{"id":19775,"date":"2026-03-25T16:40:00","date_gmt":"2026-03-25T15:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19775"},"modified":"2026-03-25T16:40:00","modified_gmt":"2026-03-25T15:40:00","slug":"geschlechterparitaet-frauen-sind-bei-professuren-unterrepraesentiert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19775","title":{"rendered":"Geschlechterparit\u00e4t: Frauen sind bei Professuren unterrepr\u00e4sentiert"},"content":{"rendered":"<p>die Geschlechterparit\u00e4t an Deutschlands Hochschulen und Universit\u00e4ten ist noch nicht erreicht: Nur durchschnittlich 30,1 Prozent aller Professoren sind weiblich. <!--more--><br \/>\nDas ist das Ergebnis einer Umfrage des Lernportals f\u00fcr Jurastudierende und Rechtsreferendare, Jurafuchs. Daf\u00fcr wurden insgesamt 56 der gr\u00f6\u00dften Hochschulen und Universit\u00e4ten Deutschlands zur Geschlechterverteilung unter Professoren beziehungsweise Juniorprofessoren, Dekanen, Leitungen und Studierenden befragt. An der Philipps-Universit\u00e4t Marburg ist der Anteil an weiblichen Professoren demnach mit 34,2 Prozent h\u00f6her. Niedriger ist der Frauenanteil an der Universit\u00e4t hingegen unter den Dekanen mit 6,3 Prozent.<br \/>\nDie Universit\u00e4t Bielefeld kommt einer parit\u00e4tischen Besetzung des Fachpersonals am n\u00e4chsten: Mit anteilig 42 Prozent weiblicher Professorinnen sind an der nordrhein-westf\u00e4lischen Universit\u00e4t die meisten Frauen angestellt. An der Freien Universit\u00e4t Berlin und an der Fachhochschule M\u00fcnster sind 41,7 beziehungsweise 41,3 Prozent der Professoren weiblich. Der Schnitt aller untersuchten Hochschulen ist mit 30,0 Prozent deutlich geringer.<br \/>\nZu den Schlusslichtern geh\u00f6ren hingegen drei Bildungseinrichtungen in Baden-W\u00fcrttemberg: Lediglich 19 Prozent und damit nicht mal jeder f\u00fcnfte Professor am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie ist weiblich. Mit 20 Prozent ist die Frauenquote an der Universit\u00e4t Ulm \u00e4hnlich gering, gefolgt von der Universit\u00e4t Stuttgart mit 20,4 Prozent weiblicher Professoren.<br \/>\nEin ganz anderes Bild zeichnet sich unter Juniorprofessoren ab: Mit durchschnittlich 52,5 Prozent sind die weiblichen W1-Professoren sogar in der \u00dcberzahl. Besonders weiblich sind die Nachwuchskr\u00e4fte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn, wo 64,2 Prozent der Juniorprofessoren Frauen sind. Auch an der T\u00fcbinger Eberhard-Karls-Universit\u00e4t, an der Universit\u00e4t Siegen und an der Technischen Universit\u00e4t in Braunschweig arbeiten mit je 62,5 beziehungsweise 61,1 Prozent vergleichsweise viele Juniorprofessorinnen.<br \/>\nDeutlich geringer ist der Anteil an W1-Professorinnen hingegen an der Universit\u00e4t Regensburg: Mit anteilig 27,3 Prozent bildet die bayerische Bildungseinrichtung das Schlusslicht &#8211; und ist die einzige Universit\u00e4t, an der die Frauenquote unter Professoren gr\u00f6\u00dfer ist als unter Juniorprofessoren. Auch an der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Universit\u00e4t Hannover, an der Universit\u00e4t Trier und an der Universit\u00e4t Mannheim ist die Quote weiblicher Juniorprofessoren mit je 30 beziehungsweise 31,4 Prozent ausbauf\u00e4hig.<br \/>\nJe h\u00f6her es die Karriereleiter an Deutschlands Hochschulen und Universit\u00e4ten hinaufgeht, desto geringer wird der Frauenanteil: Nur 22,2 Prozent aller Personen, die einen Fakult\u00e4tsbereich leiten, sind weiblich. Eine Ausnahme bildet die T\u00fcbinger Eberhard-Karls-Universit\u00e4t, an der 66,7 Prozent und damit mehrheitlich Frauen das Amt der Dekanin bekleiden. An der privaten IU Hochschule werden 55,6 Prozent aller Fachgebiete von Frauen gef\u00fchrt. Mit immerhin 42,9 Prozent hat die Universit\u00e4t Bayreuth die dritth\u00f6chste Frauenquote unter den Dekanen.<br \/>\nVergeblich nach einer Dekanin sucht man an insgesamt sieben Bildungseinrichtungen: Ausschlie\u00dflich m\u00e4nnliche Dekane wurden an der Universit\u00e4t Paderborn, der Hochschule f\u00fcr Technik und Wirtschaft Berlin, der Carl-von-Ossietzky-Universit\u00e4t Oldenburg, der Universit\u00e4t Greifswald, der FernUniversit\u00e4t in Hagen, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn sowie an der Universit\u00e4t Mannheim gew\u00e4hlt.