{"id":18728,"date":"2025-09-22T17:38:57","date_gmt":"2025-09-22T15:38:57","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18728"},"modified":"2025-09-22T17:38:57","modified_gmt":"2025-09-22T15:38:57","slug":"schaetze-kreis-foerdert-weiterhin-streuobstwiesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18728","title":{"rendered":"Sch\u00e4tze: Kreis f\u00f6rdert weiterhin Streuobstwiesen"},"content":{"rendered":"<p>Der Kreis f\u00f6rdert weiterhin &#8222;Streuobst-Sch\u00e4tze&#8220; in Marburg-Biedenkopf. Daf\u00fcr hat er 17.000 Euro F\u00f6rdergeld zur Verf\u00fcgungt. <!--more--><br \/>\nUm bestehende Streuobstwiesen im Landkreis Marburg-Biedenkopf langfristig zu erhalten, hat die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde des Kreises 2024 das Projekt &#8222;Streuobst-Sch\u00e4tze Marburg-Biedenkopf&#8220; gestartet. Derzeit steht in diesem Rahmen noch F\u00f6rdergeld von rund 17.000 Euro zur Verf\u00fcgung. B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger k\u00f6nnen beispielsweise bei der Nachpflanzung von Obstb\u00e4umen in Streuobstbest\u00e4nden und f\u00fcr Pflegeschnitte weiterhin finanzielle Unterst\u00fctzung erhalten. Alle Informationen dazu gibt es online auf <a href=\"https:\/\/www.marburg-biedenkopf.de\/streuobst\">www.marburg-biedenkopf.de\/streuobst<\/a>.<br \/>\n&#8222;Besonders alte Streuobstwiesen bieten mit ihren Obstbl\u00fcten, ihrem Blattwerk, kleinen Spalten unter der Baumrinde und mit ihren Astl\u00f6chern vielf\u00e4ltige Strukturen&#8220;, erl\u00e4uterte Katharina Franziska Hof von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde. &#8222;Tiere wie Insekten, V\u00f6gel und Kleins\u00e4uger nehmen diese gerne als Lebensr\u00e4ume in Anspruch. Streuobstwiesen zu erhalten, ist deshalb ein wichtiger Beitrag f\u00fcr die Artenvielfalt. Genau da setzen wir mit unserem F\u00f6rderprojekt an.&#8220;<br \/>\nSo kommen auf Streuobstwiesen mehr als 5.000 unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten vor. Auch die darunterliegende Wiesenfl\u00e4che ist von gro\u00dfer Bedeutung als Lebensraum, wenn diese schonend bewirtschaftet wird.<br \/>\nEigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer, Naturschutzvereine sowie Nutzerinnen und Nutzer mit langj\u00e4hrigen Pachtvertr\u00e4gen von mindestens 30 Jahren mit geeigneten Streuobstfl\u00e4chen innerhalb des Landkreises k\u00f6nnen eine F\u00f6rderung beantragen. Daf\u00fcr muss vorab ein entsprechendes Antragsformular ausgef\u00fcllt werden, dieses Formular findet sich auf der Homepage des Kreises.<br \/>\nF\u00f6rderf\u00e4hig sind Nachpflanzungen von Hochstamm-Streuobstb\u00e4umen in bestehenden, schonend bewirtschafteten Streuobstbest\u00e4nden und Obstbaumalleen &#8211; insofern sie nicht bereits durch \u00f6ffentliche Mittel bezuschusst wurden. Auch wenn Nachpflanzungen wegen einer rechtlichen Verpflichtung &#8211; zum Beispiel als Ausgleichsma\u00dfnahme &#8211; anzulegen sind, ist eine F\u00f6rderung nicht m\u00f6glich.<br \/>\nEin f\u00f6rderf\u00e4higer Streuobstbestand besteht dabei aus einer Anzahl von mindestens zehn zusammenstehenden Hochst\u00e4mmen im Abstand von zehn Metern zueinander. Oder er hat alternativ eine Mindestgr\u00f6\u00dfe von 1.000 Quadratmetern in einer Bestandsdichte von maximal 100 B\u00e4umen pro Hektar. Eine Obstbaumallee besteht aus mindestens zehn Hochstammobstb\u00e4umen, die auf einer L\u00e4nge von mindestens 100 Metern im Au\u00dfenbereich stehen.<br \/>\nHochst\u00e4mmige Obstb\u00e4ume haben grunds\u00e4tzlich einen Kronenansatz in mindestens 180 Zentimetern Stammh\u00f6he. Eine Ausnahme stellen Speierling und Walnuss dar, denn deren Krone setzt bereits in einer H\u00f6he von mindestens 120 Zentimetern des Stammes an. Neben der Gr\u00f6\u00dfe der Anpflanzungen ist auch die jeweilige Art und Sorte entscheidend.<br \/>\nGef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen die Pflanzungen von alten, aber auch klimaangepassten neuen Kern- und Steinobstsorten von Apfelb\u00e4umen, Birnb\u00e4umen und Kirschb\u00e4umen. Auch Speierling, Walnuss und Esskastanie k\u00f6nnen gef\u00f6rdert werden. Es ist ein Zuschuss von bis zu 50 Euro pro HochDar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen auch die Kosten f\u00fcr Pflanzmaterialien und die Anbringung von Nisthilfen an geeigneten Stellen bezuschusst werden.