{"id":20636,"date":"2026-09-28T12:45:00","date_gmt":"2026-09-28T10:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20636"},"modified":"2026-09-28T12:45:00","modified_gmt":"2026-09-28T10:45:00","slug":"grosse-bustour-gemeinsam-die-zukunft-des-richtsbergs-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20636","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Bustour: Gemeinsam die Zukunft des Richtsbergs gestalten"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit der Bev\u00f6lkerung m\u00f6chte die Stadt die Zukunft des Richtsbergs entwickeln. Dazu hat sie eine Bus-Tour zu Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen veranstaltet. <!--more--><br \/>\nDer Richtsberg wurde 2025 in das F\u00f6rderprogramm &#8222;Sozialer Zusammenhalt&#8220; aufgenommen. Damit stehen in den kommenden Jahren finanzielle Mittel f\u00fcr Bauma\u00dfnahmen und Projekte zur Verf\u00fcgung, die das Zusammenleben im Stadtteil st\u00e4rken. Das Programm wird in den n\u00e4chsten 15 Jahren umgesetzt. Auf einer Bus-Tour sind nun die Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen bis 2035 vorgestellt worden.<br \/>\nDas Ziel der Veranstaltung war, die wichtigen Ma\u00dfnahmen des &#8222;Integrierten st\u00e4dtebaulichen Entwicklungskonzepts&#8220; (ISEK) vorzustellen und \u00fcber die weiteren Beteiligungsm\u00f6glichkeiten zu informieren. Das ISEK bildet die Grundlage f\u00fcr die weitere Entwicklung des Richtsbergs und b\u00fcndelt Ma\u00dfnahmen aus unterschiedlichen Bereichen: Dazu z\u00e4hlen soziale und kulturelle Angebote und R\u00e4ume, Wohnumfeld, nachbarschaftliches Zusammenleben, \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze und Gr\u00fcnfl\u00e4chen, Klimaschutz, Gesundheit, nachhaltige Mobilit\u00e4t, lokale Wirtschaft und Gewerbe sowie Sauberkeit und Sicherheit.<br \/>\nEingeladen hatten die Stadt Marburg, das Bewohnernetzwerk f\u00fcr Soziale Fragen (BSF) und das Planungsb\u00fcro Projektstadt. Neben den Beteiligten und Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies, B\u00fcrgermeisterin Nadine Bernshausen, Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier und Stadtrat Michael Kopatz nahmen zirka 50 Personen aus Einrichtungen und der Politik sowie interessierte Einwohner*innen teil. Auftakt war am Christa-Czempiel-Platz-Platz.<br \/>\n&#8222;Ich freue mich sehr, dass der Richtsberg in das F\u00f6rderprogramm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen wurde&#8220;, er\u00f6ffnete Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies die Veranstaltung am Christa-Czempiel-Platz. &#8222;Denn wir wissen: Ein so gro\u00dfer Stadtteil wie der Richtsberg, der braucht Orte und Pl\u00e4tze Strukturen f\u00fcr ein gutes Miteinander, der braucht Ma\u00dfnahmen zur Klimaanpassung und eine moderne Infrastruktur.&#8220;<br \/>\nAuch Ortsvorsteherin Erika Lotz-Halilovic begr\u00fc\u00dfte die Teilnehmenden. Anschlie\u00dfend stellte Cora Pfleger aus dem st\u00e4dtischen Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz die Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen f\u00fcr den Platz vor. Im Mittelpunkt stehen die Umgestaltung des Christa-Czempiel-Platzes sowie dessen direktes Umfeld.<br \/>\nAu\u00dferdem soll dort ein Quartierszentrum mit R\u00e4umen f\u00fcr Kultur, Vereine und Nachbarschaftsaktivit\u00e4ten entstehen &#8211; dazu sollen entweder vorhandene R\u00e4ume saniert oder ein Ersatzneubau geschaffen werden. Hier soll ein Treffpunkt f\u00fcr den gesamten Stadtteil entstehen.<br \/>\nAnschlie\u00dfend fuhr der Bus zur n\u00e4chsten Station an der Bushaltestelle vor der Richtsberg-Gesamtschule (RGS). Am Schulcampus erl\u00e4uterte Ingolf Linke von Projektstadt die vorgesehenen Ma\u00dfnahmen. Dazu geh\u00f6ren die multifunktionale Anpassung und Sanierung der Geb\u00e4ude, die Entwicklung der Hangfl\u00e4che und die Aufwertung der Sportpl\u00e4tze. Au\u00dferdem ist denkbar, dass dort ein zweiter interkultureller Garten entsteht. Der Schulcampus soll sich zu einem noch st\u00e4rker vernetzten Ort f\u00fcr Bildung, Bewegung, Begegnung und Austausch f\u00fcr den gesamten Stadtteil entwickeln.