{"id":18296,"date":"2025-07-01T17:15:00","date_gmt":"2025-07-01T15:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18296"},"modified":"2025-07-01T17:15:00","modified_gmt":"2025-07-01T15:15:00","slug":"abgesucht-hunde-spueren-wildschweinkadaver-auf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18296","title":{"rendered":"Abgesucht: Hunde sp\u00fcren Wildschweinkadaver auf"},"content":{"rendered":"<p>Zur Absicherung gegen einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Mittelhessen hat das Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen eine Allgemeinverf\u00fcgung erlassen. Damit wird den Kadaversuchteams das Betreten von Privatgrundst\u00fccken gestattet. <!--more--><br \/>\nGrundst\u00fcckseigent\u00fcmer und -besitzer haben die Kadaversuche auf ihren Fl\u00e4chen zu dulden. Die Verf\u00fcgung ist bereits am 25. Juni in Kraft getreten. Nachdem im Raum Kirchhundem im Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen mehrere best\u00e4tigte F\u00e4lle der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten sind, sind in den auf hessischer Seite benachbarten Gebieten in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill umgehend Ma\u00dfnahmen angelaufen, um ein m\u00f6gliches \u00dcbergreifen der Tierseuche zu verhindern. Spezialisierte Hundesuchteams haben in Grenzn\u00e4he die stichprobenartige Kadaversuche aufgenommen. Erg\u00e4nzend werden Drohnenbefliegungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIm Rahmen des Ermessens hat das Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen nun eine Duldungsverpflichtung f\u00fcr betroffene Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer ausgesprochen, um eine reibungslose und verz\u00f6gerungsfreie Kadaversuche zu gew\u00e4hrleisten. Das Betreten von Grundst\u00fccken durch &#8211; bei der Kadaversuche t\u00e4tige und begleitende &#8211; Personen mit Suchhunden ist zu dulden und ein Zugang zum Grundst\u00fcck ist zu gew\u00e4hren. Gleiches gilt f\u00fcr Personen, die Drohnen zur Kadaversuche steuern.<br \/>\nZudem regelt die Allgemeinverf\u00fcgung, dass jedes verendet aufgefundene Wildschwein umgehend an die zust\u00e4ndigen Kreisveterin\u00e4rbeh\u00f6rden zu melden ist. Die Bergung und Beprobung d\u00fcrfen ausschlie\u00dflich durch dazu bestimmtes Personal erfolgen. Die Allgemeinverf\u00fcgung gilt in einem circa zehn Kilometer breiten Bereich unmittelbar \u00f6stlich der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Der genaue Verlauf des Gebiets ist in einer interaktiven Onlinekarte eingezeichnet: <a href=\"https:\/\/visualgeoserver.fli.de\/visualize-this-map\/32B7F6DFFCE1C5835930FB8F856E8DF4EBB33C8094BCCA4A7A2B9EB28444CBD4\">visualgeoserver.fli.de\/visualize-this-map\/32B7F6DFFCE1C5835930FB8F856E8DF4EBB33C8094BCCA4A7A2B9EB28444CBD4<\/a>. Die Allgemeinverf\u00fcgung wurde \u00f6ffentlich bekanntgemacht und gilt ab sofort.<br \/>\nDer Landkreis Marburg-Biedenkopf baut die Schutzma\u00dfnahmen gegen die Afrikanische Schweinepestweiter aus. Am Wochenende haben Mitarbeitende der Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises und von Hessen Forst im Auftrag des Landes einen mobilen Schutzzaun unweit der Biedenkopfer Stadtteile Wallau und Breidenstein errichtet. Grund war der Fund eines toten Wildschweins bei Bad Laasphe im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen. Ein erster Labortest hatte dort zun\u00e4chst eine ASP-Infektion gesehen. Diesen Befund konnte das Friedrich-L\u00f6ffler-Institut in der vorgeschrieben zweiten Laboruntersuchung jedoch nicht best\u00e4tigen.<br \/>\nDennoch hat das Land entschieden, weitere Schutzma\u00dfnahmen durch die Kreise ergreifen zu lassen. Der elektrische Schutzzaun soll verhindern, dass Wildschweine aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen in den Landkreis Marburg-Biedenkopf wechseln. Im nordrhein-westf\u00e4lischen Kreis Olpe war vor rund drei Wochen &#8211; rund 20 Kilometer von der Kreisgrenze zu Marburg-Biedenkopf entfernt &#8211; bei einem Wildschwein die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden. Daraufhin hatten der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Lahn-Dill-Kreis und der Kreis Waldeck-Frankenberg im Auftrag des Landes Hessen Schutzma\u00dfnahmen ergriffen. Hierzu geh\u00f6ren die Einrichtung einer Kadaver-Sammelstelle, der Aufbau einer speziellen Desinfektionsstra\u00dfe f\u00fcr Fahrzeuge, Personen und Suchhunde sowie der Einsatz von Suchhunden entlang der Landesgrenze.<br \/>\nNach dem Beginn der gezielten Suche mit speziell ausgebildeten Hunden wurden im Bereich des Landkreises Marburg-Biedenkopf bereits sechs Tierkadaver &#8211;<br \/>\nvom Skelett bis zum Frischling &#8211; untersucht. Alle Untersuchungen endeten mit einem negativen Ergebnis. