{"id":20266,"date":"2026-07-03T14:15:00","date_gmt":"2026-07-03T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20266"},"modified":"2026-07-03T14:15:00","modified_gmt":"2026-07-03T12:15:00","slug":"bekanntgewesen-baeume-gehoeren-in-die-ortsmitte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20266","title":{"rendered":"Bekanntgewesen: B\u00e4ume geh\u00f6ren in die Ortsmitte"},"content":{"rendered":"<p>Der Kreis l\u00e4sst B\u00e4ume wachsen. F\u00fcr eine finanzielle F\u00f6rderung inner\u00f6rtlicher Baumpflanzungen k\u00f6nnen Interessierte Antr\u00e4ge bei der Naturschutzbeh\u00f6rde des Kreises einreichen. <!--more--><br \/>\nB\u00e4ume pr\u00e4gen nicht nur W\u00e4lder und freie Landschaften. Sie \u00fcbernehmen auch inner\u00f6rtlich &#8211; also in St\u00e4dten und D\u00f6rfern &#8211; wichtige Funktionen f\u00fcr Mensch und Natur. Die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Marburg-Biedenkopf f\u00f6rdert daher auch die inner\u00f6rtliche Pflanzung von B\u00e4umen. Nicht nur f\u00fcr die Artenvielfalt und Kultur spielen B\u00e4ume eine wichtige Rolle, sondern beispielsweise auch als Schattenspender im Sommer. F\u00f6rderantr\u00e4ge f\u00fcr Pflanzungen sowie der dazugeh\u00f6rige Leitfaden k\u00f6nnen per E-Mail an Naturschutz@Marburg-Biedenkopf.de angefragt werden.<br \/>\n&#8222;Die vergangene Hitzewelle in Deutschland hat noch mal gezeigt, wie wichtig Schattenpl\u00e4tze sind&#8220;, betonte Landrat Jens Womelsdorf. &#8222;In Zeiten zunehmender Sommerhitze leisten B\u00e4ume einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung des inner\u00f6rtlichen Klimas. Die F\u00f6rderung von Baumpflanzungen ist daher auch ein Beitrag zum Engagement des Kreises f\u00fcr Natur- und Klimaschutz sowie Klima-Anpassung.&#8220;<br \/>\nNicht nur im Au\u00dfenbereich kann die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde Pflanzprojekte mit heimischen Laubb\u00e4umen finanziell unterst\u00fctzen. Auch zur Schaffung innerst\u00e4dtischer Gr\u00fcnstrukturen k\u00f6nnen beispielsweise Dorfversch\u00f6nerungsvereine oder auch kommunale Akteurinnen und Akteure wie beispielsweise St\u00e4dte und Gemeinden eine F\u00f6rderung f\u00fcr Baumpflanzungen erhalten. Voraussetzungen sind, dass entsprechende Konzepte vorliegen, der Erhalt der B\u00e4ume gesichert werden kann und keine weiteren gesetzlichen Verpflichtungen zur Anpflanzung bestehen.<br \/>\nDie F\u00f6rdermittel stammen aus dem sogenannten &#8222;naturschutzrechtlichen Ersatzgeld&#8220;. Dieses Geld wird beispielsweise f\u00e4llig, wenn bei Bauvorhaben im Au\u00dfenbereich Eingriffe in Natur und Landschaft nicht durch Naturschutz-Ma\u00dfnahmen oder ein \u00d6kokonto ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Das Ersatzgeld wird von der Naturschutzbeh\u00f6rde des Kreises verwaltet und ausgezahlt.<br \/>\n&#8222;B\u00e4ume spenden Schatten, filtern Schadstoffe, binden Kohlendioxid und sorgen durch Verdunstung f\u00fcr Abk\u00fchlung&#8220;, erkl\u00e4rte Katharina Franziska Hof von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises. &#8222;Besonders an hei\u00dfen Tagen sind B\u00e4ume f\u00fcr viele Menschen daher eine willkommene Zuflucht.