{"id":19104,"date":"2025-11-25T16:50:00","date_gmt":"2025-11-25T15:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=19104"},"modified":"2025-11-25T16:50:00","modified_gmt":"2025-11-25T15:50:00","slug":"keine-koinzidenz-zeitgleich-zwei-ausstellungen-von-susanna-hertrich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=19104","title":{"rendered":"Keine Koinzidenz: Zeitgleich zwei Ausstellungen von Susanna Hertrich"},"content":{"rendered":"<p>Susanna Hertrich zeigt &#8222;Crystalline Cosmologies &#8211; unruhige Anordnungen&#8220;. Die Sonderausstellung l\u00e4uft im Kunstmuseum und Mineralogischen Museum bis Februar beziehungsweise April 2026. <!--more--><br \/>\nMit &#8222;Crystalline Cosmologies&#8220; pr\u00e4sentieren das Kunstmuseum und das Mineralogische Museum seit Freitag (21. November) eine <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=19047\">gemeinsame Ausstellung der K\u00fcnstlerin Susanna Hertrich<\/a>. Auf zwei Orte verteilt &#8211; im Landgrafenschloss (Kleiner Rittersaal) und im Foyer des Kunstmuseums an der Biegenstra\u00dfe &#8211; entfaltet sich eine Werkschau, die k\u00fcnstlerische Forschung, spekulative Technologie und wissenschaftliche Denkmodelle miteinander verkn\u00fcpft. &#8222;Crystalline Cosmologies macht sichtbar, dass Kunst und Wissenschaft kein Gegensatz sind, sondern unterschiedliche Werkzeuge, um die Welt zu verstehen &#8211; und neu zu denken&#8220;, sagte Museumsdirektor Dr. Christoph Otterbeck.<br \/>\nIm Schloss zeigt Hertrich unter anderem neue Arbeiten, die sich mit Zeitkristallen befassen &#8211; quantenphysikalischen Zust\u00e4nden, in denen Materie eine zeitliche Ordnung bildet, ohne Energie zu verbrauchen. Die K\u00fcnstlerin entwickelt daraus \u00e4sthetische Modelle f\u00fcr Ph\u00e4nomene, die der Wahrnehmung entzogen bleiben und sich g\u00e4ngigen Kategorien entziehen. Zwischen spekulativer Zukunft und materieller Geschichte entsteht ein Raum, in dem poetische Pr\u00e4zision und wissenschaftliche Forschungslogik aufeinandertreffen.<br \/>\n&#8222;Hertrichs Arbeiten fungieren hier nicht als Illustrationen von Forschung, sondern als offene Versuchsanordnungen: unruhige, verschiebende Denkfiguren, die neue Arten des Wissens sichtbar machen&#8220;, erkl\u00e4rte Dr. Isabel Balzer, die beide Ausstellungen kuratiert hat. Die Pr\u00e4sentation wird durch Objekte aus den universit\u00e4ren Mineralien- und physikalischen Sammlungen erweitert.<br \/>\nIm Kunstmuseum steht die Pr\u00e4sentation des k\u00fcnstlerischen Forschungsprojekts &#8222;SENSORIUM OF ANIMALS&#8220; im Mittelpunkt. Ausgangspunkt ist der Elefantenr\u00fcsselfisch (Gnathonemus petersii), der seine Umwelt \u00fcber selbst erzeugte elektromagnetische Felder wahrnimmt. Hertrich verwebt dieses besondere Sinnesverm\u00f6gen mit den immateriellen Signalwelten unserer technologischen Gegenwart &#8211; Wi-Fi, Bluetooth, RFID. In einem &#8222;imagin\u00e4ren Labor&#8220; aus Prototypen, Skizzen, Filmen, Werkzeugen und Quellen entfaltet sich diese Forschung als Prozess. Das Projekt stellt eine spekulative Frage: Wie w\u00fcrde sich unsere Gesellschaft ver\u00e4ndern, wenn Menschen unsichtbare elektromagnetische Felder wahrnehmen k\u00f6nnten? Das Forschungsprojekt entstand gemeinsam mit dem Medienwissenschaftler Shintaro Miyazaki am Critical Media Lab der Hochschule f\u00fcr Gestaltung und Kunst Basel (FHNW) und wurde vom Schweizerischen Nationalfonds gef\u00f6rdert.<br \/>\nDie Sonderausstellung &#8222;Susanna Hertrich &#8211; Crystalline Cosmologies. Unruhige Anordnungen&#8220; ist vom 21. November 2025 bis 15. Februar 2026 im Kunstmuseum Marburg und vom 21. November 2025 bis 19. April 2026 im Landgrafenschloss Marburg zu sehen.<br \/>\nHertrich wurde in Paris geboren und lebt in Berlin. Ihre international gezeigten Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Kunst und Techno-Wissenschaft und untersuchen das Zusammenspiel von Mensch, Technologie und Umwelt. Hertrichs Projekte wurden &#8211; unter anderem in der Triennale Milano, dem Vitra Design Museum und dem &#8222;Haus der Kulturen der Welt&#8220; in Berlin gezeigt.<br \/>\nSie erhielt zahlreiche F\u00f6rderungen und Residenzen &#8211; unter anderem von der Kulturstiftung des Bundes und dem Goethe-Institut &#8211; und kooperierte mit Forschungslaboren wie dem &#8222;Critical Media Lab&#8220; Basel. 2021\/22 erschien ihr Buch &#8222;Following the Elephant-nosed Fish. Reimagining our Sensorium&#8220;. Es basiert auf dem Forschungsprojekt &#8222;Sensorium of Animals&#8220;.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susanna Hertrich zeigt &#8222;Crystalline Cosmologies &#8211; unruhige Anordnungen&#8220;. Die Sonderausstellung l\u00e4uft im Kunstmuseum und Mineralogischen Museum bis Februar beziehungsweise April 2026.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5,3],"tags":[252,7200,11],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4Y8","jetpack-related-posts":[{"id":19047,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=19047","url_meta":{"origin":19104,"position":0},"title":"Parallel pr\u00e4sentieren: Sonderausstellung von Susanna Hertrich","date":"17. November 2025","format":false,"excerpt":"Das Kunstmuseum und das Mineralogische Museum zeigen Werke von Susanna Hertrich. 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