<br \/>\nB\u00fcrgermeisterin Nadine Bernshausen betonte die Bedeutung der Beteiligung junger Lweute: &#8222;Kinder und Jugendliche sollen nicht nur diejenigen sein, f\u00fcr die wir planen, sondern diejenigen, mit denen wir planen. Gerade beim Schulcampus k\u00f6nnen sie selbst am besten sagen, was sie brauchen. Deshalb geh\u00f6rt ihre Beteiligung f\u00fcr mich ganz selbstverst\u00e4ndlich zur weiteren Entwicklung dieses Ortes. Jugendf\u00f6rderung und Bauamt werden dabei eng zusammenarbeiten, damit die Ideen der Kinder und Jugendlichen auch tats\u00e4chlich in die weitere Planung einflie\u00dfen.&#8220;<br \/>\nStadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier erg\u00e4nzte: &#8222;Wir denken Schule immer im Sozialraum und \u00f6ffnen deshalb schon immer die Schulh\u00f6fe und R\u00e4umlichkeiten nach dem Unterricht und am Wochenende f\u00fcr den gesamten Stadtteil als Orte f\u00fcr Begegnung sowie Sport und Bewegung.&#8220;<br \/>\nVon der Haltestelle aus ging es weiter zur Badestube. Dort stellte Cora Pfleger die geplanten Ma\u00dfnahmen rund um das Siedlerhaus und die Idee f\u00fcr einen Wasserspielplatz am Pommernweg vor. Das Siedlerhaus soll saniert und sein Umfeld weiterentwickelt werden, um einen Ort f\u00fcr Begegnung und nachbarschaftliche Aktivit\u00e4ten zu schaffen. Ziel ist, attraktive und gut nutzbare Freir\u00e4ume f\u00fcr unterschiedliche Altersgruppen zu entwickeln und sie m\u00f6glichst barrierearm zu gestalten.<br \/>\nWeiter ging die Fahrt \u00fcber die Leipziger Stra\u00dfe. W\u00e4hrend der Durchfahrt ging es darum, wie Wege besser beleuchtet werden k\u00f6nnen sowie um die Weiterentwicklung der Spielpl\u00e4tze im Stadtteil. Geplant sind unter anderem ein inklusiver Spielplatz und die Verbesserung des Bolzplatzes an der Erfurter Stra\u00dfe.<br \/>\nAn der Haltestelle &#8222;Damaschkeweg&#8220; stiegen die Teilnehmenden erneut aus. Von dort ging es zum Garagenhof und auf das BSF-Gel\u00e4nde. Pia Gattinger vom BSF stellte die dort vorgesehenen Schl\u00fcsselma\u00dfnahmen vor: Der Garagenhof und das BSF-Gel\u00e4nde sollen als Nachbarschaftstreffpunkte weiterentwickelt werden. Geplant sind au\u00dferdem Verbesserungen entlang der Beltersh\u00e4user Stra\u00dfe, um die Stadtteile Richtsberg und Cappel besser miteinander zu verbinden. Auch der Multifunktionsplatz an der Erfurter Stra\u00dfe soll umgestaltet werden, damit er auch von \u00e4lteren Kindern und Familien gut genutzt werden kann.<br \/>\nStadtrat Dr. Michael Kopatz schloss die Veranstaltung mit einem Dank an alle Teilnehmenden ab: &#8222;Vielen Dank, dass Sie hier waren und sich f\u00fcr Ihren Stadtteil, f\u00fcr die Gemeinschaft einsetzen und sich in die Diskussion einbringen! Erz\u00e4hlen Sie von heute in Ihrem Bekanntenkreis! Wir werden viele weitere Gespr\u00e4che f\u00fchren und freuen uns \u00fcber jede Person, die sich beteiligt.&#8220;<br \/>\nDie Beteiligung der Menschen vor Ort ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung des Richtsbergs. Bereits 2023 haben die Menschen beim &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; Ideen und W\u00fcnsche eingebracht. Diese Anregungen wurden in den F\u00f6rderantrag aufgenommen.<br \/>\nIm November 2025 fand mit dem &#8222;Forum Richtsberg 2035&#8220; der Auftakt zur Erstellung des ISEK statt. Alle Informationen sowie eine interaktive Karte mit Ma\u00dfnahmen finden sich auf der Beteiligungsplattform der Stadt unter: www.marburgmachtmit.de\/zusammenhaltrichtsberg.<br \/>\nAuch k\u00fcnftig werden die Richtsbergerinnen und Richtsberger bei der Umsetzung der Ma\u00dfnahmen beteiligt: Unter anderem sind alle zwei Jahre Stadtteiltreffen vorgesehen. Dort wird \u00fcber den Stand der Umsetzung des Programms informiert und gemeinsam \u00fcber die weitere Entwicklung des Richtsbergs beraten. Zudem hat sich ein Richtsberg-Team aus derzeit neun Einwohner*innen aus allen Quartieren des Richtsbergs gebildet. Das Team begleitet die Entwicklung und Umsetzung des ISEK und beteiligt sich an einzelnen Fragestellungen.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit der Bev\u00f6lkerung m\u00f6chte die Stadt die Zukunft des Richtsbergs entwickeln. 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