{"id":18542,"date":"2025-08-14T17:07:03","date_gmt":"2025-08-14T15:07:03","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18542"},"modified":"2025-08-14T17:07:03","modified_gmt":"2025-08-14T15:07:03","slug":"behinderte-bleiben-koreanische-studierende-besuchten-marburg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18542","title":{"rendered":"Behinderte bleiben: Koreanische Studierende besuchten Marburg"},"content":{"rendered":"<p>Studierende aus S\u00fcdkorea informierten sich \u00fcber Inklusion in Marburg. Besonders interessierte sie der Konflikt zwischen Denkmalschutz und Barrierefreiheit. <!--more--><br \/>\nWas tut die Stadt Marburg f\u00fcr Barrierefreiheit und Inklusion? Wie schafft es die Stadt, m\u00f6glichst viel Teilhabe f\u00fcr alle zu erm\u00f6glichen? \u00dcber historische Hintergr\u00fcnde, aktuelle Ma\u00dfnahmen und k\u00fcnftige Herausforderungen der Inklusionspolitik hat Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies mit einer Studentinnen-Gruppe aus S\u00fcdkorea gesprochen.<br \/>\nDer Oberb\u00fcrgermeister empfing die Studentinnen der Sungshin Women&#8217;s University im Rathaus.Sie besuchten Marburg, um im Rahmen eines Studienprojekts die Philosophie und Strategien sehbehindertenfreundlicher St\u00e4dte zu recherchieren &#8211; und w\u00e4hlten Marburg aufgrund seiner Geschichte und seines Engagements neben weiteren deutschen St\u00e4dten als Ort f\u00fcr ihre Forschung. Ihr Interesse galt akustischen Ampeln, Vibrationstaster und Leitstreifen.<br \/>\nBeim Gespr\u00e4ch im historischen Rathaus traf die Delegation neben Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies auf Fachbereichsleiter Karsten Dittmar vom FB Planen und Bauen sowie Kerstin H\u00fchnlein vom Fachdienst Soziale Leistungen, Behindertenhilfe. Sie sprachen miteinander \u00fcber die Entwicklung, Herausforderungen und Zukunft der Inklusionspolitik in Marburg.<br \/>\nEin Thema war unter anderem die Rolle der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA), die 1916 gegr\u00fcndet wurde und die Stadt seither ma\u00dfgeblich gepr\u00e4gt hat. Der Oberb\u00fcrgermeister betonte, dass Marburg Inklusion nicht als Zusatz verstehe, sondern als Grundhaltung: &#8222;Wir betrachten nicht einzelne Gruppen gesondert, sondern alle gemeinsam. Menschen sind nicht beeintr\u00e4chtigt, sie werden beeintr\u00e4chtigt &#8211; und diese Barrieren zu beseitigen, ist unsere Aufgabe.&#8220;<br \/>\nAuch konkrete Ma\u00dfnahmen wurden vorgestellt: So verf\u00fcgen alle Ampelanlagen in der Stadt \u00fcber akustische Signale und Vibrationstaster mit tastbarem Pfeil. Ma\u00dfnahmen wie taktile Bodenleitsysteme und Aufmerksamkeitsfelder gibt es an zahlreichen Orten in Marburg. Sie helfen blinden Menschen dabei zum Beispiel Bushaltestellen und Ampeln zu finden. Dittmar erl\u00e4uterte technische Standards und brachte ein Modell eines barrierefreien Ampeltasters zur Veranschaulichung mit.<br \/>\nEin weiteres zentrales Thema war der Umgang mit historischen Geb\u00e4uden. Die nachtr\u00e4glich eingebaute Rampe und der Innenaufzug im Marburger Rathaus dienten als Beispiel f\u00fcr die Balance zwischen Denkmalschutz und Barrierefreiheit. Die Studentinnen interessierten sich besonders f\u00fcr die Planungsprozesse der Stadt, in denen Barrierefreiheit von Beginn an mitgedacht wird.<br \/>\n&#8222;F\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung der Inklusionspolitik braucht es vor allem einen Wandel in der Haltung staatlicher Institutionen&#8220;, unterstrich Oberb\u00fcrgermeister Spies abschlie\u00dfend. &#8222;Wir arbeiten stetig daran, bestehende Barrieren zu beseitigen, bevor wir neue Projekte starten.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Studierende aus S\u00fcdkorea informierten sich \u00fcber Inklusion in Marburg. 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