{"id":1950,"date":"2018-03-21T14:23:45","date_gmt":"2018-03-21T13:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=1950"},"modified":"2018-03-21T14:23:52","modified_gmt":"2018-03-21T13:23:52","slug":"inklusion-bewegt-modellprojekt-verabschiedete-sich-nach-drei-jahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=1950","title":{"rendered":"Inklusion bewegt: Modellprojekt verabschiedete sich nach drei Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer gro\u00dfen Veranstaltung im Erwin-Piscator-Haus (EPH) hat sich das Projekt &#8222;Inklusion bewegt&#8220; verabschiedet. Mehr als 40 Ma\u00dfnahmen wurden seit dem 1. M\u00e4rz 2015 gef\u00f6rdert.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Stadt und der Landkreis Marburg-Biedenkopf sind seit 1. M\u00e4rz 2015 Modellregion des Hessischen Ministeriums f\u00fcr Soziales und Integration zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UNBRK). Mehr als 40 Projekte zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen im Freizeitbereich wurden seither unter dem Motto &#8222;Inklusion bewegt!&#8220; ins Leben gerufen.<br \/>\nBei einer \u00f6ffentlichen Abschlussveranstaltung wurden nun die Ergebnisse im Erwin-Piscator-Haus vorgestellt. Au\u00dferdem gab es einen Ausblick, wie es nach dem F\u00f6rderzeitraum weitergeht.<br \/>\n&#8222;Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr die Inklusion ist daher, die Barrieren im Kopf abzubauen. Dabei helfen Begegnungen und Erfahrungen, wie sie durch die von &#8218;Inklusion bewegt&#8216; begleiteten Projekte erm\u00f6glicht wurden&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. Die in der UN-Behindertenkonvention geforderte Inklusion m\u00fcsse mit Leben gef\u00fcllt werden, betonte er.<br \/>\nDies bedeute, nicht nur bei der Infrastruktur Barrierefreiheit zu schaffen, sondern Inklusion erlebbar zu machen. Das vorurteilsfreie Zusammenleben sei in der Modellregion erfolgreich umgesetzt worden. &#8222;Inklusion hat uns bewegt und wird es weiter tun&#8220;, sagte der Oberb\u00fcrgermeister.<br \/>\nWie kann Inklusion in der Freizeit von jungen Menschen gelingen? Das erprobte die Modellregion aus Stadt und Landkreis in den vergangenen drei Jahren intensiv in Zusammenarbeit mit dem Verein zur F\u00f6rderung der Inklusion behinderter Menschen (fib) und dem Verein zur F\u00f6rderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit (bsj). Mehr als 40 inklusive Projekte wurden seither gef\u00f6rdert und erprobt.<br \/>\n&#8222;Bei der Inklusion geht es darum, allen Seiten zu zeigen, dass inklusive Freizeitangebote m\u00f6glich sind und einen Mehrwert f\u00fcr alle bieten&#8220;, sagte Spies. &#8222;Das muss selbstverst\u00e4ndlich werden.&#8220; Besonders erfolgreich sei die Projektphase verlaufen, weil Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung beteiligt waren, etwa das Kinder- und Jugendparlament der Stadt und das Kreisjugendparlament.<br \/>\nDer Staatssekret\u00e4r im Hessischen Ministerium f\u00fcr Soziales und Integration Dr. Wolfgang Dippel begr\u00fc\u00dfte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls. &#8222;Die kommunale Ebene ist es, wo Inklusion gelingen kann, weil es dort die Netzwerke gibt&#8220;, betonte er, &#8222;das Land kann nur das Geld geben.&#8220;<br \/>\nDie Ergebnisse \u00fcber Inklusion im Freizeitbereich pr\u00e4sentierte Prof. Dr. Reinhard Markowetz von der Universit\u00e4t M\u00fcnchen unter dem Motto &#8222;Wie inklusive Freizeit gelingen kann&#8220;. In Marburg und im Landkreis hat sich in den drei Jahren einiges getan. So wurde etwa das &#8222;Skate-Rock-Bash&#8220; &#8211; ein Marburger Skate- und Rock-Event &#8211; erweitert. Auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer konnten dadurch teilnehmen.