{"id":20341,"date":"2026-07-22T12:20:34","date_gmt":"2026-07-22T10:20:34","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20341"},"modified":"2026-07-22T12:20:34","modified_gmt":"2026-07-22T10:20:34","slug":"ermutigung-rap-ferienworkshop-im-waldtal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20341","title":{"rendered":"Ermutigung: Rap-Ferienworkshop im Waldtal"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Sound of Diversity &#8211; Identit\u00e4tskonstruktion durch Rap&#8220; ist der Titel eines Workshops f\u00fcr Jugendliche. Angesprochen sind junge Leute zwischen 13 &#8211; 27 Jahren. <!--more--><br \/>\nStattfinden soll der k\u00fcnstlerisch-partizipatorische Hip Hop &#8211; Ferienworkshop von Montag (3. August) bis Freitag (7. August) jeweils von 11 bis 17 Uhr im Sankt Martin Haus im Waldtal. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist bis Montag (27. Juli) m\u00f6glich \u00fcber cwagner@waggonhalle.de.<br \/>\n&#8222;Du schreibst eigene Texte?&#8220; Das ist eine der Fragen im Einladungstext. &#8222;Du rappst gerne oder wolltest es schon immer mal ausprobieren? Hier hast du die Gelegenheit.&#8220;<br \/>\nWeiter hei\u00dft es dort: &#8222;Du lernst den Ursprung des Hip Hop kennen und diskutierst \u00fcber Themen wie Diskriminierung, Rassismus und Vielfalt. Ihr schaut euch gemeinsam Raptexte von bekannten K\u00fcnstler*innen an und arbeitet zum Thema Empowerment.&#8220;<br \/>\nIm Anschluss hei\u00dft es Action: &#8222;Ihr lernt, wie Beat-Produktion und Songwriting funktioniert und erarbeitet eigene Texte zu den Themen, die euch besch\u00e4ftigen. Ihr schreibt, \u00fcbt und produziert. Und dann ist Showtime: Ihr lernt, was es hei\u00dft, eure eigenen Texte in einem Tonstudio aufzunehmen. Zum Schluss euer gro\u00dfer Auftritt: Am 13. September steht ihr auf der B\u00fchne der Waggonhalle und performt eure eigenen Songs und feiert gleichzeitig die Release-Party eures selbst kreierten Albums.&#8220;<br \/>\nShalau Baban ist ein in Marburg t\u00e4tiger Musik-, Kultur- und Jugendp\u00e4dagoge, der sich seit vielen Jahren besonders im Bereich Hip-Hop-Kultur engagiert. Als p\u00e4dagogischer Mitarbeiter am \u00d6kumenischen Sozialzentrum St. Martin-Haus arbeitet er mit Jugendlichen verschiedener Hintergr\u00fcnde und nutzt Musik, Medienarbeit und Hip-Hop als kreative Zug\u00e4nge f\u00fcr Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, Empowerment und interkulturelle Bildung. Baban absolvierte mehrere mehrt\u00e4gige Fortbildungen im Bereich Hip-Hop-P\u00e4dagogik.<br \/>\nDarunter war auch eine spezialisierte Weiterbildung mit Fokus auf den kulturellen und historischen Wurzeln des Hip-Hop in New York City. Im Rahmen dieser Arbeit begleitete er eine Jugendgruppe nach New York, um dort gemeinsam mit den Jugendlichen die Urspr\u00fcnge der Hip-Hop-Kultur kennenzulernen &#8211; von den legend\u00e4ren Schaupl\u00e4tzen der Bronx bis hin zu Begegnungen mit lokalen Akteuren der Szene. Diese Erfahrungen flie\u00dfen bis heute in seine p\u00e4dagogische Arbeit ein.<br \/>\nNeben seiner T\u00e4tigkeit in der Jugendarbeit ist Baban seit Jahren auch als Musikproduzent aktiv. Er hat an mehreren deutschsprachigen Rap-Produktionen mitgewirkt, darunter Gold- und Platin-ausgezeichnete Songs und Alben. Seine Arbeit bewegt sich dabei zwischen Beatproduktion, Studioarbeit und Co-Producing.<br \/>\nOft sind das in Kooperation mit K\u00fcnstlern, die im deutschen Rap-Mainstream etabliert sind wie zum Beispiel Nimo, Amo, Olexesh und &#8222;Haftbefehl)&#8220;. Durch die Verbindung von P\u00e4dagogik, Hip-Hop-Kultur und Musikproduktion schafft Shalau Baban einen Raum, in dem Jugendliche sich authentisch ausdr\u00fccken, kreative F\u00e4higkeiten entwickeln und kulturelle Kompetenzen aufbauen k\u00f6nnen. Sein Ansatz macht ihn zu einer wichtigen Br\u00fccke zwischen Jugendkultur, sozialp\u00e4dagogischer Praxis und professioneller Musikarbeit.<br \/>\nAljoscha Tischkau wird mit Shalau Baban die Beat-Produktion leiten, aber auch beim Songwriting unterst\u00fctzen.Geboren wurde er 1983 in Duderstadt. Seit \u00fcber 15 Jahren verbindet er Jugendkultur, Empowerment und Antirassismus mit k\u00fcnstlerischen Formaten &#8211; insbesondere im Theater-, Performance- und Hip-Hop-Kontext.<br \/>\nSeine Arbeit ist gepr\u00e4gt von partizipativen, niedrigschwelligen und identit\u00e4tsst\u00e4rkenden Ans\u00e4tzen, die marginalisierte Jugendliche in den Mittelpunkt stellen. Er war k\u00fcnstlerischer Leiter, Produzent, Workshopleiter und Mitorganisator zahlreicher Festivals, Performances und Jugendkulturprojekte wie &#8222;Beatz im Park&#8220;, &#8222;Hip Hop &#8211; Tag und Nacht&#8220;. Zudem spielte er in &#8222;Yo Bro&#8220; am Schauspiel Frankfurt.