{"id":18429,"date":"2025-07-28T15:18:45","date_gmt":"2025-07-28T13:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18429"},"modified":"2025-07-28T15:21:25","modified_gmt":"2025-07-28T13:21:25","slug":"fuer-mehr-klimaresilienz-marburg-erhaelt-foerderung-vom-bund","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18429","title":{"rendered":"F\u00fcr mehr Klimaresilienz: Marburg erh\u00e4lt F\u00f6rderung vom Bund\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Stadt Marburg plant Renaturierungen in Wehrda und Michelbach. Ziel ist mehr Klimaresilienz. Daf\u00fcr erh\u00e4lt sie 2,8 Millionen Euro F\u00f6rdermittel vom Bund.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Folgen des Klimawandels sind auch in Marburg immer deutlicher zu sp\u00fcren. Die Sommer werden trockener, die N\u00e4chte in der Innenstadt k\u00fchlen weniger ab. Gleichzeitig nehmen Starkregen und Hochwasser zu. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGerade erst haben starke Regenf\u00e4lle in dieser Woche wieder gezeigt, wie schnell Kan\u00e4le am Rande ihrer Kapazit\u00e4t sind und wie schnell Stra\u00dfen und andere Fl\u00e4chen unter Wasser stehen k\u00f6nnen\u201c, so Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. \u201eWir m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass das Wasser sinnvoll zwischengespeichert werden kann, bis es wieder abflie\u00dfen kann.\u201c <\/p>\n\n\n\n<p>Um die Stadt an die Folgen des Klimawandels anzupassen, hat der Bund das F\u00f6rderprogramm \u201eAnpassung urbaner und l\u00e4ndlicher R\u00e4ume an den Klimawandel\u201c aufgelegt. Damit werden Projekte in der Stadtentwicklung gef\u00f6rdert, die besonders wirksam dabei helfen, die Stadt an den Klimawandel und die Folgen anzupassen. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Rahmen dieses neuen F\u00f6rderprojekts stehen in Marburg nun zwei Ma\u00dfnahmen an, um Retentionsraum f\u00fcr den Teufelsgraben und den Michelbach zu schaffen. Insgesamt rechnet die Stadt mit Kosten von 3,848 Millionen Euro. Der Bund f\u00f6rdert das Projekt mit 75 Prozent der Gesamtkosten, was einer F\u00f6rdersumme von 2,886 Mio. Euro entspricht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Umgesetzt werden soll die Schaffung zweier naturnaher Retentionsfl\u00e4chen. In Wehrda&nbsp;wird der Teufelsgraben renaturiert. Das Gew\u00e4sser verl\u00e4uft derzeit noch verrohrt unter dem Sport- und Spielplatz \u201eZur Wann\u201c. Die Anpassung sieht eine Offenlegung des Gew\u00e4ssers und das Anlegen von Querd\u00e4mmen zur Zwischenspeicherung von Wasser vor. Weiterhin soll eine klimaangepasste Bepflanzung erfolgen. Zudem sollen damit Aufenthaltsr\u00e4ume f\u00fcr die Menschen geschaffen werden, etwa mit einem Mehrgenerationenplatz.<\/p>\n\n\n\n<p>In Michelbach&nbsp;erfolgt eine Renaturierung des Michelbachs, welcher bislang in einem engen Bett verl\u00e4uft. Die Anpassung sieht mehr Platz f\u00fcrs Gew\u00e4sser auf den anliegenden Marburger Grundst\u00fccken vor. Die derzeit landwirtschaftlich genutzte Fl\u00e4che soll au\u00dferdem mehr Aufenthaltsqualit\u00e4t bekommen.