&#8220;<br \/>\nDabei gelte es aber auch zu bedenken: Alte B\u00e4ume seien wegen ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Blattmasse besonders leistungsf\u00e4hig und k\u00f6nnen durch junge Nachpflanzungen nur langfristig ersetzt werden. &#8222;Deshalb ist es wichtig, alte B\u00e4ume zu erhalten und mit der Pflanzung neuer B\u00e4ume einen Beitrag f\u00fcr die Zukunft zu leisten&#8220;, machte Landrat Womelsdorf deutlich.<br \/>\n&#8222;Heimische Laubb\u00e4ume sind auch ein zentraler Bestandteil inner\u00f6rtlicher \u00d6kosysteme. Sie bieten zahlreichen Tieren Schutz und Nahrung &#8211; vom Nestplatz f\u00fcr V\u00f6gel und Kleins\u00e4uger wie Eichh\u00f6rnchen und Flederm\u00e4use bis hin zu versteckten Lebensr\u00e4umen f\u00fcr Insekten. Wildbienen, Prachtk\u00e4fer oder auch bestimmte Wespenarten sind auf Baumstrukturen angewiesen &#8211; teils auf Bl\u00fcten, Bl\u00e4tter oder die Rinde. Auch unter der Rinde finden viele K\u00e4ferarten ein Zuhause, ohne dabei grunds\u00e4tzlich dem Baum zu schaden. So tragen B\u00e4ume selbst im dicht bebauten Raum zur Artenvielfalt bei und bilden wertvolle Lebensraum-Inseln&#8220;, sagt Hof.<br \/>\nAuch als Kulturgut erf\u00fcllen B\u00e4ume eine wichtige Funktion, erl\u00e4utert die Biologin. &#8222;B\u00e4ume im Ortsbereich sind mehr als nur gestalterische Elemente. Sie sind lebendige Zeugnisse historischer und gesellschaftlicher Entwicklungen.<br \/>\nSo wurden fr\u00fcher beispielsweise Linden auf zentralen Pl\u00e4tzen gepflanzt, um Orte der Begegnung, des Austauschs oder der Rechtsprechung zu markieren. W\u00e4hrend Tanzlinden Dreh- und Angelpunkte von Feierlichkeiten waren, stellte die sogenannte Gerichtslinde \u00fcber Jahrhunderte hinweg ein Sinnbild f\u00fcr Gerechtigkeit und Gnade dar. &#8222;Noch heute sind solche markanten B\u00e4ume in Orten wie Wetter-Am\u00f6nau oder Kirchhain-Himmelsberg erhalten&#8220;, erl\u00e4uterte Hof.<br \/>\nDa der Herbst die beste Pflanzzeit ist, sei jetzt ein guter Zeitpunkt, Konzepte zur Anpflanzung in Ortslagen aufzustellen, erkl\u00e4rte Hof. Dazu sollten Interessierte mit der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Kreises Kontakt aufnehmen, um das Konzept vorher abzustimmen. Das geht per E-Mail an Naturschutz@Marburg-Biedenkopf.de. Dar\u00fcber l\u00e4sst sich auch das notwendige F\u00f6rderformular anfragen.<br \/>\nEine vorherige R\u00fccksprache sei wichtig, um ein Konzept, die Eignung des Standorts, der Anpflanzung(en) und die F\u00f6rderf\u00e4higkeit abzustimmen. Gerne berate die Naturschutzbeh\u00f6rde auch im Vorfeld dabei, ein solches Konzept zu erarbeiten. &#8222;Wichtig ist, dass die Beantragung der Mittel im Vorfeld erfolgt, da keine nachtr\u00e4gliche F\u00f6rderung m\u00f6glich ist&#8220;, betonte Hof. Die konkrete H\u00f6he des F\u00f6rderbetrags sei wiederum vom Umfang der jeweiligen Ma\u00dfnahme abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kreis l\u00e4sst B\u00e4ume wachsen. 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