{"id":19336,"date":"2026-01-13T15:01:30","date_gmt":"2026-01-13T14:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19336"},"modified":"2026-01-13T15:01:30","modified_gmt":"2026-01-13T14:01:30","slug":"verheissend-18-millionen-fuer-marburger-spitzenforschung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19336","title":{"rendered":"Verhei\u00dfend: 1,8 Millionen f\u00fcr Marburger Spitzenforschung"},"content":{"rendered":"<p>Rund 1.8 Millionen Euro gibt es f\u00fcr die St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Halbleiterforschung und -entwicklung. Gef\u00f6rdert wird damit Europ\u00e4ische Spitzenforschung aus Marburg. <!--more--><br \/>\nDie Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihr fl\u00e4mischer Partner &#8211; der Fonds &#8222;Wetenschappelijk Onderzoek&#8220; (FWO) &#8211; f\u00f6rdern ein neues internationales Forschungskooperationsprojekt der Philipps-Universit\u00e4t Marburg und der Universit\u00e4t Gent (Belgien) gemeinsam mit dem renommierten Forschungszentrum imec in Leuven. Das auf drei Jahre angelegte Projekt mit dem Kurztitel &#8222;&#8220;Gent-imec-Marburg: Light&#8220; (GIMLi) wird mit insgesamt rund 1,8 Millionen Euro unterst\u00fctzt und widmet sich der Entwicklung neuartiger Halbleiterlaser auf Siliziumbasis. Damit setzen die beteiligten Partner ein starkes Zeichen f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Spitzenforschung in der europ\u00e4ischen Halbleitertechnologie und unterstreichen zugleich die wachsende Rolle der Philipps-Universit\u00e4t auf diesem Gebiet insbesondere durch das neu gegr\u00fcndete Zentrum &#8222;Marburg Center for Quantum Materials and Sustainable Technologies&#8220; (mar.quest). Das Projekt st\u00e4rkt den universit\u00e4ren Profilbereich &#8222;Materialien, Grenzfl\u00e4chen, Halbleiter&#8220;.<br \/>\n&#8222;Internationale Kooperationen wie GIMLi sind entscheidend, um Europas technologische Zukunft aktiv mitzugestalten&#8220;, betonte der Marburger Forschungsvizepr\u00e4sident Prof. Dr. Gert Bange. &#8222;Dass die Universit\u00e4t Marburg hier eine zentrale Rolle \u00fcbernimmt, zeigt unsere St\u00e4rke in der Halbleiter- und Materialforschung.&#8220;<br \/>\nSilizium ist das wichtigste Material der modernen Halbleitertechnik: Es l\u00e4sst sich gut verarbeiten, ist vergleichsweise kosteng\u00fcnstig und bildet die Grundlage fast aller heutigen Computerchips. Genau deshalb eignet es sich auch besonders gut, um optische Bauteile wie Laser direkt in elektronische Schaltungen zu integrieren. Im Projekt GIMLi entwickeln die Forschenden winzige, nanostrukturierte Laser, die Licht mit einer Wellenl\u00e4nge von 1300 Nanometern (Millionstel Millimeter) aussenden &#8211; eine Wellenl\u00e4nge, die sich besonders gut f\u00fcr die schnelle und verlustarme Daten\u00fcbertragung in Glasfasern eignet. &#8222;Solche Laser sind ein wichtiger Baustein f\u00fcr zuk\u00fcnftige Kommunikations- und Computersysteme&#8220;, erkl\u00e4rt die Marburger Physikerin Prof. Dr. Kerstin Volz.<br \/>\nDie Arbeit an den neuen Lasern ist klar zwischen den Partnern aufgeteilt. Den ersten Schritt \u00fcbernimmt imec in Belgien. Das imec (Interuniversity Microelectronics Centre) ist das weltgr\u00f6\u00dfte unabh\u00e4ngige Forschungs- und Innovationszentrum f\u00fcr Nanoelektronik und digitale Technologien. Dort entstehen auf Silizium-Wafern sogenannte GaAs nano-ridges &#8211; winzige, dreidimensionale Strukturen, die sp\u00e4ter als Grundlage f\u00fcr die Laser dienen.<br \/>\nIn Marburg wird anschlie\u00dfend das aktive Material aus GaAs-Basis hergestellt, das f\u00fcr die Lichtverst\u00e4rkung im Laser verantwortlich ist. Dieses Material wird zun\u00e4chst im Labor gez\u00fcchtet und genau untersucht. Die Universit\u00e4t Gent analysiert danach, wie gut das Material Licht erzeugt. Auf dieser Basis wird das beste Material ausgew\u00e4hlt und zu einem funktionierenden Laser weiterentwickelt.<br \/>\nZum Abschluss wird der Herstellungsprozess in eine industrielle CMOS-Fertigungsanlage bei imec \u00fcbertragen. Ziel ist ein vollst\u00e4ndigCMOS-kompatibler Laser, der sich direkt in moderne Silizium-Photonik integrieren l\u00e4sst &#8211; auf Siliziumscheiben mit einem Durchmesser von 300 Millimetern, wie sie auch in der Industrie verwendet werden. CMOS (Complementary Metal-Oxide-Semiconductor) ist eine heute weltweit eingesetzte Standardtechnologie zur Herstellung von Mikrochips, die besonders energieeffizient ist und die kosteng\u00fcnstige Massenproduktion moderner Elektronik erm\u00f6glicht.<br \/>\nAn der Philipps-Universit\u00e4t Marburg werden die Arbeiten im Rahmen von mar.quest und am Fachbereich Physik in der Arbeitsgruppe vonProf. Dr. Kerstin Volz durchgef\u00fchrt. &#8222;Das Projekt GIMLi erlaubt es uns, den gesamten Weg von der Grundlagenforschung \u00fcber das gezielte Wachstum neuartiger Halbleitermaterialien bis hin zur Herstellung eines funktionsf\u00e4higen Bauelements gemeinsam mit unseren europ\u00e4ischen Partnern abzubilden&#8220;, sagte Volz. &#8222;Damit st\u00e4rken wir nicht nur den Forschungsstandort Marburg und seine Universit\u00e4t, sondern auch ein innovationsfreundliches Umfeld f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen.&#8220; Damit leistet GIMLi einen wichtigen Beitrag zur St\u00e4rkung der Forschungs- und Innovationskompetenz in Hessen und zur technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t Europas im Bereich der Halbleitertechnologie.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 1.8 Millionen Euro gibt es f\u00fcr die St\u00e4rkung der europ\u00e4ischen Halbleiterforschung und -entwicklung. 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