{"id":19944,"date":"2026-04-27T14:45:00","date_gmt":"2026-04-27T12:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19944"},"modified":"2026-04-27T14:45:00","modified_gmt":"2026-04-27T12:45:00","slug":"im-wald-kreis-testete-neues-loeschwasserkonzept","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19944","title":{"rendered":"Im Wald: Kreis testete neues L\u00f6schwasserkonzept"},"content":{"rendered":"<p>Sein neues L\u00f6schwasserkonzept hat der Kreis bei einer Waldbrand\u00fcbung bei Biedenkopf und Caldern erfolgreich getestet. Die berechneten Zeiten und Wassermengen stimmen mit der Realit\u00e4t \u00fcberein. <!--more--><br \/>\nIst das Konzept zur mobilen L\u00f6schwasserversorgung bei Waldbr\u00e4nden praxistauglich? Funktionieren die am Schreibtisch erdachten und errechneten Abl\u00e4ufe? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Waldbrand\u00fcbung am Wochenende bei Lahntal-Caldern und auf der Sackpfeife bei Biedenkopf.<br \/>\nErstmals waren alle acht Wechselladerfahrzeuge mit den Abrollbeh\u00e4ltern f\u00fcr L\u00f6schwasser gemeinsam bei dieser \u00dcbung im Einsatz. Mit dem Ergebnis sind die Projektplaner nach einem ersten Res\u00fcmee zufrieden. Jetzt folgt eine strukturierte Auswertung der Ergebnisse.<br \/>\n&#8222;Unser Ziel war es, an zwei Orten mit jeweils unterschiedlichen Voraussetzungen einen L\u00f6schwasserstrom von rund 1.000 Litern Wasser pro Minute unterbrechungsfrei zu Verf\u00fcgung zu stellen&#8220;, erl\u00e4uterte der ehrenamtliche Kreisbrandmeister Daniel Thome als Planer des Projekts am Samstag (25. April). &#8222;Dieses Ziel haben wir erreicht.&#8220;<br \/>\nAn der \u00dcbung waren die Wechselladerfahrzeuge mit den dazugeh\u00f6rigen Tankbeh\u00e4ltern aus Biedenkopf, Fronhausen, Gladenbach, Marburg, Rauschenberg, Stadtallendorf, Steffenberg, und Wetter beteiligt. Die kommunalen Katastrophenschutz-L\u00f6schz\u00fcge aus Kirchhain und Lohra bauten die Pl\u00e4tze zur Wasserentnahme und Wasser\u00fcbergabe auf und die Feuerwehren aus Biedenkopf und Lahntal \u00fcbernahmen die Aufgabe der Brandbek\u00e4mpfung im Wald. Hinzu kamen Einsatzkr\u00e4fte, die die Abl\u00e4ufe beobachteten und dokumentierten.<br \/>\nDie Informations- und Kommunikationsgruppe des Landkreises, eine Einheit des Katastrophenschutzes, koordinierte zu Beginn den Einsatz der Feuerwehren an einem Bereitstellungsplatz. Hinzu kamen Mitarbeitende von Hessen Forst. &#8222;Insgesamt waren so rund 160 Einsatzkr\u00e4fte unterwegs&#8220;, stellte Kreisbrandinspektor Lars Sch\u00e4fer fest.<br \/>\nAuch er zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. &#8222;Das Ziel, das wir mit der Planung des Konzepts verfolgt haben, haben wir auch erreicht&#8220;, erkl\u00e4rte Sch\u00e4fer. &#8222;Die theoretischen Planungen und Berechnungen stimmen mit der Realit\u00e4t \u00fcberein. An ein paar wenigen Stellen m\u00fcssen wir noch ein bisschen nachjustieren &#8211; aber genau daf\u00fcr war die \u00dcbung ja gedacht.&#8220;<br \/>\nSo m\u00fcsse etwa bei der Aufgabenverteilung und der Festlegung, in welcher Reihenfolge bestimmte Abl\u00e4ufe stattfinden m\u00fcssen, noch etwas nachgesch\u00e4rft werden. Ein Waldbrand auf der Sackpfeife und ein Waldbrand bei Lahntal-Caldern bildeten die Ausgangsszenarien der \u00dcbung. W\u00e4hrend die Biedenkopfer Feuerwehr mit den L\u00f6scharbeiten im Wald auf der Sackpfeife begann, lief parallel der Aufbau einer L\u00f6schwasserversorgung an. Der L\u00f6schzug aus Lohra bereitete die Entnahme von Wasser aus der Lahn an der Biedenkopfer Feuerwache vor, um die L\u00f6schwasserbeh\u00e4lter auf den Wechseladerfahrzeugen wieder zu bef\u00fcllen.<br \/>\nSie hatten ihr Wasser zuvor &#8211; jeweils 10.000 Liter &#8211; auf der Sackpfeife in bereit gestellte Faltbeh\u00e4lter gef\u00fcllt. Auch diesen Wasser\u00fcbergabepunkt bauten die Einsatzkr\u00e4fte aus Lohra auf. Von dort pendelten die Fahrzeuge dann zwischen Sackpfeife und Feuerwache hin und her. Hier waren vier der Wechselladerfahrzeuge im Einsatz. Aus den Faltbeh\u00e4ltern wurde das L\u00f6schwasser dann mit Schl\u00e4uchen zur angenommenen Brandstelle im Wald gepumpt.