&nbsp;Ziel ist es, dass sich das Wasser bei Starkregen und Hochwasser au\u00dferhalb der bebauten Gebiete ausbreiten kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Beide Ma\u00dfnahmen folgen dem Prinzip der &#8222;Schwammstadt&#8220; und sind als Modellprojekte auf andere St\u00e4dte und Gemeinden \u00fcbertragbar. Damit will die Stadt will einen entscheidenden Beitrag zur Klimafolgenanpassung leisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits 2022 hatte Marburg ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet und vorgestellt. Diese Analysen zeigen etwa, wo es besonders hei\u00df wird, welche Temperaturen in der Innenstadt auch in der Nacht herrschen. Auch die Starkregengef\u00e4hrdung wird dargestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem nennt das Konzept konkrete L\u00f6sungen. Mehr B\u00e4ume und Beschattungen in der Innenstadt z\u00e4hlen etwa zu den Ma\u00dfnahmen, die ergriffen werden k\u00f6nnen, um die Stadt an die verschiedenen Folgen des Klimawandels anzupassen.&nbsp;&nbsp;Auch die \u201eSchwammstadt\u201c geh\u00f6rt dazu. Das bedeutet, dass die Stadt so gestaltet wird, dass sie wie ein Schwamm Wasser aufnehmen, speichern und wieder abgeben kann. Bei der Neugestaltung der Liebigstra\u00dfe soll das sichtbar werden \u2013 mit wasserdurchl\u00e4ssigen Materialien und neuen Gr\u00fcnfl\u00e4chen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der \u00dcbergabe des F\u00f6rderbescheids startet die Umsetzung der beiden Ma\u00dfnahmen ab diesem Jahr. Sie gelten als Leuchtturm f\u00fcr die klimafreundliche und resiliente Entwicklung der Stadt Marburg. Spies betont: \u201eUnsere Pflicht ist es, den kommenden Generationen eine Stadt zu hinterlassen, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. Dank der F\u00f6rderung des Bundes k\u00f6nnen wir diesen Anspruch mit Leben f\u00fcllen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Spies hebt zudem die Vorreiterrolle Marburgs hervor: \u201eDer Schutz vor Starkregen und die \u00f6kologische Aufwertung gehen bei uns Hand in Hand. Mit den multifunktionalen Retentionsma\u00dfnahmen in Wehrda und Michelbach schaffen wir mehr Sicherheit, Biodiversit\u00e4t und Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle Generationen. Dieses Projekt ist ein echter Meilenstein f\u00fcr Marburg \u2013 \u00f6kologisch, sozial und urban.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auch der parlamentarische Staatssekret\u00e4r bei der Bundesministerin f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen S\u00f6ren Bartol zeigt sich \u00fcberzeugt: \u201eDie Auswahl des Marburger Projekts in die aktuelle F\u00f6rderrunde des F\u00f6rderprogramms war mir sehr wichtig. Sie unterstreicht seine hohe fachliche Qualit\u00e4t und seinen Modellcharakter f\u00fcr ganz Deutschland. Es freut mich daher sehr, heute den F\u00f6rderscheck f\u00fcr dieses Projekt \u00fcberreichen zu d\u00fcrfen. Dass der Klimawandel uns bundesweit vor Herausforderungen stellt, erleben wir alle sehr deutlich. Mit diesem Projekt zeigen wir, wie St\u00e4dte und D\u00f6rfer angesichts des Klimawandels nicht nur reagieren, sondern zukunftsweisende L\u00f6sungen schaffen k\u00f6nnen. Die Ma\u00dfnahmen in Wehrda und Michelbach und das Engagement hier in Marburg sind beispielhaft und machen Mut. Sie stehen f\u00fcr den Wandel, den wir in ganz Deutschland brauchen \u2013 mutig, innovativ und gemeinschaftlich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>pm: Stadt Marburg<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt Marburg plant Renaturierungen in Wehrda und Michelbach. Ziel ist mehr Klimaresilienz. Daf\u00fcr erh\u00e4lt sie 2,8 Millionen Euro F\u00f6rdermittel vom Bund. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Marburg immer deutlicher zu sp\u00fcren. 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