{"id":20574,"date":"2026-09-14T17:40:00","date_gmt":"2026-09-14T15:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20574"},"modified":"2026-09-14T17:40:00","modified_gmt":"2026-09-14T15:40:00","slug":"oben-dabei-eva-herker-und-olalla-vazquez-erfolgreich-bei-msca-doctoral-networks","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20574","title":{"rendered":"Oben dabei: Eva Herker und Olalla V\u00e1zquez erfolgreich bei MSCA Doctoral Networks"},"content":{"rendered":"<p>Zwei Wissenschaftlerinnen der Philipps-Universit\u00e4t Marburg sind beteiligt an &#8222;MSCA Doctoral Networks&#8220;. Sie haben eine erfolgreiche EU-F\u00f6rderung f\u00fcr die Marburger Zukunftsmedizin erhalten. <!--more--><br \/>\nProf. Dr. Eva Herker und Prof. Dr. Olalla V\u00e1zquez von der Philipps-Universit\u00e4t Marburg waren im Rahmen der renommierten &#8222;MSCA Doctoral Networks&#8220; erfolgreich. Dieses &#8211; von der Europ\u00e4ischen Kommission gef\u00f6rderte &#8211;<br \/>\nProgramm unterst\u00fctzt die internationale, interdisziplin\u00e4re und sektoren\u00fcbergreifende Ausbildung von Doktorand*innen und er\u00f6ffnet ihnen exzellente Karriereperspektiven in Wissenschaft und Wirtschaft. &#8222;Die erfolgreiche Einwerbung der MSCA Doctoral Networks ist ein Beleg f\u00fcr die hohe wissenschaftliche Qualit\u00e4t unserer Universit\u00e4t und die internationale Anerkennung unserer Forschung&#8220;erkl\u00e4rte Uni-Vizepr\u00e4sident Prof. Dr. Gert Bange. &#8222;Wir sind stolz, unseren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern diese exzellenten Entwicklungsm\u00f6glichkeiten bieten zu k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nDie &#8222;MSCA Doctoral Networks&#8220; zielen darauf ab, hochqualifizierte Nachwuchsforschende auszubilden, die aktuelle und zuk\u00fcnftige Herausforderungen in Forschung, Gesellschaft und Industrie meistern k\u00f6nnen. Die Programme f\u00f6rdern die Zusammenarbeit zwischen Universit\u00e4ten, Forschungsinstitutionen, Unternehmen und weiteren Organisationen in Europa und dar\u00fcber hinaus und erm\u00f6glichen es den Doktorand*innen, ihre wissenschaftlichen Kenntnisse praxisnah zu vertiefen. Ein besonderer karrieref\u00f6rdernder Aspekt ist dabei der Aufbau eines europaweiten wissenschaftlichen Netzwerks, das den fr\u00fchen internationalen Austausch unterst\u00fctzt und langfristige Kooperationen \u00fcber institutionelle und nationale Grenzen hinweg erm\u00f6glicht. Gleichzeitig st\u00e4rken die Programme die Besch\u00e4ftigungsf\u00e4higkeit durch strukturierte Trainingsangebote und den direkten Austausch mit akademischen und nicht-akademischen Partnern. Im Rahmen des Projekts &#8222;VirION. Inter-organelle crosstalk in viral infections: identifying peroxisome-related targets for novel broad-spectrum antiviral strategies&#8220; soll Europa besser gegen Pandemien gewappnet werden. Viren stellen eine gro\u00dfe Bedrohung f\u00fcr die globale Gesundheit dar und k\u00f6nnen zu Pandemien mit erheblichen medizinischen und sozio\u00f6konomischen Auswirkungen f\u00fchren &#8211; wie bei der COVID-19-Pandemie. &#8222;Es k\u00f6nnte sinnvoll sein, die Ausrichtung der antiviralen Forschung weiterzuentwickeln und verst\u00e4rkt Therapien zu verfolgen, die auf den Wirt statt ausschlie\u00dflich auf das Virus abzielen, um eine breitere Wirksamkeit gegen\u00fcber unterschiedlichen Viren zu erm\u00f6glichen&#8220;, sagte Prof. Dr. Eva Herker, die zwei Projekte in dem Europ\u00e4ischen Netzwerk leitet.