{"id":19253,"date":"2025-12-20T13:37:30","date_gmt":"2025-12-20T12:37:30","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19253"},"modified":"2025-12-20T13:37:30","modified_gmt":"2025-12-20T12:37:30","slug":"hoehere-einnahmen-stadtverordnete-verabschiedeten-haushalt-2026","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19253","title":{"rendered":"H\u00f6here Einnahmen: Stadtverordnete verabschiedeten Haushalt 2026"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt Marburg rechnet mit einem Plus von 15,3 Millionen Euro im Haushalt 2026. Sie erh\u00e4lt mehr Geld aus Wiesbaden und hat selber ordentlich gespart. <!--more--><br \/>\nDer Haushalt der Stadt Marburg f\u00fcr 2026 liegt deutlich im Plus: Bei einem Gesamtvolumen von 374,4 Millionen Euro bleibt ein \u00dcberschuss 15,3 Millionen Euro. M\u00f6glich wird das durch einen Nachschlag aus Wiesbaden und den Start der Konsolidierung. Die Pr\u00fcfung aller Einnahmen und Ausgaben soll aber konsequent weitergehen. In die Marburger Infrastruktur investiert wird trotzdem &#8211; f\u00fcr 2026 sind daf\u00fcr 48,8 Millionen Euro geplant.<br \/>\nNach der finanziellen Achterbahnfahrt der vergangenen Jahre kommt die Stadt Marburg im Punkt Haushaltsplanung nur langsam wieder in ruhigere Fahrwasser. Nach nie dagewesenen Rekordertr\u00e4gen im Nachgang von Corona und ebenso einmaligen Gewerbesteuerabst\u00fcrzen im dreistelligen Millionenbereich danach hat sich die Stadt einen grundlegenden Konsolidierungskurs auferlegt. Der erste Haushalt unter dieser Ma\u00dfgabe betrifft das Jahr 2026. Den Haushaltsplan hat die Stadtverordnetenversammlung (StVV) am Freitag (19. Dezember) mehrheitlich beschlossen.<br \/>\nDie Unterschiede zum ersten Entwurf aus dem September sind gravierend: Statt des damals noch erwarteten Defizits von 9,4 Millionen Euro steht nun ein Plus von 15,3 Millionen Euro unterm Strich. Die Ertr\u00e4ge verbessern sich auf um 29,72 Millionen Euro auf insgesamt 374,4 Millionen Euro.<br \/>\nGrund sind vor Allem h\u00f6here Zuweisungen des Landes von zus\u00e4tzlich 15,5 Millionen Euro Schl\u00fcsselzuweisungen und Soforthilfe f\u00fcr Kommunen sowie h\u00f6here Steuereinnahmen mit einem Plus von 13,8 Millionen Euro und h\u00f6here bezieungsweise wieder eingef\u00fchrte Betreuungsgeb\u00fchren. Dadurch erzielte die Stadt zus\u00e4tzliche Einnahmen von 1,58 Millionen Euro. Dem stehen jedoch Mehr Ausgaben f\u00fcr Kinderbetreuung, Jugendhilfe und Ausstattung der Schulen gegen\u00fcber.<br \/>\nIm Vergleich zum ersten Entwurf wurden die Aufwendungen um 5,1 Millionen Euro h\u00f6her angesetzt. Mehr ausgegeben werden muss vor allem f\u00fcr Kinderbetreuung in Krippe, Kita und Schule mit zus\u00e4tzlichen 3,68 Millionen Euro, die Jugendhilfe f\u00fcr gesetzliche Ma\u00dfnahmen mit zus\u00e4tzlichen 547.000 Euro, schulische Aufgaben &#8211; Ausstattung (mit Mehrkosten von 505.000 Euro, f\u00fcr Verkehrsanlagen mit 491.000 Euro Mehraufwand undfreie Tr\u00e4ger und das Programm &#8222;Soziale Stadt&#8220; mit 250.000 Euro Zusatzkosten. Den Mehrausgaben stehen Einsparungen und Umschichtungen in fast allen Bereichen des Haushalts gegen\u00fcber. Frei werdende Mittel sind an anderer Stelle wieder eingeplant: Unter anderem sollen sief\u00fcr Mehrkosten zur Sicherung von Veranstaltungen mit 300.000 Euro oder f\u00fcr die Kommunalwahl am 15. M\u00e4rz 2026 ausgegeben werden.