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.<br \/>\nDerzeit kommen im Bereich um Biedenkopf, Wallau und Breidenstein Suchteams mit Hunden zum Einsatz, um verendete Wildscheine aufzusp\u00fcren. Wenn die Suchteams einen Wildscheinkadaver finden, melden sie das der Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises mit einer genauen Angabe des Fundortes, mit Koordinaten, Kartenausschnitt und Bild. Ein Bergungsteam der Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde r\u00fcckt dann aus, um den Tierkadaver zu bergen und Proben zu entnehmen.<br \/>\nDiese Proben kommen zun\u00e4chst ins Landeslabor nach Gie\u00dfen. Sollte hier der Erreger der Tierseuche nachgewiesen werden, findet eine zweite Untersuchung zur Absicherung im Friedrich-L\u00f6ffler-Institut &#8211; dem Bundesinstitut f\u00fcr Tiergesundheit in Greifswald auf der Insel Riems &#8211; statt. Wenn die Fachleute dort den Erregernachweis best\u00e4tigen, gilt die &#8222;Afrikanische Schweinepest&#8220; offiziell und amtlich als nachgewiesen.<br \/>\nDie Kadaver-Sammelstelle und auch die Desinfektionsstra\u00dfe an der Kl\u00e4ranlage in Wallau bleiben zun\u00e4chst auch weiter bestehen. \u00dcber das weitere Vorgehen entscheidet das Land.<br \/>\nF\u00fcr Menschen und andere Tiere ist das Virus, das die &#8222;Afrikanische Schweinepest&#8220; ausl\u00f6st, ungef\u00e4hrlich. F\u00fcr Haus- und Wildschweine verl\u00e4uft die Infektion jedoch fast immer t\u00f6dlich. Als Haupt\u00fcbertragungsquelle der &#8222;Afrikanischen Schweinepest&#8220; sehen Fachleute neben dem direkten Kontakt zu infizierten Wildschweinen auch das Verhalten von Menschen an: \u00dcber Kleidung, Schuhe, Autoreifen oder auch \u00fcber ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot kann der Erreger \u00fcbertragen und verbreitet werden.<br \/>\nIm Landkreis Marburg-Biedenkopf sind 18.163 Hausschweine in 260 schweinehaltenden Betrieben registriert. Die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde fordert alle schweinehaltenden Betriebe auf, ihre Biosicherheitsma\u00dfnahmen zu \u00fcberpr\u00fcfen und bei Bedarf nachzubessern.<br \/>\nWer im Wald ein totes Wildschwein entdeckt, sollte umgehend die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises unter der Telefonnummer 06421\/405-6601 oder per Mail an E-Mail: FDVuV@marburg-biedenkopf.de informieren. Informationen rund um das Thema Afrikanische Schweinepest stellt der Landkreis Marburg-Biedenkopf auch online zur Verf\u00fcgung unter <a href=\"http:\/\/www.lkmb.de\/asp\">www.lkmb.de\/asp<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Absicherung gegen einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Mittelhessen hat das Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen eine Allgemeinverf\u00fcgung erlassen. 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Da seit Anfang November keine positiven F\u00e4lle im Landkreis nachgewiesen wurden, passt die zust\u00e4ndige Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises die Sicherheitsma\u00dfnahmen an und\u2026","rel":"","context":"In &quot;Soziales&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":8700,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=8700","url_meta":{"origin":18296,"position":2},"title":"Ma\u00dfnahmen getroffen: Allgemeinverf\u00fcgung sichert kritische Infrastruktur","date":"31. Januar 2022","format":false,"excerpt":"Das Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen erl\u00e4sst eine Allgemeinverf\u00fcgung. Sie erm\u00f6glicht Sonn- und Feiertagsbesch\u00e4ftigung sowie l\u00e4ngere Arbeitszeiten. Deutschland befindet sich derzeit in der bislang st\u00e4rksten Infektionswelle seit Beginn der Corona Pandemie. Angesichts rasant steigender Inzidenzen werden die mittelhessischen Betriebe zahlreiche Personalausf\u00e4lle aufgrund von Erkrankungen und Quarant\u00e4nen ihrer Besch\u00e4ftigten zu verkraften haben. Um die\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":18214,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18214","url_meta":{"origin":18296,"position":3},"title":"Schweinepest-Schutz: Kreis baut Desinfektionsanlage und Sammelstelle auf","date":"18. Juni 2025","format":false,"excerpt":"Der Landkreis ergreift Schutzma\u00dfnahmen gegen die \"Afrikanische Schweinepest\". Er baut eine Desinfektionsschleuse auf und richtet eine Sammelstelle ein. Nach dem Nachweis der \"Afrikanischen Schweinepest\" bei mindestens einem Wildschwein im Sauerland laufen auch im Landkreis Marburg-Biedenkopf Schutzma\u00dfnahmen an. 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