<br \/>\nSeine kulturelle Bildungsarbeit reicht von internationalen Hip-Hop-Austauschen bis zu k\u00fcnstlerischen Kooperationen mit Theatern, Schulen und Jugendzentren. Er ist Stadtteilsozialarbeiter in Flensburg und war zuvor als Medienp\u00e4dagoge und stellvertretender Leiter der Jugendkultur-<br \/>\nund Medienwerkstatt Das Haus in Eckernf\u00f6rde t\u00e4tig. Als kultureller Jugendsozialarbeiter und Projektmitarbeiter im landesweiten Projekt &#8222;DISS-kriminierung&#8220; der T\u00fcrkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein hat er vielf\u00e4ltige Empowerment- und Antirassismusprojekte umgesetzt.<br \/>\nEr studierte Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg und erforschte in seiner Abschlussarbeit, wie Hip Hop in Deutschland als globales Sprachrohr marginalisierter Jugendlicher wirkt. Derzeit vertieft er dieses Themenfeld im Weiterbildungsmaster &#8222;Kulturelle Bildung an Schulen&#8220;. Als ehemaliger American-Football-Spieler (1. Liga, Vize-Meister, Europapokal) und lizensierter Trainer C engagiert er sich weiterhin im Jugendsport. Aljoscha Tischkau ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.<br \/>\nLaura Tischkau \u00fcbernimmt ma\u00dfgeblich den Bereich der Einf\u00fchrung der Workshop-Woche sowie das Songwriting. Geboren wurde sie 1990 in Henstedt-Ulzburg. Aufgewachsen ist sie in Elmshorn bei Hamburg.<br \/>\nSie arbeitet an der Schnittstelle von Sozialwissenschaft, politischer Bildung und kultureller Praxis. Seit ihrem Abschluss als Sozialwissenschaftlerin an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg (2015) mit den Schwerpunkten Gender Studies, Postkolonialismus und Antirassismus verbindet sie gesellschaftskritische Perspektiven mit einer konsequent praxisorientierten Arbeit in Jugend-, Pr\u00e4ventions- und Kulturprojekten. Ihre professionelle Laufbahn begann in der Jugendarbeit unter anderem in Projekten wie &#8222;Wissen baut Br\u00fccken&#8220;, wo sie fr\u00fch Verantwortung \u00fcbernahm und in der Tandem- und Gruppenleitung t\u00e4tig war.<br \/>\nEin besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Radikalisierungspr\u00e4vention: Als Onlineberaterin bei F\u00e4llen von religi\u00f6s begr\u00fcndetem Extremismus entwickelte sie niedrigschwellige, dialogische Beratungsans\u00e4tze f\u00fcr Jugendliche und ihr Umfeld. Ihre Arbeit ist gepr\u00e4gt von der \u00dcberzeugung, dass Pr\u00e4vention nur gelingt, wenn junge Menschen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden und sich gesehen f\u00fchlen.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus war Laura Tischkau im Bereich der kulturellen Bildung und Theaterarbeit &#8211; unter anderem als Produktionsleitung in der Theaterwerkstatt Pilkentafel in Flensburg &#8211; t\u00e4tig. Hier verbindet sie organisatorische Kompetenz, \u00e4sthetische Sensibilit\u00e4t und ihr sozialwissenschaftliches Verst\u00e4ndnis von Machtverh\u00e4ltnissen und Repr\u00e4sentation. Ihre Arbeit ist wesentlich gepr\u00e4gt von einer intersektionalen Perspektive, die sowohl strukturelle Diskriminierung als auch individuelle Handlungsspielr\u00e4ume in den Blick nimmt.<br \/>\nThematisch bewegt sie sich seit vielen Jahren an den Schnittstellen von Antirassismus, Geschlechtergerechtigkeit, sozialer Teilhabe und Empowerment. Ihre beruflichen, wie ehrenamtlichen Aktivit\u00e4ten zeichnen sich durch einen praxisnahen, verantwortungsbewussten Ansatz aus, der politische Bildung, soziale Arbeit und kulturelle Praxis miteinander verbindet. Begegnungen mit Menschen, die von verschiedenen Diskriminierungsformen betroffen sind, pr\u00e4gen ihren Alltag ebenso wie ihr professionelles Handeln und ihre kontinuierliche Reflexion.<br \/>\nTischkau lebt mit ihrer Familie in Flensburg. Sie engagiert sich gesellschaftlich und politisch. Sie ist mit lokalen wie \u00fcberregionalen Netzwerken verbunden und setzt sich daf\u00fcr ein, R\u00e4ume zu schaffen, in denen soziale Gerechtigkeit, Empowerment und solidarische Zusammenarbeit gelebt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>* pm: Waggonhalle Kulturzentrum Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Sound of Diversity &#8211; Identit\u00e4tskonstruktion durch Rap&#8220; ist der Titel eines Workshops f\u00fcr Jugendliche. 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