{"id":18553,"date":"2025-08-15T17:15:00","date_gmt":"2025-08-15T15:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18553"},"modified":"2025-08-15T17:15:00","modified_gmt":"2025-08-15T15:15:00","slug":"ausstellung-an-ns-euthanasie-war-verfolgung-und-ermordung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18553","title":{"rendered":"Ausstellung an: NS-&#8222;Euthanasie&#8220; war Verfolgung und Ermordung"},"content":{"rendered":"<p>Die Ausstellung &#8222;Verfolgung behinderter Menschen im Nationalsozialismus&#8220; wird von Freitag (22. August) bis Donnerstag (30. Oktober) im Begegnungshaus &#8222;KA.RE.&#8220; an der Biegenstra\u00dfe gezeigt. &#8218;Es befindet sich neben der Kirche &#8222;St. Peter und Paul&#8220;. <!--more--><br \/>\nDie Pr\u00e4sentation beinhaltet die Wanderausstellung &#8222;Die nationalsozialistischen ,Euthanasie&#8216;-Morde&#8220; von Topographie des Terrors in Berlin. Sie kommt zustande auf Initiative der Arbeitsgruppe &#8222;Menschenbild Behinderter Gestern und Heute&#8220; innerhalb des Marburger Netzwerks f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg und dem &#8222;KA.RE.&#8220; Die Ausstellung dokumentiert Vorgeschichte, Voraussetzungen und Durchf\u00fchrung der Patientenmorde im Nationalsozialismus, als Menschen mit psychischen, geistigen und k\u00f6rperlichen Behinderungen systematisch verfolgt und ermordet wurden. Erg\u00e4nzt wird sie durch Informationen der Verfolgungsgeschichte in Marburg und Hessen.<br \/>\nUm gerade junge Menschen anzusprechen, wurde ein Peer-Rundgang entwickelt, mit dem sich Gruppen die Ausstellung selbst erschlie\u00dfen und ihre Eindr\u00fccke im Anschluss gegenseitig vorstellen k\u00f6nnen. F\u00fcr die Peer-Rundg\u00e4nge werden noch Peer Guides im Alter von 16 bis 25 Jahren gesucht. Wer interessiert ist oder einen Ausstellungsrundgang buchen m\u00f6chte, kann sich melden unter marburgmachtdemokratie@marburg-stadt.de. Er\u00f6ffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Freitag (22. August) um 19 Uhr im &#8222;KA.RE.&#8220;.<br \/>\nIm Rahmen dieser Ausstellung h\u00e4lt Dr. Wolfgang Form am Donnerstag (11. September) von 19 bis 21 Uhr im Ausstellungsraum des &#8222;KA.RE.&#8220; an der Biegenstra\u00dfe einen Vortrag zum Thema &#8222;Der lange Arm der NS-Verfolgung. Zum Umgang mit den Opfern der Zwangssterilisation nach dem Ende des NS-Regimes&#8220;. Schon wenige Monate nach dem Ende des NS-Regimes wurde den Opfern der Zwangssterilisation deutlich vor Augen gef\u00fchrt, dass sie nicht als Nazi-Opfer betrachtet werden. Nur in Ausnahmef\u00e4llen wurde ihnen staatliche Unterst\u00fctzung zugebilligt. Denjenigen Opfern, die die Sterilisation r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht haben wollten, wurden administrative H\u00fcrden in den Weg gelegt.<br \/>\nSchlie\u00dflich &#8211; so die g\u00e4ngige Argumentation &#8211; sei alles doch rechtens per Gerichtsbeschluss abgelaufen. Entsprechend wurde dieses NS-Opfergruppe aus den bundesdeutschen Entsch\u00e4digungsregelungen (Bundesentsch\u00e4digungsgesetz &#8211;<br \/>\nBEG) ausgeklammert. Auch Bem\u00fchungen, sie in den 60er-Jahren doch noch unter das BEG fallen zu lassen, scheiterten unter anderem an der Intervention der Marburger Psychiater Ehrhardt und Villinger. Erst ab 1980 konnten Opfer Entsch\u00e4digung beantragen.<br \/>\nEbenfalls im Rahmen der &#8222;Euthanasie&#8220;-Wanderausstellung halten Tobias Karl, Dr. Steffen D\u00f6rre und Prof. Sabine Mecking am Mittwoch (22. Oktober) von 19 bis 21 Uhr im Ausstellungsraum des &#8222;KA.RE.&#8220; an der Biegenstra\u00dfe einen Vortrag zum Thema &#8222;Kultur gegen das Vergessen. Der steinige Weg zu einer opferzentrierten Erinnerungskultur in Hessen&#8220;. Das Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen &#8222;Euthanasie&#8220;-Verbrechen ist von auff\u00e4lligen Br\u00fcchen gepr\u00e4gt. In Hessen wechselten sich \u00fcber Jahrzehnte Phasen des Schweigens und geringen gesellschaftlichen Interesses mit Phasen intensiverer Auseinandersetzung ab.<br \/>\nWarum blieb eine nachhaltig und kontinuierlich gewachsene Gedenkkultur \u00fcber Jahrzehnte aus, obwohl es bereits in der fr\u00fchen Nachkriegszeit erste Ans\u00e4tze des Gedenkens gab? Der Vortrag geht dieser Frage nach und nimmt die erinnerungskulturellen Entwicklungen ab 1945 in Hessen in den Blick. Im Anschluss an den etwa 45-min\u00fctigen Vortrag besteht die M\u00f6glichkeit zum gemeinsamen Austausch.<\/p>\n<p>* pm: Marburger Netzwerk f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung &#8222;Verfolgung behinderter Menschen im Nationalsozialismus&#8220; wird von Freitag (22. August) bis Donnerstag (30. 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Oktober) ist die Ausstellung \"Verfolgung behinderter Menschen im Nationalsozialismus\" im Begegnungshaus KA.RE. in der Biegenstra\u00dfe 18 zu sehen. Thema ist die Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":18380,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18380","url_meta":{"origin":18553,"position":2},"title":"Freiwillige vor: Junge Leute als Ausstellungsf\u00fchrer gesucht","date":"15. Juli 2025","format":false,"excerpt":"s Die systematische Ermordung behinderter Menschen ist Thema einer Wanderausstellung der \"Topographie des Terrors\". Im August kommt sie nach Marburg. Die Ausstellung \"Die nationalsozialistischen ,Euthanasie'-Morde\" wird von Freitag (22. August) bis Donnerstag (30. Oktober) im Begegnungshaus \"KA.RE.\" an der Biegenstra\u00dfe neben der katholischen Kirche St. Peter und Paul gezeigt. 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August) stehend verfolgen, was sie angesichts des ber\u00fchrenden Programms aber allesamt\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":18778,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18778","url_meta":{"origin":18553,"position":5},"title":"Klartext im Ka.Re.: F\u00fchrung in Einfacher Sprache durch die &#8222;Euthanasie&#8220;-Ausstellung","date":"2. Oktober 2025","format":false,"excerpt":"Eine F\u00fchrung in Einfacher Sprache durch die \"Wanderausstellung Euthanasie\" wird am Montag (20. Oktober) angeboten. Sie findet von 16.30 bis 18 Uhr im \"Ka.Re.\" statt. Am Montag (20. Oktober) wird von 16.30 bis 18 Uhr eine Sonderf\u00fchrung durch die \"Wanderausstellung Euthanasie\" in verst\u00e4ndlicher und Leichter Sprache angeboten. 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