{"id":20048,"date":"2026-05-18T14:01:46","date_gmt":"2026-05-18T12:01:46","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=20048"},"modified":"2026-05-18T14:01:46","modified_gmt":"2026-05-18T12:01:46","slug":"immer-besser-florian-hoffmeister-erhielt-marburger-kamerapreis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=20048","title":{"rendered":"Immer besser: Florian Hoffmeister erhielt Marburger Kamerapreis"},"content":{"rendered":"<p>[tagsFlorian Hoffmeister,Kamera,Preis]<\/p>\n<p>Florian Hoffmeister \u00fcberzeugt durch ausdrucksstarke Bildgestaltung. Daf\u00fcr hat er den Marburger Kamerapreis 2026 erhalten. <!--more--><br \/>\nFlorian Hoffmeister ist der Preistr\u00e4ger des diesj\u00e4hrigen Marburger Kamerapreises. Der geb\u00fcrtige Braunschweiger nahm die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung am Freitag (15. Mai) im Cineplex Marburg von Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies und Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss entgegen.<br \/>\n&#8222;Ein Kinobesuch ist immer etwas Besonderes&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Spies bei der Verleihung des 25. Marburger Kamerapreises im Cineplex. &#8222;Kino bringt Menschen zusammen und verbindet sie durch die Erfahrungen, Gedanken und Emotionen, die sie beim Schauen der Filme gemeinsam durchleben. Solche besonderen Momente hat auch unser diesj\u00e4hriger Preistr\u00e4ger Florian Hoffmeister geschaffen.&#8220;<br \/>\nBewegung &#8211; sowohl der Figuren als auch der Kamera &#8211; sei eines der zentralen Merkmale von Hoffmeister, um die Geschichten in Szene zu setzen. Dabei ging OB Spies auch auf die Anf\u00e4nge des Films ein.<br \/>\nF\u00fcr den Universit\u00e4tspr\u00e4sidenten ist das Kino vor allem der Ort, an dem das gemeinsame Erleben von Filmen ohne Ablenkungen am besten gelinge. W\u00e4hrend der Preisverleihung betonte Nauss: &#8222;Der Marburger Kamerapreis macht seit 25 Jahren sichtbar, was allzu oft im Hintergrund bleibt: die kreative und k\u00fcnstlerische Kraft der Bildgestaltung als zentrales Element des Films. Dass die Philipps-Universit\u00e4t diesen Preis gemeinsam mit der Universit\u00e4tsstadt Marburg vergibt, steht zugleich f\u00fcr unseren Anspruch, Wissenschaft, Kunst und gesellschaftlichen Dialog miteinander zu verbinden. Forschung an Universit\u00e4ten entfaltet ihre Wirkung nicht nur in Laboren oder H\u00f6rs\u00e4len, sondern auch dort, wo sie kulturelle Prozesse begleitet, einordnet und neue Perspektiven f\u00fcr unsere Gesellschaft er\u00f6ffnet.&#8220;<br \/>\nDer Preis honoriert &#8222;die klare und unaufgeregte Kameraf\u00fchrung von Florian Hoffmeister ebenso wie seine ausdrucksstarke Bildgestaltung und das nuancierte Zusammenspiel von Licht, Farbe und Dunkelhei&#8220;, zitierte auss die Begr\u00fcndung des Beirats. &#8222;Bei all seinen Projekten stellt er sich immer wieder aufs Neue ganz in den Dienst der zu erz\u00e4hlenden Geschichte und hat es im Laufe der Jahre dennoch geschafft, sich eine pers\u00f6nliche Handschrift zu erarbeiten.&#8220;<br \/>\nHoffmeister zeichne sich zudem durch die Bandbreite seiner Werke und Genres aus &#8211; von Serien und Filmen \u00fcber Kom\u00f6die und Thriller bis hin zu Kost\u00fcmfilmen. Die Laudatio auf den Preistr\u00e4ger hielt Filmwissenschaftler und Kulturmanager Urs Sp\u00f6rri, erg\u00e4nzt von einer Videobotschaft der Schauspielerin Jodie Foster und der Regisseurin Issa L\u00f3pez.<br \/>\n&#8222;Florian Hoffmeister will, dass die Kamera hinter dem Film verschwindet&#8220;, erkl\u00e4rte Sp\u00f6rri. &#8222;Er denkt wie ein Regisseur und gestaltet Bilder ganz aus der inneren Wirkung einer Szene heraus &#8211; genau deshalb wird er von den Stars des Weltkinos so hoch gesch\u00e4tzt.&#8220;<br \/>\nHoffmeister bedankte sich f\u00fcr die Auszeichnung und den herzlichen Empfang: &#8222;Es ist mir eine gro\u00dfe Ehre, diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Diese Form der Auseinandersetzung mit der Bildgestaltung, also wie ein Bild geschaffen wird, ist weltweit einzigartig. Und dass, obwohl wir in einer Zeit leben, in der Inhalte vor allem durch Bilder bestimmt werden, beispielsweise \u00fcber Social Media. Daher bin ich sehr dankbar daf\u00fcr, ein Teil dieser Veranstaltungen sein zu d\u00fcrfen.&#8220;<br \/>\nW\u00e4hrend seines Besuchs in Marburg trug sich Hoffmeister auch in das Goldene Buch der Universit\u00e4tsstadt ein. Der Preistr\u00e4ger wurde 1970 in Braunschweig geboren. Zun\u00e4chst sammelte Hoffmeister durch Praktika als Beleuchter und im Kameraverleih sowie als Material- und Kameraassistent und freier Beleuchter Erfahrungen im Filmbereich. 1994 begann er ein Regie- und Kamerastudium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) in Berlin.