{"id":18285,"date":"2025-06-30T12:42:42","date_gmt":"2025-06-30T10:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18285"},"modified":"2025-06-30T12:42:42","modified_gmt":"2025-06-30T10:42:42","slug":"im-september-ausstelluung-zu-atombombenabwuerfen-vor-80-jahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18285","title":{"rendered":"Im September: Ausstelluung zu Atombombenabw\u00fcrfen vor 80 Jahren"},"content":{"rendered":"<p>Eine Ausstellung zu Atomwaffen ist ab Dienstag (8. Juli) im Erwin-Piscator-Haus (EPH) zu sehen. Anlass sind die Jahrestage der Atombombenabw\u00fcrfe auf Hiroshima und Nagasaki. <!--more--><br \/>\nDas Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung und die Auswirkungen von Bombardierungen mit Atomwaffen werden in Marburg ab Dienstag (8. Juli) veranschaulicht: Das internationale B\u00fcndnis &#8222;Mayors for Peace&#8220; pr\u00e4sentiert bis Donnerstag (18. September) im Erwin-Piscator-Haus (EPH) eine Ausstellung zu diesem Thema. &#8222;Das Thema ist aktueller denn je&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies.<br \/>\nEr er\u00f6ffnet am Dienstag (8. Juli) um 19 Uhr im Erwin-Piscator-Haus (EPH) die Ausstellung des B\u00fcndnisses &#8222;Mayors for Peace&#8220;. \u00dcbersetzt hei\u00dft das &#8222;B\u00fcrgermeister f\u00fcr Frieden&#8220;. Mit der Poster-Ausstellung soll anhand von Fotos und Zeichnungen an die Atombomben-Abw\u00fcrfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 erinnert werden.<br \/>\n&#8222;Die Atombomben-Abw\u00fcrfe auf Hiroshima und Nagasaki j\u00e4hren sich in diesem Jahr zum 80. Mal; und immer noch stellt der m\u00f6gliche Einsatz von Atomwaffen eine Bedrohung dar&#8220;, sagte Spies. &#8222;Wir m\u00fcssen auf die Dringlichkeit eines generellen Verbots von Atomwaffen mehr denn je hinweisen.&#8220; Die Stadt Marburg ist seit 2016 Mitglied im B\u00fcndnis Mayors for Peace.<br \/>\nDie Ausstellung des B\u00fcndnisses zeigt das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung und die Auswirkungen der ersten und bisher einzigen Bombardierungen mit Atomwaffen auf die beiden St\u00e4dte und ihre Bev\u00f6lkerung. &#8222;Sie mahnt uns f\u00fcr die Gegenwart: Diese Bomben haben unermessliche Zerst\u00f6rung und Leid verursacht; und ihr Einsatz stellt einen ungeheuerlichen Zivilisationsbruch dar&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Spies. &#8222;Wir sollten die Gefahren von Atomwaffen niemals vergessen.&#8220;<br \/>\nDie Ausstellung kann bis zum 18. September w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten des EPH im zweiten Obergeschoss in der Biegenstra\u00dfe 15 besichtigt werden. Ge\u00f6ffnet ist montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.<br \/>\n&#8222;Mayors for Peace&#8220; wurde 1982 durch den B\u00fcrgermeister von Hiroshima ins Leben gerufen. Das weltweite Netzwerk setzt sich vorrangig f\u00fcr die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch weitere aktuelle friedenspolitische Themen auf. Mittlerweile geh\u00f6ren fast 8.500 St\u00e4dte in 166 L\u00e4ndern der Organisation an.<br \/>\nDer 8. Juli ist der Tag, an dem die B\u00fcrgermeisterinnen und B\u00fcrgermeister die Flagge der Mayors for Peace hissen und ein Zeichen gegen Kriege und f\u00fcr eine friedliche Welt ohne Atomwaffen setzen. Auch die Stadt Marburg hisst jedes Jahr die <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=18283\">Fahne am Rathaus<\/a>.<br \/>\nAn diesem Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das V\u00f6lkerrecht versto\u00dfen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine v\u00f6lkerrechtliche Verpflichtung bestehe, &#8222;in redlicher Absicht Verhandlungen zu f\u00fchren und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abr\u00fcstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle f\u00fchren&#8220;.<br \/>\nNeun L\u00e4nder verf\u00fcgen \u00fcber rund 12.300 Atomwaffen, die meisten davon haben die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und Russland. 1986 gab es einen H\u00f6chststand von 70.300 Atomwaffen. Die Zahl der Sprengk\u00f6pfe in h\u00f6chster Alarmbereitschaft betr\u00e4gt rund 2.100.<br \/>\nHeutige Atomwaffen haben eine noch gr\u00f6\u00dfere zerst\u00f6rerische Kraft als die von Hiroshima und Nagasaki. Ein einziger nuklearer Sprengkopf k\u00f6nnte Hunderttausende von Menschen t\u00f6ten; oder sie st\u00fcrben sp\u00e4ter an Verbrennungen und radioaktiver Strahlung. Langandauernde humanit\u00e4re und \u00f6kologische Auswirkungen w\u00e4ren die Folgen.<br \/>\nIn der &#8222;Vision f\u00fcr eine friedliche Transformation zu einer nachhaltigen Welt&#8220; des B\u00fcndnisses &#8222;Mayors for Peace&#8220; sind daher drei gro\u00dfe Ziele formuliert: 1. eine Welt ohne Atomwaffen mit 2. sicheren St\u00e4dten, die Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeintr\u00e4chtigung \u00fcberstehen, und 3. einem friedlichen Zusammenleben.<br \/>\nMarburg hat neben der Mitgliedschaft bei Mayors for Peace 2019 ein weiteres Signal gesetzt und den ICAN-St\u00e4dteappell unterzeichnet, mit dem die unterzeichnenden St\u00e4dte den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterst\u00fctzen. ICAN (&#8222;International Campaign to Abolish Nuclear Weapons&#8220;, \u00fcbersetzt &#8222;Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen&#8220;) hatte f\u00fcr ihre Arbeit beim Zustandekommen des Atomwaffenverbotsvertrags 2017 den Friedensnobelpreis zugesprochen bekommen.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Ausstellung zu Atomwaffen ist ab Dienstag (8. Juli) im Erwin-Piscator-Haus (EPH) zu sehen. Anlass sind die Jahrestage der Atombombenabw\u00fcrfe auf Hiroshima und Nagasaki.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[2],"tags":[6964,2653,4269],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4KV","jetpack-related-posts":[{"id":18636,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18636","url_meta":{"origin":18285,"position":0},"title":"Furchtbares Erlebnis: \u00dcberlebende berichtet \u00fcber Atombombenabwurf auf Hiroshima","date":"2. September 2025","format":false,"excerpt":"Eine \u00dcberlebende erinnert sich an den Atombombenangriff auf Hiroshima. Sie spricht am Donnerstag (11. 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