<br \/>\nDie Kunstwerkstatt Marburg hat beispielsweise einen Kurs mit Kindern, die kognitiv beeintr\u00e4chtig sind, angeboten. Einen weiteren Kurs hat sie in st\u00e4dtische R\u00e4ume verlegt, die rollstuhlgerecht sind. Aufgrund der positiven Erfahrungen ist der Verein schlie\u00dflich sogar dauerhaft in rollstuhlgerechte R\u00e4ume umgezogen, um das eigene Angebot nachhaltig inklusiv gestalten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nMarkowetz strich heraus, dass es darum geht, nicht nur allen Menschen Zugang zu Freizeitangeboten zu schaffen, sondern auch deren Interessen oder W\u00fcnsche zu ber\u00fccksichtigen. F\u00fcr die Zukunft k\u00f6nnten die Projekte Modellcharakter haben. Neue Kooperationen m\u00fcssten das Ziel sein.<br \/>\nDerzeit werde noch an einem kostenlosen Leitfaden gearbeitet. Davon sollen zuk\u00fcnftige Tr\u00e4ger inklusiver Projekte ebenfalls profitieren k\u00f6nnen.<br \/>\nIn kurzen Interviews sprachen Eltern, Teilnehmende und Mitinitiatoren \u00fcber &#8222;Inklusion bewegt&#8220; und gaben Einblicke in die Praxis. Nicole Preu\u00df Sohn Dario hat das Down-Syndrom. Sie berichtete, dass er viele nicht behinderte Freunde gefunden hat.<br \/>\n&#8222;Da ist wirklich etwas passiert&#8220;, freute sie sich. D\u00f6rte Drusel, deren Sohn Nils in einem Projekt der Jugendpflege Stadtallendorf mitgemacht hat sagte, dass sie vom gegenseitigen Helfen besonders beeindruckt war.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer gro\u00dfen Veranstaltung im Erwin-Piscator-Haus (EPH) hat sich das Projekt &#8222;Inklusion bewegt&#8220; verabschiedet. Mehr als 40 Ma\u00dfnahmen wurden seit dem 1. 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Die Universit\u00e4tsstadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten sich 2015 gemeinsam als Modellregion um die zun\u00e4chst zweij\u00e4hrige F\u00f6rderung durch die Landesregierung im Rahmen der\u2026","rel":"","context":"In &quot;Soziales&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":19997,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=19997","url_meta":{"origin":1950,"position":1},"title":"Entschiedene Entr\u00fcstung: Gut 600 Demonstrierende f\u00fcr Inklusion","date":"6. Mai 2026","format":false,"excerpt":"Gut 600 Menschen haben am Dienstag (5. Mai) in Marburg gegen geplante K\u00fcrzungen im Sozialsystem demonstriert. Vom Hauptbahnhof aus zogen sie am Nachmittag zum Erwin-Piscator-Haus (EPH). 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Mai) er\u00f6ffnet. \"Inklusion hei\u00dft, dass Menschen trotz Einschr\u00e4nkungen teilhaben und mitmachen k\u00f6nnen\", begr\u00fc\u00dfte Oberb\u00fcrgermeister Spies die rund\u2026","rel":"","context":"In &quot;Soziales&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":10671,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10671","url_meta":{"origin":1950,"position":3},"title":"Marburger Auszeichnung: Basketball-Club erh\u00e4lt J\u00fcrgen-Markus-Preis","date":"21. September 2022","format":false,"excerpt":"Der Basketball-Club \"BC Marburg\" erh\u00e4lt den J\u00fcrgen-Markus-Preis f\u00fcr barrierefreie Teilhabe am Sport. Der zweite Preis geht an die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg. Der BC Marburg hat seit 2010 ein Handicap-Team. Die Mitglieder arbeiten kontinuierlich und engagiert daran, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichberechtigt zusammen Sport machen k\u00f6nnen. 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