<br \/>\nMit Blick auf die Rektoren beziehungsweise Pr\u00e4sidenten werden 27 der 57 untersuchten Universit\u00e4ten von einer Frau geleitet, was einem Anteil von 47,4 Prozent entspricht. Damit repr\u00e4sentieren Deutschlands Hochschulen zumindest in der F\u00fchrung eine ann\u00e4hernde Geschlechterparit\u00e4t.<br \/>\nW\u00e4hrend Frauen im Personal in Unterzahl sind, sind mit anteilig 51,8 Prozent mehr Frauen als M\u00e4nner an den untersuchten Universit\u00e4ten eingeschrieben. Am meisten weibliche Studierende gibt es mit je 63 Prozent an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen und an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln sowie an der Universit\u00e4t Greifswald und der IU Hochschule, wo jeweils 62 Prozent der Studierenden Frauen sind. Kleiner ist der Frauenanteil an dem Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie mit 30 Prozent, an der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt mit 32,7 Prozent sowie an der Technischen Hochschule Mittelhessen mit 33,7 Prozent.<br \/>\nBesonders gro\u00df ist die Diskrepanz zwischen der Frauenquote unter Studierenden und Lehrenden an der Universit\u00e4t Leipzig, wo der Anteil an weiblichen Professoren mit 26,5 Prozent um 34,7 Prozent zu weiblichen Hochsch\u00fclern mit 61,2 Prozent abweicht. Auch an der Julius-Maximilians-Universit\u00e4t W\u00fcrzburg und an der Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg ist der Unterschied zwischen Studentinnen und Professorinnen mit 34,3 beziehungsweise 34 Prozent besonders gro\u00df.<br \/>\nAn der Technischen Universit\u00e4t Berlin ist die Frauenquote unter Studierenden mit einer Differenz von nur 4,5 Prozent hingegen gering. \u00c4hnlich gering f\u00e4llt der Unterschied an der Universit\u00e4t Hamburg mit 5,2 Prozent und der Fachhochschule M\u00fcnster mit 7,2 Prozent aus. Zum Vergleich: \u00dcber alle Universit\u00e4ten und Hochschulen hinweg betr\u00e4gt der Unterschied im Schnitt 21,8 Prozent.<br \/>\nObwohl Frauen mit rund 52 Prozent die Mehrheit der Studierenden an deutschen Hochschulen stellen, liegt ihr Anteil unter Professorinnen und Professoren im Schnitt nur bei etwa 30 Prozent. &#8222;Auf dem Weg zur Geschlechterparit\u00e4t im Wissenschaftsbetrieb ist also noch einiges zu tun&#8220;, kommentierte Jurafuchs-Mitgr\u00fcnder Dr. Carl-Wendelin Neubert die Ergebnisse. &#8222;Immerhin: Unter Juniorprofessuren liegt der Anteil von Frauen bereits auf einem \u00e4hnlichen Niveau wie unter Studierenden. Das macht Hoffnung f\u00fcr die Zukunft und zeigt, dass sich etwas bewegt. Jedoch l\u00e4sst der niedrige Frauenanteil bei den Professoren im Vergleich zu den Juniorprofessoren vermuten, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie f\u00fcr Frauen immer noch schwierig ist.&#8220;<br \/>\nF\u00fcr den Vergleich wurden die insgesamt 85 gr\u00f6\u00dften Universit\u00e4ten beziehungsweise Hochschulen in Deutschland dazu befragt, wie viele Professoren beziehungsweise Juniorprofessoren, Dekane und Studierende weiblich sind. Davon haben insgesamt 57 Universit\u00e4ten beziehungsweise Hochschulen eine Auskunft \u00fcber die Zahlen gegeben. Die Zahlen stammen aus den Jahren 2024 bis 2026.<\/p>\n<p>* pm: Jurafuchs, Berlin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die Geschlechterparit\u00e4t an Deutschlands Hochschulen und Universit\u00e4ten ist noch nicht erreicht: Nur durchschnittlich 30,1 Prozent aller Professoren sind weiblich.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5,4],"tags":[128,1846,7437],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-58X","jetpack-related-posts":[{"id":18290,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18290","url_meta":{"origin":19775,"position":0},"title":"Aufgeholt: Uni Marburg Spitze bei Gleichstellung","date":"1. 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