<br \/>\nIm Sinne der Erhaltung alter Obstb\u00e4ume und der abgestimmten Pflege von Neuanpflanzungen lassen sich auch F\u00f6rdermittel f\u00fcr fachgerechte Obstbaumschnitte beantragen. Weiterf\u00fchrende Informationen zu den daf\u00fcr m\u00f6glichen F\u00f6rderbetr\u00e4gen finden sich ebenfalls auf der Homepage des Kreises. Wer an der Nachpflanzung von Obstb\u00e4umen interessiert ist, kann sich bei Fragen und f\u00fcr Tipps an die Mitarbeitenden der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde wenden.<br \/>\n&#8222;Weil die Bedeutung der Streuobstwiesen als Lebensraum f\u00fcr die Tier- und Umwelt so hoch ist, ist er nach dem Naturschutzrecht gesetzlich gesch\u00fctzt&#8220;, erl\u00e4uterte Hof. &#8222;Doch trotz dieses besonderen Stellenwertes haben sich die Streuobstbest\u00e4nde in den vergangenen 75 Jahren in Deutschland um etwa 80 Prozent verringert.&#8220;<br \/>\nDas liege neben dem Klimawandel und steigendem Fl\u00e4chenverbrauch auch daran, dass die Nutzung oder auch Pflege von Streuobstwiesen und -reihen aufgegeben wird und B\u00e4ume somit \u00fcberaltern und schlie\u00dflich zusammenbrechen. &#8222;Hiermit unmittelbar verbunden ist der Verlust geeigneter Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Bl\u00fctenpflanzen, Schmetterlinge, Pilze, Singv\u00f6gel und weitere Arten, die Teil der hier vorkommenden vielf\u00e4ltigen Lebensgemeinschaften sind&#8220;, macht die Natursch\u00fctzerin deutlich.<br \/>\nUm dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde ein eigenes F\u00f6rderprojekt gestartet, mit dem die Nachpflanzung von Obstb\u00e4umen auf vorhandenen Streuobstfl\u00e4chen bezuschusst wird. Wenn B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger neue Obstb\u00e4ume anpflanzen, h\u00e4lt neues Leben auf den Wiesenfl\u00e4chen und \u00c4ckern Einzug. &#8222;Bei der richtigen Bewirtschaftung und Pflege k\u00f6nnen so kleine, artenreiche Hotspots entstehen&#8220;, machte Hof deutlich.<br \/>\nDie Finanzierung erfolgt aus Mitteln des sogenannten &#8222;naturschutzrechtlichen Ersatzgeldes&#8220;. Solche Ersatzzahlungen werden von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde eingenommen, wenn Beeintr\u00e4chtigungen auf Natur und Landschaft, wie sie im Rahmen von Baut\u00e4tigkeiten entstehen k\u00f6nnen, nicht durch geeignete Naturschutzma\u00dfnahmen oder \u00d6kopunkte ausgeglichen werden k\u00f6nnen. Die Zahlungen werden durch das Land Hessen verwaltet und k\u00f6nnen von der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde f\u00fcr Projekte zur Aufwertung von Natur und Landschaft verwendet werden.<br \/>\nDie &#8211; im Rahmen der Antragstellung ben\u00f6tigten &#8211; Formulare sowie weitere Informationen finden sich unter <a href=\"https:\/\/www.marburg-biedenkopf.de\/streuobst\">www.marburg-biedenkopf.de\/streuobst<\/a>. Bei Fragen oder f\u00fcr eine Abstimmung der Ma\u00dfnahmen sind die Mitarbeitenden der Unteren Naturschutzbeh\u00f6rde per E-Mail an Naturschutz@marburg-biedenkopf.de erreichbar. Mit dem F\u00f6rderprojekt &#8222;Streuobst-Sch\u00e4tze&#8220; werden die bereits bestehenden F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten des Landkreises zur St\u00e4rkung von Streuobstwiesen auch \u00fcber die Naturschutzprojekt-F\u00f6rderung sowie das &#8222;Kelterwiesenprojekt&#8220; des Fachbereichs L\u00e4ndlicher Raum und Verbraucherschutz hinaus erweitert und erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kreis f\u00f6rdert weiterhin &#8222;Streuobst-Sch\u00e4tze&#8220; in Marburg-Biedenkopf. 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Streuobstwiesen sind ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft in Marburg-Biedenkopf und st\u00e4rken gleichzeitig die Artenvielfalt. Deshalb unterst\u00fctzt die Untere Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bei dem Erhalt bestehender Streuobstwiesen finanziell. Eine F\u00f6rderung ist sowohl f\u00fcr\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":17649,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=17649","url_meta":{"origin":18728,"position":1},"title":"Anbringen: Kreis stellt 100 Nistk\u00e4sten bereit","date":"11. M\u00e4rz 2025","format":false,"excerpt":"Der Landkreis stellt wieder 100 Nistk\u00e4sten zur Verf\u00fcgung. Diese Bruthilfen geben Vogelarten auf Streuobstwiesen ein Zuhause. Um die Artenvielfalt auf Streuobstwiesen zu st\u00e4rken, hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf 100 Nistk\u00e4sten angeschafft. 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