<br \/>\nEntlastet wird der Haushalt um 1,524 Millionen Euro bei der Kreisumlage, die die Stadt Marburg 2026 weniger abf\u00fchren muss. Bei den Personalkosten wird ebenfalls gespart &#8211; im Vergleich zum Septemberentwurf sinken die Kosten um 600.000 Euro.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich ist der j\u00e4hrliche Stellenzuwachs zum ersten Mal seit Jahrzehnten gestoppt. Es gibt sogar eine Reduzierung im Plan von 1.444,36 auf 1.420,48 Stellen (Vollzeit-\u00c4quivalente). Zus\u00e4tzlich sind weitere 15 Stellen unbesetzt als Reserve. So sind aktuell insgesamt 39 Vollzeitstellen eingespart.<br \/>\nAm Ende summieren sich die laufenden Ausgaben f\u00fcr das Jahr 2026 auf 359,2 Millionen Euro. Das sind 11 Millionen Euro weniger als 2025 &#8211; und damit eine Verringerung um 3 Prozent. Insgesamt 48,8 Millionen Euro will die Stadt im Jahr 2026 in die Infrastruktur investieren f\u00fcr Schulen und Kinderg\u00e4rten, Feuerwehrh\u00e4user und -fahrzeuge, in sozialen Wohnungsbau ebenso wie in Stra\u00dfen, Fu\u00df- und Radwege, in Spiel- und Sportpl\u00e4tze, in die Schwimmb\u00e4der und vieles andere mehr. Gut ein Drittel der Investitionen erh\u00e4lt die Stadt als F\u00f6rdermittel, den Rest von rund 30 Millionen Euro \u00fcber Kredite.<br \/>\nTrotz turbulenter Haushaltsjahre, massiven Gewerbesteuereinbr\u00fcchen und Defiziten im dreistelligen Millionenbereich 2024 und 2025 ist die Stadt Marburg immer noch eine der wohlhabenderen Kommunen in Hessen mit einer vergleichsweise geringen Verschuldung. Sie hat nach wie vor ausreichend Liquidit\u00e4t und braucht keine Kassenkredite &#8211; sie muss also ihr Konto nicht \u00fcberziehen, um laufende Aufgaben zu bezahlen. Durch das Plus im Haushalt steigt die R\u00fccklage im kommenden Jahr wieder leicht an &#8211; von knapp 272 auf 287 Millionen Euro.<br \/>\nAber: Das &#8222;Sparbuch&#8220; schmilzt. Gleichzeitig klafft in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2029 bei den laufenden Ertr\u00e4gen und Aufwendungen weiter eine L\u00fccke in H\u00f6he von j\u00e4hrlich 42 bis 44 Millionen Euro. Sie muss durch weitere Konsolidierung &#8211; weniger ausgeben, mehr einnehmen, effektiver wirtschaften &#8211; geschlossen werden.<br \/>\nHintergr\u00fcnde und Antworten auf h\u00e4ufig gestellte Fragen zum Haushalt und zur Konsolidierung gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/haushaltskonsolidierung\">www.marburg.de\/haushaltskonsolidierung<\/a>. Der Haushaltsplan f\u00fcr das Jahr 2026 ist auf der st\u00e4dtischen Webseite zu finden unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/haushalt\">www.marburg.de\/haushalt<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Marburg rechnet mit einem Plus von 15,3 Millionen Euro im Haushalt 2026. 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