{"id":18319,"date":"2025-07-04T16:15:49","date_gmt":"2025-07-04T14:15:49","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18319"},"modified":"2025-07-04T16:15:49","modified_gmt":"2025-07-04T14:15:49","slug":"einbeziehend-schulung-zur-beratung-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18319","title":{"rendered":"Einbeziehend: Schulung zur Beratung f\u00fcr Alle"},"content":{"rendered":"<p>Beratungsstellen haben sich Inklusiv und geschlechtersensibel schulen lassen. Eine Abschlussveranstaltung der Stadt Marburg w\u00fcrdigte ihr Engagement. <!--more--><br \/>\nBeratung f\u00fcr alle Menschen zug\u00e4nglicher zu machen, ist das Ziel des Projekts &#8222;Beratung f\u00fcr alle&#8220;. In der zweiten Runde haben sich f\u00fcnf weitere Beratungsstellen auf den Weg gemacht, inklusiver und geschlechtersensibler zu arbeiten. Die Stadt Marburg hat das mit einer Abschlussveranstaltung gew\u00fcrdigt.<br \/>\n&#8222;Aufkl\u00e4rungs-, Unterst\u00fctzungs- und Beratungsangebote sind nicht f\u00fcr alle gleicherma\u00dfen zug\u00e4nglich&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier. &#8222;So k\u00f6nnen gesellschaftliche Benachteiligungen beispielsweise die Kontaktaufnahme oder Verst\u00e4ndigung erschweren. Diese Benachteiligungen betreffen h\u00e4ufig Menschen mit Behinderung, Frauen, weiblich gelesene Personen oder queere Menschen, und in besonderem Ma\u00dfe, wenn sich mehrere Diskriminierungsmerkmale \u00fcberschneiden.&#8220;<br \/>\nDiese Ausgangssituation habe ein Handeln notwendig gemacht. Um Marburger Beratungsstellen dabei zu unterst\u00fctzen, inklusiver und geschlechtersensibler zu arbeiten, gibt es das Projekt &#8222;Beratung f\u00fcr alle &#8211; inklusiv und geschlechtersensibel beraten&#8220;. Die Stadt Marburg hat zusammen mit dem Arbeitskreis &#8222;Frauen und Behinderung&#8220; einen Leitfaden und ein Pr\u00fcfverfahren entwickelt. In dem Pr\u00fcfverfahren werden die Beratungsstellen geschult, beraten und dabei begleitet, kleine oder gro\u00dfe Ma\u00dfnahmen f\u00fcr mehr Inklusion und Geschlechtersensibilit\u00e4t umzusetzen.<br \/>\nEinige Beispiele daf\u00fcr sind Team-Fortbildungen zu Geschlechtersensibilit\u00e4t, zu Gewalt gegen LGBT*IQ und zu Leichter Sprache, die Barrierefreie Gestaltung der Internetseite, zum Beispiel durch Einsatz von Geb\u00e4rdenvideos und Screenreader f\u00fcr die Lesbarkeit, \u00dcberpr\u00fcfung von R\u00e4umlichkeiten auf die Nutzbarkeit mit einem Rollstuhl, die Neugestaltung von Informationsmaterialien, sodass sie barrierefrei sind und Diversit\u00e4t widerspiegeln sowie Schilder f\u00fcr Klingel, T\u00fcren, Webmarker und T\u00fcr\u00f6ffner in Brailleschrift f\u00fcr Blinde. Hinzu kommen die Einf\u00fchrung eines Gespr\u00e4chskreises f\u00fcr Frauen mit Behinderung, die Einrichtung eines Beratungszeitraums nur f\u00fcr Frauen, die Erstellung einer h\u00f6rbaren Wegbeschreibung sowie der Hinweis auf Webseiten f\u00fcr genderneutrale Toiletten und Toiletten f\u00fcr Menschen mit Behinderung.<br \/>\nAm ersten Pr\u00fcfverfahren von September 2023 bis Mai 2024 hatten sieben Marburger Beratungsstellen teilgenommen. In der Pr\u00fcfphase von Oktober 2024 bis M\u00e4rz 2025 haben sich f\u00fcnf weitere Beratungsstellen auf den Weg zu einer inklusiveren und geschlechtersensibleren Beratung gemacht. Um die Teilnahme zu w\u00fcrdigen, gab es im Erwin-Piscator-Haus (EPH) eine Abschlussveranstaltung f\u00fcr Vertreter*innen von Marburger Beratungsstellen sowie f\u00fcr ehemalige und aktuelle Teilnehmende von &#8222;Beratung f\u00fcr alle&#8220;. Organisiert hat die Veranstaltung das Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung.<br \/>\nAuf die Begr\u00fc\u00dfung durch Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier folgte ein R\u00fcckblick von Projektmitarbeiterin Klara Ackermann sowie Rita Schroll vom Hessischen Koordinationsb\u00fcro f\u00fcr Frauen mit Behinderung (HKFB). So entstand das Pr\u00fcfverfahren aus einer Studie zur Teilhabe von Frauen und M\u00e4dchen (2018 bis 2019). Entwickelt hat das Pr\u00fcfverfahren eine Arbeitsgruppe. Auf Wunsch der Teilnehmenden entstand das Forum &#8222;Beratung f\u00fcr alle&#8220; zur Vernetzung, fachlichem Austausch und kollegialer Beratung aller Teilnehmenden des Pr\u00fcfverfahrens.<br \/>\nStadtr\u00e4tin Dinnebier und Prof. Dr. Susanne Gerner \u00fcberreichten den Teilnehmenden eine Urkunde. Gerner hatte die Studie zur Teilhabe von Frauen und M\u00e4dchen umgesetzt und beide Durchl\u00e4ufe wissenschaftlich begleitet sowie ausgewertet. Sie ist an der Evangelischen Hochschule Darmstadt am Studienstandort Schwalmstadt-Treysa Professorin f\u00fcr Theorien und Methoden Sozialer Arbeit.<br \/>\nDr. Christine Amend-Wegmann vom st\u00e4dtischen Fachbereich Gleichstellung, Vielfalt und Erwachsenenbildung bedankte sich bei den Beratungsstellen f\u00fcr das Interesse und die Teilnahme am Projekt: &#8222;Mein Dank gilt allen Beteiligten: den Beratungsstellen, den engagierten Schulungsleiterinnen, der AG Frauen und Behinderung, dem Team des Gleichberechtigungsreferats und allen Aktiven, die das Projekt mit gro\u00dfem Einsatz entwickelt und umgesetzt haben&#8220;, sagte sie. Zum Abschluss gab es noch Zeit zur Vernetzung und zum Austausch.<br \/>\nF\u00fcnf Beratungsstellen haben das zweite Pr\u00fcfverfahren abgeschlossen: Das sind die AG Freizeit, die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA) Marburg, die Sozial- und Schuldnerberatung des Bewohnernetzwerks f\u00fcr soziale Fragen (BSF), die Beratungsstelle des fib und die Initiative f\u00fcr Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit (IKJG).<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beratungsstellen haben sich Inklusiv und geschlechtersensibel schulen lassen. 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