichem Engagement f\u00fcr den Nachwuchs macht sie zur idealen ersten Tr\u00e4gerin der Bruno Eckhardt Lecture.&#8220;<br \/>\nNamensgeber der Auszeichnung ist der Physiker Prof. Dr. Bruno Eckhardt (1960-2019), der seit 1996 an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg forschte und lehrte. Er besch\u00e4ftigte sich insbesondere mit nichtlinearer Dynamik, Turbulenz\u00fcberg\u00e4ngen und der Bewegung von Atomen in \u00e4u\u00dferen Feldern. Dar\u00fcber hinaus \u00fcbertrug er theoretische und mathematische Methoden auf Fragestellungen biologischer Systeme und trug damit zur interdisziplin\u00e4ren Forschung bei.<br \/>\nF\u00fcr seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Eckhardt 2002 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Er geh\u00f6rte zu den Gr\u00fcndern von SYNMIKRO und war von 2010 bis 2016 gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des LOEWE-Zentrums f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie. Neben seinen Forschungsleistungen war Eckhardt ein engagierter Hochschullehrer und F\u00f6rderer des wissenschaftlichen Nachwuchses.<br \/>\nVon 2007 bis 2009 setzte er sich als Studiendekan f\u00fcr die Belange der Studierenden ein. F\u00fcr seine Lehre erhielt er den Patricia-Pahamy-Preis. Seine Doktorandinnen, Doktoranden und Postdocs sch\u00e4tzten insbesondere seine au\u00dfergew\u00f6hnlichen intellektuellen F\u00e4higkeiten, seine Offenheit und die Freiheit, die er ihnen bei der Entwicklung eigener wissenschaftlicher Ideen gew\u00e4hrte.<br \/>\n&#8222;Bruno Eckhardt war ein Wissenschaftler, der \u00fcber Fachgrenzen hinausdachte und jungen Talenten den Freiraum gab, eigene Ideen zu verfolgen&#8220;, erinnerte sich Prof. Dr. Gert Bange. Der Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Forschung der Philipps-Universit\u00e4t Marburg ist ebenfalls Mitglied von SYNMIKRO. &#8222;Mit Regine Hengge ehren wir eine Forscherin, die genau diese Haltung verk\u00f6rpert: wissenschaftliche Exzellenz, Offenheit und die besondere F\u00e4higkeit, junge Menschen f\u00fcr die Forschung zu begeistern und auf ihrem eigenen Weg zu unterst\u00fctzen. Sie ist eine wunderbare erste Preistr\u00e4gerin.&#8220;Neue Auszeichnung mit besonderem Anspruch<br \/>\nMit der &#8222;Bruno Eckhardt Lecture&#8220; schafft SYNMIKRO ein neues Format, das herausragende wissenschaftliche Beitr\u00e4ge zur synthetischen Biologie und Mikrobiologie mit nachhaltigem Engagement f\u00fcr die F\u00f6rderung junger Forschender verbindet. Die Auswahl der Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger erfolgt durch ein vom SYNMIKRO-Direktorium berufenes wissenschaftliches Gremium. Die Auszeichnung soll k\u00fcnftig im Rahmen wissenschaftlicher Veranstaltungen von SYNMIKRO vergeben werden. Die Geehrten stellen in einem Festvortrag ihre Forschung und ihren Beitrag zur Entwicklung der wissenschaftlichen Gemeinschaft vor. Mit der ersten &#8222;Bruno Eckhardt Lecture&#8220; setzt SYNMIKRO ein Zeichen f\u00fcr eine Wissenschaftskultur, in der exzellente Forschung und die F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses untrennbar miteinander verbunden sind.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste &#8222;Bruno Eckhardt Lecture&#8220; w\u00fcrdigt die Mikrobiologin Regine Hengge. 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Heute geh\u00f6rt Marburg weltweit zu den attraktiven Forschungsstandorten f\u00fcr Mikrobiologie. Das ist auch das Ergebnis einer\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":7331,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=7331","url_meta":{"origin":20813,"position":2},"title":"Zum Wissensschutz: SYNMIKRO ist Partner von NFDI4Microbiota","date":"3. Juli 2021","format":false,"excerpt":"\"SYNMIKRO\" ist Partner von \"NFDI4Microbiota\". Die Philipps-Universit\u00e4t ist am dritten NFDI-Konsortium beteiligt. NFDI4Microbiota mit dem LOEWE-Zentrum SYNMIKRO als Partner wird Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Dieses positive Votum hat die \"Gemeinsame Wissenschaftskonferenz\" (GWK) am Freitag (2. Juli) abgegeben. 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