{"id":19837,"date":"2026-04-07T10:45:00","date_gmt":"2026-04-07T08:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19837"},"modified":"2026-04-07T10:45:00","modified_gmt":"2026-04-07T08:45:00","slug":"veraenderungsvorschlaege-projekt-fuer-biodiversitaet-in-afrika","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19837","title":{"rendered":"Ver\u00e4nderungsvorschl\u00e4ge: Projekt f\u00fcr Biodiversit\u00e4t in Afrika"},"content":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg koordiniert ein internationales Projekt zur Erhaltung der Biodiversit\u00e4t. Es soll neue Wege f\u00fcr Naturschutz in Afrika er\u00f6ffnen. <!--more--><br \/>\nIn vielen Regionen Afrikas treffen zwei Entwicklungen aufeinander: Der Verlust von Biodiversit\u00e4t ver\u00e4ndert \u00d6kosysteme, w\u00e4hrend gleichzeitig Landwirtschaft, Siedlungen und Infrastruktur in Wildtierlebensr\u00e4ume vordringen. Dadurch steigen Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren, etwa wenn Elefanten Felder zerst\u00f6ren oder Raubtiere Nutztiere rei\u00dfen.<br \/>\nOft hat das erhebliche wirtschaftliche Folgen f\u00fcr l\u00e4ndliche Haushalte. Das internationale Projekt &#8222;PEACE &#8211; Participatory Engagement for Adaptation and Conservation Efforts&#8220; nutzt moderne, automatisierte Technologien f\u00fcr das Biodiversit\u00e4tsmonitoring und entwickelt gemeinsam mit den Menschen vor Ort L\u00f6sungen, die Naturschutz und die Bed\u00fcrfnisse der lokalen Bev\u00f6lkerung verbinden. Es wird von der F\u00f6rderlinie &#8222;Biodiversa+&#8220; mit \u00fcber 1,8 Millionen Euro gef\u00f6rdert.<br \/>\n&#8222;Viele Naturschutzprogramme scheitern daran, dass sie lokale Interessen nicht ausreichend einbeziehen oder Entscheidungen auf zu wenigen Daten beruhen&#8220;, erkl\u00e4rte der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Bj\u00f6rn Vollan, der das Projekt gemeinsam mit der Naturschutz\u00f6kologin Prof. Dr. Nina Farwig leitet. Das Besondere an &#8222;PEACE&#8220; ist die Kombination aus modernem Biodiversit\u00e4tsmonitoring, verhaltenswissenschaftlicher Forschung und Beteiligung der lokalen Bev\u00f6lkerung.<br \/>\n&#8222;Sensoren, Kameras und zum Teil auch KI liefern heute nahezu in Echtzeit Daten dar\u00fcber, wie sich unsere Natur ver\u00e4ndert&#8220;, erl\u00e4uterte Farwig. &#8222;Wir nutzen diese Technologien, um Biodiversit\u00e4t automatisch zu erfassen. Mit diesen Biodiversit\u00e4tsdaten unterst\u00fctzen wir dann gezielt lokale Entscheidungsprozesse.&#8220;<br \/>\nIn B\u00fcrgerr\u00e4ten und einem transdisziplin\u00e4ren Panel arbeiten Wissenschaft, Praxis und lokale Akteur*innen zusammen. Das Projekt kn\u00fcpft dabei an Vorarbeiten mit B\u00fcrgerr\u00e4ten in Bogot\u00e1 an, in denen rund neun von zehn Teilnehmenden angaben, echte Einflussm\u00f6glichkeiten gehabt zu haben, und fast alle fanden ihre Perspektiven in den finalen Empfehlungen wieder. Erg\u00e4nzt wird das durch verhaltenswissenschaftliche Methoden wie Lernspiele und Zukunftsformate, in denen m\u00f6gliche Entwicklungen gemeinsam durchgespielt werden.<br \/>\n&#8222;So sollen Entscheidungen \u00fcber Naturschutzma\u00dfnahmen besser auf Daten gest\u00fctzt werden und gemeinsam mit den betroffenen Communities praktikable Strategien und faire Ausgleichsmodelle entstehen, beispielsweise wenn Schutzma\u00dfnahmen wirtschaftliche Interessen ber\u00fchren&#8220;, berichtete Vollan. &#8222;Die experimentellen Lernspiele bauen dabei auf fr\u00fcheren Spieldesigns unseres Teams im s\u00fcdlichen Afrika auf und machen typische Zielkonflikte im Alltag &#8211; etwa Ernteverluste, Wildtierbegegnungen und Kompensationsfragen &#8211; diskutierbar.&#8220;<br \/>\nAn dem Projekt sind internationale und interdisziplin\u00e4re Forscherinnen und Forscher beteiligt: Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg bringt Expertise aus Wirtschaftswissenschaften und Biologie ein, unterst\u00fctzt wird das Projekt zudem von renommierten Forschungseinrichtungen wie dem Beijer Institute of Ecological Economics der Royal Swedish Academy of Sciences, der ETH Z\u00fcrich, der Universit\u00e4t Innsbruck und der Utrecht University. In Afrika arbeiten die University of KwaZulu Natal und die University of Fort Hare direkt vor Ort mit lokalen Communities zusammen. Au\u00dferdem kooperiert das Projekt mit Praxispartnern wie der Peace Parks Foundation sowie weiteren assoziierten und unterst\u00fctzenden Partnern, unter anderem in Mosambik.<br \/>\nDas Projekt wird von der europ\u00e4ischen F\u00f6rd#e &#8222;Biodiversa+&#8220; gef\u00f6rdert und hat eine Laufzeit von 36 Monaten, mit Start im April. Das Gesamtbudget betr\u00e4gt \u00fcber 1,8 Millionen Euro. Biodiversa+ wurde 2021 von BiodivERsA und der Europ\u00e4ischen Kommission im Rahmen der EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie f\u00fcr 2030 ins Leben gerufen und finanziert Forschungsprojekte zu Biodiversit\u00e4t und \u00d6kosystemleistungen.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg koordiniert ein internationales Projekt zur Erhaltung der Biodiversit\u00e4t. 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