{"id":19667,"date":"2026-03-06T15:15:00","date_gmt":"2026-03-06T14:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19667"},"modified":"2026-03-06T15:15:00","modified_gmt":"2026-03-06T14:15:00","slug":"weltweit-forschungsprojekt-zu-kolonialen-friedensvertraegen-in-nordamerika","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19667","title":{"rendered":"Weltweit: Forschungsprojekt zu kolonialen Friedensvertr\u00e4gen in Nordamerika"},"content":{"rendered":"<p>Ein Projekt des Marburger Neuzeithistorikers Prof. Dr. Christoph Kampmann erforscht Friedensvertr\u00e4ge im kolonialen Nordamerika. Wie entsteht sicherer Frieden trotz kultureller Grenzen? <!--more--><br \/>\nDie Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00f6rdert ein neues Projekt des Historikers Christoph Kampmann von der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Im Forschungsvorhaben &#8222;So that our Children may enjoy a lasting peace&#8220; werden systematisch Friedensschl\u00fcsse und Vertr\u00e4ge zwischen europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chten und indigenen Gemeinschaften in Nordamerika im 17. und 18. Jahrhundert untersucht. Im Fokus stehen Strategien der Vertragssicherung.<br \/>\nDas sind Ma\u00dfnahmen, die die Dauerhaftigkeit von Abkommen gew\u00e4hrleisten und zuk\u00fcnftige Vertragsbr\u00fcche verhindern sollten. Wie versuchten die beteiligten Akteure sicherzustellen, dass Friedensschl\u00fcsse nicht nur auf dem Papier existierten, sondern tats\u00e4chlich umgesetzt und m\u00f6glichst langfristig eingehalten wurden? Dieses Thema ist bis heute bei Friedensschl\u00fcssen sehr aktuell.<br \/>\nMit diesem Ansatz betritt das Projekt Neuland: Fr\u00fchneuzeitliche Praktiken der Vertrags- und Friedenssicherung sind zwar f\u00fcr das christliche Europa untersucht worden, allerdings nicht f\u00fcr koloniale Kontexte. Dort stellte sich jedoch wegen des Fehlens von verbindenden Elementen wie einer gemeinsamen Religion oder politischen Kultur die Frage der Dauerhaftigkeit von Abkommen in besonderem Ma\u00df.<br \/>\n&#8222;Das Projekt zielt darauf, bestehende Stereotypen zu \u00fcberwinden&#8220;, erkl\u00e4rte Projektleiter Kampmann. &#8222;Bislang wurden ,Kolonialvertr\u00e4ge&#8216; vielfach als reine Instrumente der europ\u00e4ischen Machtausweitung dargestellt, die indigenen Vertragsparteien wurden dabei weitgehend als passive Opfer gesehen.&#8220;<br \/>\nDas Projekt bezieht gezielt indigene Perspektiven auf die Frage der Vertragssicherung ein. &#8222;Dadurch k\u00f6nnen wir zeigen, dass die in Nordamerika abgeschlossenen Vertr\u00e4ge zwischen kolonialen und indigenen Akteuren das Ergebnis komplexer Aushandlungsprozesse waren&#8220;, erl\u00e4uterte Kampmann. &#8222;Beide Seiten brachten darin ihre Werte, Vorstellungen und Traditionen ein und verkn\u00fcpften sie auf oft innovative Weise zu neuen diplomatischen Praktiken.&#8220;<br \/>\nDas Projekt erg\u00e4nzt bestehende Forschungsschwerpunkte der Marburger Geschichtswissenschaften in der Sicherheits-, V\u00f6lkerrechts- und vergleichenden Imperiengeschichte und leistet einen Beitrag zur St\u00e4rkung des Campusschwerpunkts &#8222;Sicherheit, Konflikt, Ordnung&#8220; des Forschungscampus Mittelhessen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00f6rdert das Projekt &#8222;So that our Children may enjoy a lasting peace&#8220; zu Praktiken der Absicherung von Friedensvertr\u00e4gen zwischen Europ\u00e4ern und Indigenen im kolonialen Nordamerika zirka 1605 bis 1774 mit 200.000 Euro f\u00fcr eine Laufzeit von drei Jahren.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Projekt des Marburger Neuzeithistorikers Prof. Dr. Christoph Kampmann erforscht Friedensvertr\u00e4ge im kolonialen Nordamerika. Wie entsteht sicherer Frieden trotz kultureller Grenzen?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5,2],"tags":[169,861,1311],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-57d","jetpack-related-posts":[{"id":11600,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11600","url_meta":{"origin":19667,"position":0},"title":"F\u00f6rdergeld gesammelt: 200.000 Euro f\u00fcr Forschung zu Ius Pacis","date":"5. Januar 2023","format":false,"excerpt":"Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) f\u00f6rdert ein Projekt des Neuzeithistorikers Christoph Kampmann mit 200.000 Euro. 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