{"id":19513,"date":"2026-02-11T11:34:16","date_gmt":"2026-02-11T10:34:16","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19513"},"modified":"2026-02-11T11:34:16","modified_gmt":"2026-02-11T10:34:16","slug":"geschlechtergerechtigkeit-13-millionen-fuer-projekt-zu-adhs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19513","title":{"rendered":"Geschlechtergerechtigkeit: 1,3 Millionen f\u00fcr Projekt zu ADHS"},"content":{"rendered":"<p>Ein Marburger Forschungsprojekt erh\u00e4lt rund 1,3 Millionen Euro f\u00fcr geschlechtersensible Ans\u00e4tze zur besseren Diagnose und Behandlung bei Frauen, trans- und nichtbin\u00e4ren Personen. Das hat die Philipps-Universit\u00e4t am Mittwoch (11. Februar) mitgeteilt. <!--more--><br \/>\nM\u00e4dchen, Frauen sowie trans- und geschlechterdiverse (TGD) Personen erhalten im Unterschied zu M\u00e4nnern oft sp\u00e4ter eine ADHS-Diagnose oder sto\u00dfen auf besondere H\u00fcrden in der Versorgung &#8211; obwohl es Hinweise auf eine vergleichbare oder sogar h\u00f6here Pr\u00e4valenz gibt. Das neue Forschungsprojekt &#8222;&#8220;Geschlechterspezifische Ans\u00e4tze bei der Erkennung und Versorgung von Patientinnen mit ADHS&#8220; (GAP-ADHS) unter der Leitung von Dr. Anna Sz\u00e9p am Fachbereich Psychologie der Philipps-Universit\u00e4t Marburg will diese Versorgungsl\u00fccke schlie\u00dfen. Das Ziel ist, geschlechtsspezifische Unterschiede in Diagnose und Behandlung systematisch zu erfassen und konkrete Handlungsempfehlungen f\u00fcr Praxis und Ausbildung zu entwickeln. Das Projekt wird mit rund 1,3 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gef\u00f6rdert. Zu den Partnern z\u00e4hlen das Deutsche Krankenhausinstitut, mehrere Universit\u00e4ten, Krankenkassen und Patient*innenorganisationen.<br \/>\n&#8222;Mit dem Projekt zeigt die Philipps-Universit\u00e4t einmal mehr, wie gesellschaftlich relevante Forschung konkrete Verbesserungen im Alltag von Menschen ansto\u00dfen kann&#8220;, erkl\u00e4rte Uni-Vizepr\u00e4sident Prof. Dr. Gert Bange. &#8222;ADHS ist ein Thema, das nach wie vor mit vielen Unsicherheiten und Vorurteilen verbunden ist. In der \u00f6ffentlichen Diskussion, etwa auf Social-Media, ist es zunehmend pr\u00e4sent, doch verl\u00e4ssliche Informationen sind oft schwer zu finden. Umso wichtiger ist es, dass fundierte Forschung Orientierung bietet, Betroffene ernst nimmt und bestehende Wissensl\u00fccken schlie\u00dft. Genau daf\u00fcr steht dieses Projekt.&#8220;<br \/>\nHintergrund des Projekts ist ein wachsendes gesellschaftliches Bewusstsein f\u00fcr die ungleiche Versorgung bei ADHS. W\u00e4hrend Jungen mit ADHS oft fr\u00fch diagnostiziert werden, bleiben M\u00e4dchen, Frauen und TGD-Personen h\u00e4ufig lange unerkannt &#8211; oder erhalten Fehldiagnosen wie Depression oder Angstst\u00f6rung. M\u00f6gliche Gr\u00fcnde daf\u00fcr reichen von atypischen Symptomauspr\u00e4gungen \u00fcber mangelndes Wissen bei Fachkr\u00e4ften bis hin zu strukturellen H\u00fcrden im Gesundheitssystem.<br \/>\nGAP-ADHS will aufzeigen, wie Versorgung geschlechtersensibel gestaltet werden kann &#8211; und damit einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit im Gesundheitssystem leisten. &#8222;Wir wollen sichtbar machen, wo Versorgung versagt &#8211; und gemeinsam daran arbeiten, sie zu verbessern&#8220;, erkl\u00e4rte Projektleiterin Dr. Anna Sz\u00e9p von der Philipps-Universit\u00e4t Marburg. Das Projekt startet im April. Es verkn\u00fcpft qualitative Interviews mit Betroffenen, Eltern und Fachkr\u00e4ften mit der Analyse umfangreicher Routinedaten einer Krankenkasse.<br \/>\nZiel ist dabei, typische Versorgungsverl\u00e4ufe zu identifizieren und geschlechtsspezifische Muster sichtbar zu machen. Die Ergebnisse sollen direkt in die Praxis \u00fcberf\u00fchrt werden. Geschehen k\u00f6nnte das etwa durch eine Checkliste f\u00fcr geschlechtersensible Diagnostik, Weiterbildungsangebote und eine geplante Informationsplattform f\u00fcr Fachkr\u00e4fte und Patient*innen. &#8222;Unsere Forschung soll konkrete Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen &#8211; in der Diagnostik, in der Therapie und in der Ausbildung&#8220;, sagte Sz\u00e9p.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Marburger Forschungsprojekt erh\u00e4lt rund 1,3 Millionen Euro f\u00fcr geschlechtersensible Ans\u00e4tze zur besseren Diagnose und Behandlung bei Frauen, trans- und nichtbin\u00e4ren Personen. Das hat die Philipps-Universit\u00e4t am Mittwoch (11. 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