{"id":18348,"date":"2025-07-10T16:43:38","date_gmt":"2025-07-10T14:43:38","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18348"},"modified":"2025-07-10T16:43:38","modified_gmt":"2025-07-10T14:43:38","slug":"acht-jahrhunderte-schroeck-feiert-ortsjubilaeum-mit-alleebaeumen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18348","title":{"rendered":"Acht Jahrhunderte: Schr\u00f6ck feiert Ortsjubil\u00e4um mit Alleeb\u00e4umen"},"content":{"rendered":"<p>Schr\u00f6ck feiert sein Dorfjubil\u00e4um. Eine Jahrhundert-Allee zeigt die Dorfgeschichte. <!--more--><br \/>\nAnl\u00e4sslich des Dorfjubil\u00e4ums in Schr\u00f6ck ist am Ortsrand eine &#8222;Jahrhundert-Allee&#8220; entstanden. Die frisch gepflanzten B\u00e4ume stehen f\u00fcr 800 Jahre Schr\u00f6ck. Dabei weist jede Baumart einen besonderen Bezug zur Dorfgeschichte auf. Stadtrat Dr. Michael Kopatz hat am Mittwoch (9. Juli) gemeinsam mit Vertreter*innen des Ortsbeirats die Jahrhundert-Allee offiziell er\u00f6ffnet.<br \/>\nAm Ortsrand von Schr\u00f6ck veranschaulichen acht B\u00e4ume die nun 800-j\u00e4hrige Geschichte des Dorfes. Begleitet werden sie von bebilderten Info-Tafeln. Ein neunter Baum steht f\u00fcr die Zukunft.<br \/>\nBei der Er\u00f6ffnung der &#8222;Jahrhundert-Alle&#8220; anl\u00e4sslich des Dorfjubil\u00e4ums von Schr\u00f6ck freute sich Stadtrat Dr. Michael Kopatz besonders auf den &#8222;Baum der Zukunft&#8220;. Das ist der Z\u00fcrgelbaum. &#8222;Der Z\u00fcrgelbaum ist besonders trockenheitstolerant&#8220;, erkl\u00e4rte Kopatz. &#8222;Gleichzeitig zeichnet er sich durch seine K\u00e4lteresistenz aus. Daher eignet er sich gut als ,Klimabaum&#8216;. Au\u00dferdem wird er gerne von Tieren wegen seiner essbaren Fr\u00fcchte besucht und z\u00e4hlt somit zu den B\u00e4umen, die einen Beitrag f\u00fcr die heimische Fauna leisten.&#8220;<br \/>\nDer Biologe Christian Geske ist &#8222;sehr froh, dass es gelungen ist, hier den R\u00fcckblick auf die vergangenen acht Jahrhunderte in Schr\u00f6ck anhand von typischen Baumarten lebendig werden zu lassen&#8220;. Der stellvertretende Ortsvorsteher ist Initiator des Projekts. Von ihm stammen auch die Texte f\u00fcr die reich bebilderten Infotafeln vor den B\u00e4umen.<br \/>\nDie Baumreihe startet dabei mit Informationen zur Erle als Symbol f\u00fcr die Zeit vor der Ortsgr\u00fcndung 1225 und der Besiedlung der feuchten Bereiche des Am\u00f6neburger Beckens. Dann folgen in Richtung Dorfrand &#8211; so, wie auch das Dorf historisch von der Kirche aus gewachsen ist &#8211; B\u00e4ume zu jedem Jahrhundert und ein &#8222;Zukunftsbaum&#8220;. F\u00fcr das 14. Jahrhundert steht die Stieleiche symbolisch f\u00fcr das Bauholz, das zum H\u00e4userbau verwendet wurde. Die Hainbuche war im 15. Jahrhundert in entsprechend geschnittener Form Teil einer Dornhecke als Verteidigungsanlage am damaligen Ortsrand &#8211; noch heute zeugt der Stra\u00dfenname&#8220;Dorngasse&#8220; davon. Eine Blutbuche erinnert an die beiden m\u00e4chtigen &#8211; inzwischen beseitigten &#8211;<br \/>\nB\u00e4ume an der Zugangstreppe Elisabethbrunnen aus dem 16. Jahrhundert. &#8222;Meine Lieblingsgeschichte aus der Dorfchronik ist, wie das ,Kerschb\u00e4umchen&#8216; seinen Namen erhalten hat&#8220;, erl\u00e4uterte Geske. Bei dem &#8222;Kerschb\u00e4umchen&#8220; handelt es sich um eine 300 Jahre alte Ro\u00dfkastanie am Bildstock Richtung Wittelsberg.