<br \/>\nSein Regiedeb\u00fct hatte Florian Hoffmeister mit dem Kurzfilm &#8222;Stimmen der Welt&#8220; (1997), der f\u00fcr den Bundeskurzfilmpreis nominiert wurde. Mit dem DFFB-Abschlussfilm &#8222;Paul is dead&#8220; (2000) von Hendrik Handloegten realisierte Hoffmeister seinen ersten Langfilm als hauptverantwortlicher Kameramann. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Grimme Preis und den Studio Hamburg Nachwuchspreis.<br \/>\n2001 arbeitete Hoffmeister als Kameramann unter der Regie von Hannes St\u00f6hr an &#8222;Berlin is in Germany&#8220;, der mit dem Panorama-Publikumspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde. Mit &#8222;Liegen lernen&#8220; (2003) \u00fcbernahm Hoffmeister erneut die Bildgestaltung f\u00fcr einen Film von Hendrik Handloegten. In den Folgejahren wirkte er an Fernsehfilmen mit wie &#8222;Tatort: 3 X Schwarzer Kater&#8220; in der Regie von Buddy Giovinazzo oder &#8222;Polizeiruf 110: Tiefe Wunden&#8220; unter der Regie von Buddy Giovinazzo.<br \/>\nZudem stellte er beim Locarno Filmfestival 2005 seine erste lange Regiearbeit &#8222;3\u00b0 K\u00e4lter&#8220; vor. 2016 folgte sein zweiter Spielfilm &#8222;Die Habenichtse&#8220;. Sein Schwerpunkt lag jedoch weiterhin auf der Arbeit als Bildgestalter.<br \/>\nEinen Wendepunkt in seiner Karriere stellte der Wechsel nach Gro\u00dfbritannien dar. In Zusammenarbeit mit seiner Mentorin Antonia Bird realisierte Hoffmeister den Fernsehfilm &#8222;The Hamburg Cell&#8220; (2004), mit dem er sich auch auf der Insel als Director of Photography etablieren konnte. Besonders fruchtbar erwies sich danach die Zusammenarbeit mit Regisseur Terence Davies. So war Hoffmeister Bildgestalter f\u00fcr &#8222;The Deep Blue Sea&#8220; (2011) und &#8222;A Quiet Passion &#8211; Das Leben der Emily Dickinson&#8220; (2016) &#8211; Filme, mit denen er international auf sich aufmerksam machte. Daneben trug sein Engagement bei der Golden Globe nominierten Serie &#8222;Five Days&#8220;&#8220; von 2007 bis 2010 mit Creator Gwyneth Hughes zur wachsenden Reputation von Hoffmeister bei.<br \/>\nZu Beginn der 2010er Jahre gelang Hoffmeister ein bedeutender Erfolg in seiner Karriere: Als erster Bildgestalter gewann er f\u00fcr die BBC-Miniserie &#8222;Great Expectations &#8211; Charles Dickens` gro\u00dfe Erwartungen&#8220; ( von 2011 bis 2012 unter der Regie von Brian Kirk sowohl einen Emmy, einen BAFTA, als auch einen ASC Award. Zudem wurde er 2014 vom Branchenblatt &#8222;Variety&#8220; als einer von &#8222;10 Cinematographers to Watch&#8220; gelistet.<br \/>\nIn den Folgejahren erweiterte sich Hoffmeisters Wirkungsbereich auch auf Hollywood-Produktionen wie &#8222;Mortdecai &#8211; Der Teilzeitgauner&#8220; aus dem Jahr 2016 unter der Regie von David Koepp &#8211; prominent besetzt mit Johnny Depp und Gwyneth Paltrow &#8211; oder die HBO-Serie &#8222;True Detective: Night Country&#8220; von 2024 unter den Creators Nic Pizzolatto und Issa L\u00f3pez. Gerade diese Phase zeugt von der stilistischen Bandbreite seines Schaffens: vom aufwendigen Kost\u00fcmfilm \u00fcber Kom\u00f6die, Thriller und Horror gestaltet Hoffmeister Bilder in unterschiedlichen Genres.<br \/>\nF\u00fcr den Spielfilm &#8222;T\u00c1R&#8220; von 2022 unter der Regie von Todd Field mit Cate Blanchett in der Hauptrolle wurde Hoffmeister f\u00fcr seine Bildgestaltung erstmals f\u00fcr einen Oscar nominiert. Zuletzt gab es von ihm die Kom\u00f6die &#8222;Die Rosenschlacht&#8220; 2025 unter der Regie von Jay Roach mit Olivia Colman und Benedict Cumberbatch in den Kinos zu sehen.<br \/>\nAuch in diesem Jahr wurde die Verleihung von den Bild-Kunst-Kameragespr\u00e4chen im Capitol Filmkunsttheater begleitet. Musikalisch umrahmt wurde die Verleihung von der Studierenden BigBand Marburg.<br \/>\nDer Marburger Kamerapreis wird seit 2001 vergeben. Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg und die Universit\u00e4tsstadt Marburg vergeben den Marburger Kamerapreis in diesem Jahr zum 25. Mal. Ziel ist es, diejenigen zu w\u00fcrdigen, die das zentrale Element des Films &#8211; das Bild, schaffen und oft &#8211; zugunsten von Schauspieler*innen und Regisseur*innen in den Hintergrund treten. Bei den j\u00e4hrlichen Marburger Bild-Kunst Kameragespr\u00e4chen steht daher die Bildgestaltung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Weitere Informationen finden sich unter <a href=\"http:\/\/www.marburger-kamerapreis.de\">www.marburger-kamerapreis.de<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[tagsFlorian Hoffmeister,Kamera,Preis] Florian Hoffmeister \u00fcberzeugt durch ausdrucksstarke Bildgestaltung. 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