<br \/>\nDer Ablauf in Caldern war \u00e4hnlich: Einsatzkr\u00e4fte aus Kirchhain bauten an der Lahnbr\u00fccke in Kernbach eine Wasserentnahmestelle auf, um die leeren Abrollbeh\u00e4lter wieder mit Wasser zu bef\u00fcllen. An der Schutzh\u00fctte in Caldern erfolgte dann die \u00dcbergabe des L\u00f6schwassers. Auch hier waren vier Wechselladerfahrzeuge mit den dazugeh\u00f6rigen Abrollbeh\u00e4ltern im Einsatz. Den angenommenen Waldbrand bek\u00e4mpften Einsatzkr\u00e4fte der Lahntaler Feuerwehren.<br \/>\nKreisbrandinspektor Sch\u00e4fer und Kreisbrandmeister Daniel Thome wiesen auch darauf hin, dass beim Thema Wald- und Vegetationsbrandbek\u00e4mpfung im Landkreis Marburg-Biedenkopf Planung, Konzeption, Beschaffung von Ger\u00e4ten und Fahrzeugen, Ausbildung und Auswertung gut ineinandergriffen: &#8222;Davon lebt das Konzept, das in dem verheerenden Waldbrand bei C\u00f6lbe-Sch\u00f6nstadt im Jahr 2022 seinen Anfang nahm.&#8220; Neben den Wechselladerfahrzeugen und den Abrollbeh\u00e4ltern hatte der Kreis zuvor bereits spezielle Ausr\u00fcstung wie etwa Schl\u00e4uche, Beregnungssysteme oder besondere Werkzeuge zur Waldbrandbek\u00e4mpfung beschafft und die Wehren im Kreis daran strukturiert ausgebildet.<br \/>\nAuch Landrat Jens Womelsdorf, der die Einsatzkr\u00e4fte am Morgen auf dem Bereitstellungsplatz bei Buchenau begr\u00fc\u00dfte, war zufrieden mit dem Ablauf. &#8222;Unsere Planungen und auch die dazugeh\u00f6rigen Investitionen haben sich gelohnt&#8220;, betonte der Landrat. &#8222;Wir als Landkreis und auch alle 22 St\u00e4dte und Gemeinden, die das Konzept mittragen, k\u00f6nnen stolz darauf sein.&#8220;+<br \/>\nEr dankte allen Einsatzkr\u00e4ften, die zum Gelingen der \u00dcbung beigetragen hatten. &#8222;Ich m\u00f6chte aber auch nochmal dem Kreistag sowie den B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeistern danken. Auch Dank ihrer Unterst\u00fctzung haben wir es geschafft, ein kreisweites Projekt nicht nur auf den Weg zu bringen, sondern auch erfolgreich umzusetzen&#8220;, bekr\u00e4ftigte Womelsdorf.<br \/>\nInsgesamt stehen f\u00fcr die mobile L\u00f6schwasserversorgung insbesondere bei Waldbr\u00e4nden im Landkreis Marburg-Biedenkopf acht Wechsellader-Fahrzeuge mit sogenannten Abrollbeh\u00e4ltern f\u00fcr jeweils 10.000 Liter L\u00f6schwasser zur Verf\u00fcgung. F\u00fcnf dieser Fahrzeuge und sechs Beh\u00e4lter hat der Kreis neu beschafft. Zwei bereits vorhandene Fahrzeuge mit Beh\u00e4ltern steuern die Feuerwehren aus Marburg und Stadtallendorf bei. F\u00fcr ein bereits vorhandenes Fahrzeug in Biedenkopf wurde noch ein L\u00f6schwasserbeh\u00e4lter beschafft.<br \/>\nDas Konzept sieht vor, eine Versorgung mit L\u00f6schwasser in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 1.000 Litern pro Minute an einer Einsatzstelle zu gew\u00e4hrleisten. Eintreffen soll das L\u00f6schwasser dort sp\u00e4testens 60 Minuten nach der Alarmierung. Der kalkulierte Kostenrahmen von rund 2,72 Millionen Euro wurde eingehalten. Die H\u00e4lfte davon &#8211; also rund 1,36 Millionen Euro &#8211; tr\u00e4gt der Kreis. Die andere H\u00e4lfte \u00fcbernehmen die St\u00e4dte und Gemeinden.<br \/>\nDeren Kostenanteil bemisst sich an der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner. Das ist eine solidarische Aufteilung der entstehenden Kosten innerhalb der kommunalen Familie. Die Anschaffung hat einen positiven Nebeneffekt: Fahrzeuge und Beh\u00e4lter k\u00f6nnten im Notfall auch zur Versorgung mit Trinkwasser genutzt werden.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sein neues L\u00f6schwasserkonzept hat der Kreis bei einer Waldbrand\u00fcbung bei Biedenkopf und Caldern erfolgreich getestet. 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