<br \/>\nNach dem Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg seien einige Tiroler als Maurer und Steinmetze nach Schr\u00f6ck gekommen. In dieser Zeit (um 1700) wurde die inzwischen gef\u00e4llte alte Ro\u00dfkastanie am &#8222;Kreuz unter dem Kirschb\u00e4umchen&#8220; gepflanzt. Die tiroler Handwerker haben die Ro\u00dfkastanie &#8222;Keschtn&#8220; genannt &#8211;<br \/>\nwie die in ihrer Heimat h\u00e4ufige Edel- oder Esskastanie; und daraus wurde dann &#8222;Kersch&#8220; f\u00fcr das Kirschb\u00e4umchen beziehungsweise &#8222;Kerschb\u00e4umchen&#8220;.<br \/>\nMatthias Nau ist Vorsitzender der Vereinsgemeinschaft und einer der Hauptorganisatoren der Aktivit\u00e4ten zur 800-Jahr-Feier. Ihm gefalle dagegen die Geschichte zur Zitterpappel am besten. Am FSV-Sportplatz zum Elisabethbrunnen wurde entlang der Gegengeraden eine Reihe Pappeln gepflanzt, die viele Jahre das optische Bild der Sportanlage pr\u00e4gte. Einigen \u00dcberlieferungen zufolge wurden die B\u00e4ume dort gepflanzt, um Zuschauenden die Sicht zu versperren, die die Fu\u00dfballspiele des FSV weiter oben vom Hang aus schauten, ohne daf\u00fcr zu zahlen. Die Wahl fiel dabei auf Pappeln, da sie schnell wachsen. Noch vor der Umwandlung in einen Kunstrasenplatz wurden die Pappeln jedoch wieder gef\u00e4llt, weil das Laub auf dem Platz \u00fcberhandnahm und die Feuchtigkeit des Rasenplatzes den Spielbetrieb beeintr\u00e4chtigte.<br \/>\nDie Jahrhundert-Allee bietet alle Vorteile einer Baumbepflanzung: Schatten, Verdunstung sowie eine regulierende Wirkung f\u00fcr das Mikroklima. Sie sorgt also f\u00fcr Abk\u00fchlung beziehungsweise daf\u00fcr, dass sich die unmittelbare Umgebung weniger aufheizt. &#8222;Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel daf\u00fcr, wie eine Kooperation zwischen politischen Gremien wie dem Ortsbeirat und den st\u00e4dtischen Fachdiensten funktionieren kann, um gemeinsam eine lebenswerte Zukunft f\u00fcr unsere Stadt zu gestalten&#8220;, meinte Stadtrat Kopatz.<br \/>\nFinanziert wurde das Allee-Projekt von der Stadt Marburg. Die Gesamtkosten f\u00fcr die B\u00e4ume und Infotafeln betragen 7.000 Euro. Die Mitarbeitenden des Fachdienstes Stadtgr\u00fcn, Friedh\u00f6fe und Gr\u00fcnservice haben bei der Umsetzung unterst\u00fctzt, indem sie die B\u00e4ume gepflanzt und die Schilder aufgestellt haben. &#8222;Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung war von gro\u00dfem Engagement und viel Wohlwollen gepr\u00e4gt; da kann ich mich nur ausdr\u00fccklich bedanken&#8220;, betonte auch Geske.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schr\u00f6ck feiert sein Dorfjubil\u00e4um. Eine Jahrhundert-Allee zeigt die Dorfgeschichte.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5,3,4],"tags":[544,265,1459],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4LW","jetpack-related-posts":[{"id":6434,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=6434","url_meta":{"origin":18348,"position":0},"title":"Knapp 1.800 Einwohner: Schr\u00f6ck hie\u00df fr\u00fcher einmal Schreck","date":"31. Januar 2021","format":false,"excerpt":"Schr\u00f6ck hie\u00df fr\u00fcher einmal Schreck. Das Dorf ist einer der \u00f6stlichen Marburger Au\u00dfenstadtteile. 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