<br \/>\n&#8222;Organellen des Wirts, insbesondere Peroxisomen, bieten sich als ideale Ziele f\u00fcr solche innovativen Strategien an, da sie sowohl bei der Virusinfektion als auch bei der Immunantwort des Wirts eine wichtige Rolle spielen&#8220;, erg\u00e4nzte Herker. Allerdings fehle es an Expert*innen, die sowohl in Virologie als auch in der Biologie von Organellen ausgebildet sind. Das &#8222;VirION&#8220;-Projekt zielt darauf ab, diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen.<br \/>\n&#8222;Wir bilden die n\u00e4chste Generation von Forscher*innen aus, die an Wirts-gerichteten antiviralen Therapieans\u00e4tzen arbeiten wird&#8220;, berichtete Herker. Insgesamt werden 15 Doktorand*innen Teil des Projektkonsortiums sein, die Kenntnisse in Virologie, Organellenbiologie und Systembiologie erwerben, um innovative, breit wirksame antivirale Therapien zu entwickeln. Davon werden zwei Doktorand*innen direkt an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg forschen. Die Gesamtf\u00f6rdersumme betr\u00e4gt knapp 4,5 Millionen Euro. An die Philipps-Universit\u00e4t Marburg gehen davon knapp 600.000 Euro.<br \/>\nDas Projekt &#8222;ProofReading&#8220; bringt Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um innovative Ans\u00e4tze zur Proteindegradation zu entwickeln. Die zielgerichtete Proteindegradation (TPD) ist eine innovative Strategie, um die zellul\u00e4re Abbau-Maschinerie auf krankheitsrelevante Proteine zu lenken. &#8222;Diese Strategie hat in Forschung, Industrie und Klinik gro\u00dfes Interesse geweckt, da sie gegen Krankheiten wie Krebs, Infektionen und seltene Erkrankungen eingesetzt werden k\u00f6nnen&#8220;, erl\u00e4uterte Prof. Dr. Olalla V\u00e1zquez, die das Projekt leitet.<br \/>\nTPD basiert auf der F\u00e4higkeit eines kleinen Molek\u00fcls &#8211; eines sogenannten &#8222;Degraders&#8220; &#8211; die Ubiquitinierung von spezifischen Proteinen zu steuern. Ubiquitinierung ist ein zellul\u00e4rer Prozess, bei dem ein Protein namens &#8222;Ubiquitin&#8220; an andere Proteine angeh\u00e4ngt wird. Dieser Prozess dient als eine Art &#8222;Markierung&#8220; f\u00fcr Proteine, die abgebaut werden sollen.<br \/>\n&#8222;Die Entwicklung effizienter Degrader erfordert ein detailliertes mechanistisches Verst\u00e4ndnis auf atomarer Ebene, kombiniert mit strukturellen und funktionellen Kenntnissen der Zielproteine sowie ihrer Rolle in Krankheitsprozessen&#8220;, erkl\u00e4rte V\u00e1zquez.<br \/>\n&#8222;Daher ist ein interdisziplin\u00e4rer Ansatz, der verschiedene Disziplinen wie Synthese, chemische Biologie, Strukturbiologie und Pharmakologie integriert, unerl\u00e4sslich.&#8220;<br \/>\nDas Projekt &#8222;ProofReading&#8220; bildet innerhalb des Projektkonsortiums insgesamt 11 Forscher*innen aus, eine davon wird an der Universit\u00e4t Marburg forschen. Die Gesamtf\u00f6rdersumme betr\u00e4gt knapp 3,3 Millionen Euro, davon gehen knapp 300.000 Euro an die Philipps-Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Wissenschaftlerinnen der Philipps-Universit\u00e4t Marburg sind beteiligt an &#8222;MSCA Doctoral Networks&#8220;. Sie haben eine erfolgreiche EU-F\u00f6rderung f\u00fcr die Marburger Zukunftsmedizin erhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5],"tags":[1815,26,64],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-5lQ","jetpack-related-posts":[{"id":6761,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=6761","url_meta":{"origin":20574,"position":0},"title":"F\u00e4cher\u00fcbergreifend vorbildlich: Olalla V\u00e1zquez erh\u00e4lt Ars-Legendi-Preis","date":"24. 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